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Seidl: "Ganz normal", dass der Mercedes-Stern auf dem McLaren fehlt

Das Fehlen des Mercedes-Sterns hat bei der Präsentation des McLaren MCL35M für Stirnrunzeln gesorgt - Teamchef Andreas Seidl klärt nun den Hintergrund auf

Seidl: "Ganz normal", dass der Mercedes-Stern auf dem McLaren fehlt

Das McLaren-Team fährt in der Formel 1 2021 zum ersten Mal seit 2014 wieder mit Mercedes-Motoren. Den Mercedes-Stern sucht man am MCL35M und auf den Overalls der Fahrer Daniel Ricciardo und Lando Norris allerdings vergeblich - was in den Tagen seit der Präsentation des neuen Autos bei einigen Fans für Irritationen gesorgt hat.

Teamchef Andreas Seidl sind die Spekulationen darüber nicht entgangen: "Ich hab' das auch gesehen, auf unterschiedlichen Seiten, dass das heiß diskutiert worden ist", sagt er in einem Video-Interview, das am Samstag in voller Länge auf dem YouTube-Kanal unseres Schwesterportals Motorsport-Total.com und in unserem Videoplayer veröffentlicht wird.

Dass das Mercedes-Logo nirgends auf dem McLaren abgebildet ist, sei aber "ganz normal", relativiert Seidl. Man sei "Kunde von Mercedes. Von daher hat's den Bedarf seitens Mercedes, beziehungsweise auch die Anforderung von unserer Seite, nie gegeben."

Zumal bei genauerer Betrachtung auffällt: Auch auf dem Racing Point und den pinken Overalls der Fahrer war 2020 kein Mercedes-Logo zu sehen; ebenso wenig wie auf dem Williams. Dass die Williams-Fahrer George Russell und Nicholas Latifi den Stern zumindest auf ihrer Brust tragen, liegt mutmaßlich daran, dass Russell Mercedes-Junior ist.

Unabhängig von der Aufregung um den Stern ist man bei McLaren froh, den Wechsel von Renault zu Mercedes vollzogen zu haben. Für McLaren sei "klar" gewesen, dass man den "Schritt in Richtung Mercedes" machen möchte, unterstreicht Seidl: "Wir wollten den besten verfügbaren Antrieb, den Weltmeisterantrieb, bei uns im Heck haben."

Auch wenn McLaren dafür im Chassisdesign einen Kompromiss eingehen musste. Denn um den Mercedes-Antrieb in den 2021er-MCL35M zu integrieren, musste die Mannschaft rund um den Technischen Direktor James Key einen der beiden Entwicklungstoken einsetzen. Die anderen Teams konnten beide erlaubten Token in die Verbesserung des Chassis investieren.

Trotzdem sei man "sehr happy mit der Entscheidung [...], trotz der entsprechenden Regularien, die uns etwas benachteiligen in der Weiterentwicklung auf der Fahrzeugseite", sagt Seidl. Sein Team habe bei der Integration des Mercedes-Power-Unit einen "super Job" gemacht, und der Deutsche lobt ausdrücklich das "super Teamwork" mit dem Mercedes-Motorenteam in Brixworth.

"Wir sind sehr happy mit dem Fortschritt, den wir bisher gesehen haben. Klar müssen wir akzeptieren, dass wir einen gewissen Nachteil haben auf der Fahrzeugseite. Aber mittel- und langfristig ist das einfach der richtige Weg", ist Seidl überzeugt.

Das ausführliche Video-Interview zwischen dem McLaren-Teamchef und Chefredakteur Christian Nimmervoll (Facebook: "Formel 1 inside mit Christian Nimmervoll") wird am Samstag in voller Länge auf dem YouTube-Kanal unseres Schwesterportals Motorsport-Total.com und in unserem Videoplayer veröffentlicht.

Mit Bildmaterial von McLaren.

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