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Andreas Seidl: Was die F1 2020 geleistet hat, wird nicht genug gelobt

Wie die Formel-1-Saison trotz Corona mit insgesamt 17 Rennen stattfinden konnte, lobt McLaren-Teamchef Andreas Seidl als "herausragende Leistung"

Andreas Seidl: Was die F1 2020 geleistet hat, wird nicht genug gelobt

In Bezug auf Logistik und Arbeitslast war die Formel-1-Saison 2020 die wohl anspruchsvollste der jüngeren Geschichte. Der enge Rennkalender mit mehreren Tripleheadern - dem letzten sogar außerhalb Europas - bedeuteten inmitten der Corona-Pandemie eine enorme Kraftanstrengung für Teams, Fahrer und Organisatoren.

So spricht auch McLaren-Teamchef Andreas Seidl von der "intensivsten Rennsaison, die wir je gemacht haben". Das gelte vor allem für die Mechaniker und Ingenieure, "die jedes Rennwochenende einen wirklich harten Zeitplan haben, der nicht erst am Freitag beginnt, sondern schon viel früher mit dem Auf- und Abbau der Garagen".

"Es ist hart, besonders jetzt am Ende der Saison", weiß Seidl. Aber dass man das Jahr bis zum Saisonabschluss so gut gemeistert habe und sich am Ende noch im großen Kampf in der Konstrukteurs-WM befand, habe allen bei McLaren "zusätzliche Energie und Motivation" gegeben. Belohnt wurde das schließlich mit Platz drei.

Seidl lobt "hervorragende Arbeit" von Formel 1 und FIA

Dass unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie überhaupt eine vollwertige Formel-1-Saison realisiert wurde, erhält aus Seidls Sicht zu wenig Anerkennung: "Ich denke, das ist etwas, das wir noch viel mehr erwähnen sollten."

"Die Arbeit, die auf der Seite der Formel 1 zusammen mit der FIA und auch zusammen mit den Teams geleistet wurde, war hervorragend. Ich denke, niemand konnte im April erwarten, dass wir in diesem Jahr noch eine Saison mit 17 Rennen auf die Beine stellen können", blickt der Deutsche auf die unsichere Situation im Frühjahr zurück.

Damals musste der Saisonauftakt in Melbourne vor Ort kurzfristig abgesagt und ein komplett neuer Rennkalender samt Hygienekonzept erarbeitet werden - mit Rücksicht auf die aktuelle Viruslage und die jeweils geltenden Reisebeschränkungen.

Sicherheit der Mitarbeiter hatte immer höchste Priorität

Seidl lobt vor allem die "sehr sichere Art und Weise", mit der dabei vorgegangen wurde. "Was natürlich das Wichtigste ist, um unsere Leute zu schützen, und um jeden zu schützen, der mit unseren Leuten in Kontakt ist, wenn wir unterwegs sind. Das war eine ausgezeichnete Arbeit", zieht er ein positives Fazit zur Corona-Saison.

"Das ist etwas, wovor wir großen Respekt haben müssen, und ich ziehe den Hut vor dem, was die Formel 1 in Anbetracht der schwierigen Umstände in diesem Jahr geschafft hat. Gleichzeitig war es keine Überraschung", sagt der McLaren-Teamchef weiter.

"Denn die Jungs, die unter der Leitung von Chase (Carey) und Ross (Brawn; Anm d. R.) für die Formel 1 arbeiten, sind Profis, Leute, die schon seit geraumer Zeit in verschiedenen Funktionen in den Sport involviert sind. Sie sind es gewohnt, unter Druck herausragende Ergebnisse abzuliefern, und genau das haben sie getan."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Teams McLaren
Urheber Juliane Ziegengeist