Andretti will US-Fahrern eine "legitime Chance" in der Formel 1 geben
Wenn sein Plan vom Formel-1-Einstieg gelingt, möchte Michael Andretti in seinem neuen Team amerikanischen Fahrern den Weg in die Formel 1 ebnen
Michael Andretti bemüht sich derzeit um die Gründung eines Formel-1-Teams, das ab 2024 als elftes Team an den Start gehen soll, wenngleich die FIA das offizielle Verfahren für die Aufnahme neuer Teams in die Formel 1 noch nicht eröffnet hat.
Am Rennwochenende in Miami war Andretti vor Ort, um Unterstützung für seine Bewerbung zu gewinnen, und traf sich mit der FIA, der Formel 1 und anderen Teamchefs.
Die Reaktion der Teams blieb jedoch verhalten, da einige befürchteten, dass ein elftes Team in der Startaufstellung zu einer Verwässerung des Preisgeldfonds führen und die derzeitige Stabilität des Feldes mit zehn Teams potenziell stören würde.
Red-Bull-Teamchef Christian Horner sagte, er sei der Meinung, dass ein amerikanischer Fahrer für das Wachstum der Formel 1 in den Vereinigten Staaten effektiver wäre als ein amerikanisches Team in Form von Andretti, das bereits in Rennserien wie IndyCar, Indy Lights, Formel E, Extreme E und Supercars vertreten ist.
Andretti widerspricht dieser Einschätzung und erklärt, dass nur sein neues Team amerikanischen Fahrern die Möglichkeit bieten würde, in die Formel 1 zu kommen. "Wir wollen ein amerikanisches Team sein, das amerikanische Fahrer für die Zukunft entwickeln will", bekräftigt der Ex-Rennfahrer seine Ambitionen.
"Es gibt niemanden da draußen, der das tut", kritisiert er. "Das ist es, was wir wollen. Es gibt keinen wirklich legitimen Weg für einen amerikanischen Fahrer, in die Formel 1 zu kommen. Es gibt ihn einfach nicht. Wir wollen den Weg in die Formel 1 ebnen."
Wäre Andrettis Angebot, das Team von Sauber zu übernehmen, erfolgreich gewesen, hätte sein IndyCar-Fahrer Colton Herta eines der Cockpits erhalten sollen. Herta absolvierte einige Simulatorfahrten in Hinwil und war gegen Ende des vergangenen Jahres für einen FT1-Einsatz vorgesehen, bevor der Deal platzte.
Colton Herta gilt bei Andretti weiterhin als heißer Aufstiegskandidat Foto: Motorsport Images
"Er hat das Talent, aber ihnen ging das Geld aus, also kamen sie zurück in die Staaten. Er hat also den amerikanischen Weg gewählt", erklärt Andretti. "Ich möchte, dass wir Kinder aus dem Kartsport herausholen und ihnen den Weg zeigen, und wenn sie gut genug sind, kommen sie hoffentlich in die Formel 1."
Und zwar mit Andretti: "Wir werden das Team haben, um es zu realisieren und sicherzustellen, dass sie eine legitime Chance bekommen." Dabei gehe es nicht um Schnellschüsse, sondern den langfristigen Aufbau von Fahrern und "ein seriöses Angebot".
Mit Bildmaterial von Motorsport Images.
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