Angst vor 2014: Dieser 21-Sekunden-Clip sorgt für Diskussionen
Ein kurzer Soundclip, viele Interpretationen: Mercedes gibt einen ersten akustischen Hinweis auf die neue Formel-1-Ära ab 2026
Motorensound von Mercedes für die Formel-1-Saison 2026
Foto: Mercedes-Benz
Rund einen Monat vor den ersten Testfahrten zur Formel-1-Saison 2026 hat Mercedes eine erste Hörprobe von seinem neuen Motor veröffentlicht. Der 21-sekündige Clip mit dem Begleittext "Coming soon" (zu Deutsch: "bald verfügbar") wurde in drei Tagen über 1,3 Millionen Mal auf der Plattform X (vormals Twitter) abgespielt.
Der Sound rief in den sozialen Netzwerken jedoch gemischte Reaktionen hervor. Ein User schrieb: "Besser als das Turbo-Hybrid-Jaulen, aber ich träume immer noch von den schreienden V10-Motoren." Ein anderer schrieb: "Ich hoffe wirklich, der Motor fährt sich besser als er klingt." Jemand anders kommentierte: "Es scheint, als hätte der Wegfall der MGU-H dem Klang wirklich sehr gutgetan."
Anderswo im Netz wird Mercedes vereinzelt bereits der WM-Titelgewinn 2026 zugesprochen. Ein Nutzer schrieb: "So klingt übrigens die Weltmeisterschaft." Noch deutlicher wurde ein anderer User: "Bitte habt Erbarmen mit uns Nicht-Mercedes-Fans. Geht es ruhig an und lasst uns ein weiteres 2014 vermeiden."
Letzteres ist als eine Anspielung auf die erste Turbo-Hybrid-Ära der Formel 1 zu verstehen: Mercedes hatte zu Beginn des 2014 eingeführten Reglements einen gewaltigen (Motoren-) Vorsprung, der das Team über Jahre hinweg an der Spitze hielt. Die Mercedes-Dominanz mit WM-Titeln am Fließband endete erst 2021, als Red-Bull-Fahrer Max Verstappen Weltmeister wurde.
Die größte Regel-Revolution seit 2014
2026 markiert die erste große Motorenanpassung seit 2014 und stellt die beteiligten Hersteller vor eine besondere Herausforderung: Erstmals tragen Verbrennungsmotor und Elektromotor jeweils rund 50 Prozent zur Systemleistung von rund 1.000 PS bei - bisher dominierte der traditionelle Antrieb.
Formel-1-Expertin Bernie Collins sieht darin das Potenzial für Änderungen im Kräfteverhältnis. Sie sagte bei Sky: "Entscheidend wird sein, wer den Motor richtig hinbekommt." Bislang lasse sich dazu jedoch keine Aussage treffen. "Aber selbst, wenn es keinen Vorteil gibt: Mercedes beliefert drei Teams und kann dadurch viel schneller lernen als [zum Beispiel] Honda, das nur ein Team ausrüstet."
Nach dem Rückzug von Renault als Antriebshersteller sind in der Formel 1 2026 folgende Hersteller mit eigenen Antrieben vertreten: Audi, Ferrari, Honda, Mercedes und Red Bull/Ford (mehr dazu!).
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