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McLaren führte nach der Sommerpause einen flexiblen Heckflügel ein, der überzeugte - Jedoch musste das Team Änderungen vornehmen

Anpassungen am Heckflügel: So reagierte McLaren auf das "Mini-DRS"-Verbot

Das ist der angepasste Heckflügel von McLaren

Foto: Giorgio Piola

Welchen Heckflügel McLaren zum Formel-1-Rennen von Las Vegas mitbringen würde, war ein interessantes Thema im Fahrerlager, denn die "Mini-DRS"-Lösung, die zuvor für gute Ergebnisse sorgte, musste nach Beschwerden der Konkurrenz und Diskussionen mit dem Automobil-Weltverband FIA weichen. Dennoch hat McLaren eine Lösung gefunden, um weiterhin erfolgreich zu sein.

Der flexible Heckflügel war ein Geniestreich, denn das Flügel soll an sich den Regeln entsprechen haben. Unter großer Last, also bei hohen Geschwindigkeiten, hat sich jedoch eine Lücke aufgetan, die den Luftwiderstand verringerte - es war also eine eigene Art DRS, die McLaren den Vorteil brachte, und das jederzeit. Oscar Piastri gewann so in Baku, doch sofort gab es Beschwerden der Konkurrenz und das Thema landete bei der FIA.

McLaren einigte sich mit der FIA auf Änderungen am Heckflügel, um die Regelhüter glücklich zu machen und die Vorwürfe der Konkurrenz in Keim zu ersticken. In Las Vegas hätte McLaren mit dem Mini-DRS-Flügel sicher wieder große Vorteile gehabt, da es dort viele lange Geraden gibt. Stattdessen musste der Rennstall jedoch auf eine altbewährte Lösung zurückgreifen, einem Flügel, der so wenig Abtrieb wie möglich generiert.

Dieser Heckflügel kam bereits zum Einsatz, denn er wurde im ersten Training von Italian am Auto von Lando Norris eingesetzt. Danach wurde aber sofort auf die Mini-DRS-Lösung gewechselt. Dieser Flügel reizt im erlaubten Rahmen den Platz aus, den die Ingenieure haben, um den Abtrieb zu reduzieren. Die Hauptplatte is flach und nicht wie ein Löffel geformt, wie viele andere Heckflügel der aktuellen Generation.

Um solch eine flache Platte zu montieren, ist die Vorderkante versetzt werden musste. Dazu wurde eine Strebe verbaut, die einem Schwanenkopf ähnelt. Die Platte an der Spitze ist eher dreieckig geformt und kein Rechteck wie üblich. Außerdem wurden auch die Kerben an den Endplatten angepasst. Des weiteren wurden tränenförmige Scharniere verwendet und nicht die fassförmigen Lösungen, die bei anderen Flügeln üblich sind.

McLaren Frontflügel

So sieht der Frontflügel von McLaren in Las Vegas aus

Foto: Giorgio Piola

McLaren hat für Las Vegas außerdem einen Frontflügel verwendet, der bereits im Freien Training von Italien zum Einsatz kam. Neben einem neuen Design, gibt es halbmondförmige Ausschnitte der hintersten Kante. So sollte der Abtrieb ebenfalls verringert werden, aber gleichzeitig auch die Balance im Auto in Richtung Heck angepasst werden. Für Las Vegas wurden diese halbmondförmige Ausschnitte vergrößert.

Weitere Änderungen am Frontflügel für Las Vegas war die neue Größe des oberen Flaps. Eine Halterungsstrebe, die zuvor angebracht wurde, wurde entfernt. Das scheinen nur kleine Änderungen zu sein, jedoch verändert es die Fähigkeiten, wie sich die Endplatte verformen kann. Das hat wiederum großen Einfluss auf den Luftstrom und den Druck in diesem Bereich des Autos.
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