Antonelli bestätigt: Power-Unit-Updates bei Mercedes in Österreich
Beim Großen Preis von Österreich hat Mercedes nach zahlreichen Problemen mit den Batteriepacks ein paar Änderungen an Bord
Zuverlässigkeit war 2026 bislang eine Schwachstelle von Mercedes
Foto: LAT Images
Kimi Antonelli bestätigt in Österreich, dass Mercedes für den Grand Prix in der Steiermark an der Batterie gearbeitet hat. Die Software-Updates und kleineren Hardware-Anpassungen fallen aber, so der WM-Führende, nicht unter die ADUO-Regeln. Schließlich handelt es sich um Weiterentwicklungen in puncto Zuverlässigkeit.
"Die Probleme sind schon vor einer Weile aufgetaucht", erklärt der 19-Jährige am Donnerstag. "Ich hatte im FT1 in Miami Probleme, und dann ist George in Montreal ausgefallen. Wir haben da einige Punkte liegenlassen."
In beiden Fällen wurde über Batterieprobleme bei Mercedes berichtet. Hinzu kamen im Saisonverlauf technisch bedingte Ausfälle bei Kundenteams wie McLaren oder Williams. Die Krönung dieser Serie war der Ausfall von Antonelli kurz vor dem Ende des Rennens in Barcelona.
"Es stimmt, dass ein Teil [der Batterie] plötzlich sehr viel wärmer wurde, wodurch die Batterie eine Störung hatte", so Antonelli. "Aber in Kanada waren die Bedingungen völlig anders [und die Temperaturen] viel kühler."
Beim Großen Preis von Österreich geht Antonelli mit einer neuen Power-Unit sowie einem neuen Batteriepack an den Start, mitsamt den Anpassungen für die Zuverlässigkeit.
Vor seinem Ausfall in Spanien hatte Antonelli seinen Teamkollegen Russell überholt und war kurz davor, den zweiten Platz einzufahren. In Montreal lag sein WM-Rivale sogar in Führung, bevor die Batterie ihren Geist aufgab.
Batterieprobleme auch bei kaltem Wetter
Temperaturprobleme können aufgrund der hohen Lade- und Entladezyklen auch dann auftreten, wenn die Außentemperaturen, so wie beim Grand Prix von Kanada, eigentlich keine Herausforderung darstellen. Die kaputte Batterie des WM-Dritten musste Mercedes nach dem Rennwochenende per Schiff in Richtung Brackley verfrachten.
"Meine Batterie ist immer noch auf Schifffahrt, denn wir durften damit ja nicht fliegen", erklärt George Russell in Österreich. Zum Thema Zuverlässigkeit betont der Mercedes-Pilot zudem:
"Wir haben diese Probleme in der Fabrik gesehen. Wir haben diese Probleme bei McLaren und Williams gesehen. Kimi hatte dasselbe Problem in Barcelona."
Zwar hebt Russell hervor, wie wichtig der Fokus auf das Thema Zuverlässigkeit bleibt, gerade am Anfang eines neuen Regelzyklus, doch ergänzt der 28-Jährige später in der Pressekonferenz: "Es ist ehrlich gesagt nichts, woran ich beim Fahren denke. Aber als Team ist es für Mercedes und all seine Kundenteams von höchster Priorität."
WM-Entscheidung durch Zuverlässigkeit?
Die Balance zwischen Zuverlässigkeit und Performance zu finden sei, so Russell, eine schwierige Herausforderung. Auf die Frage, ob dieses Thema über die Weltmeisterschaft entscheiden könnte, antwortet Russell:
"Ich hoffe nicht. Das war ja 2016 der Fall, aber ich habe grundsätzlich den Eindruck, dass sich das im Laufe einer Saison ausgleichen wird."
"Inzwischen sind die Saisons ja lang genug, um dir diese Chance zu geben", erklärt Russell. "Sogar dann, wenn du in einem oder zwei Rennen Pech hast, kannst du das wieder aufholen. Aber, wie gesagt, ich hoffe nicht."
"Schlaflose Nächte wird mir das jedoch nicht bereiten, denn ich kann das nicht beeinflussen. Ich kann mich nur darauf konzentrieren, das Auto in jeder Sekunde so schnell wie möglich zu fahren. Das ist mein Ziel."
Durch die ADUO-Einstufung der Silberpfeile dürfte uns zudem noch mindestens ein Update für die Performance der Power-Unit erwarten. Laut der Einordnung der FIA besitzt schließlich Red Bull und nicht Mercedes den stärksten Verbrennungsmotor.
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