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Antonelli: Dann wäre das Rennen "wahrscheinlich anders verlaufen"

Auch nach dem Rennen in Singapur trauert Kimi Antonelli weiter der verpassten Chance im Qualifying nach - Beim Start am Sonntag verlor er noch weitere Positionen

Antonelli: Dann wäre das Rennen "wahrscheinlich anders verlaufen"

Kimi Antonelli ist mit seinem Start am Sonntag nicht zufrieden

Foto: circuitpics.de circuitpics.de

"Kimi ist auch jemand, der das Glas immer halb leer sieht", verrät Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach dem Großen Preis von Singapur. Der Österreicher, der kein Geheimnis daraus macht, selbst über diese Einstellung zu verfügen, sieht diese Eigenschaft auch bei Kimi Antonelli.

Der Italiener holte am Sonntag den fünften Platz und damit nach Rang vier in Baku zum zweiten Mal in Folge ein gutes Ergebnis. Tatsächlich gelang es Antonelli in seiner noch jungen Formel-1-Karriere damit zum ersten Mal, in zwei Rennen in Serie in die Top 5 zu fahren.

Trotzdem ist er selbst "etwas enttäuscht", gesteht er, "weil ich [im Qualifying] das Gefühl hatte, einfach zu schnell gefahren zu sein. Hätte ich mich etwas mehr zurückgehalten und versucht, saubere Runden zu fahren, wäre es anders gelaufen", so der Rookie.

Bereits am Samstag nach der Qualifikation hatte er erklärt, dass er "eine echte Chance auf die erste Reihe" verpasst habe, weil er in Q3 "zu viel" gewollt und dadurch ein besseres Ergebnis verpasst habe. So wurde es "nur" der vierte Startplatz, während Teamkollege George Russell den Mercedes auf die Pole stellte.

Was Antonelli beim Start falsch gemacht hat

"Ich wäre weiter vorne gestartet und das Rennen wäre wahrscheinlich anders verlaufen", ärgert sich Antonelli nach der Zieldurchfahrt. Denn auf dem vierten Startplatz stand er am Sonntag auf der schmutzigeren Seite - und verlor beim Start direkt zwei Positionen.

"Mein Fehler in Kurve 1 war, dass ich versucht habe, an Norris dranzubleiben", so Antonelli, der zunächst eine Position an den McLaren-Fahrer verlor, der am Ende auf dem Podium stand, und dann auch noch Charles Leclerc im Ferrari vorbeiziehen lassen musste.

Er selbst befand sich laut eigener Aussage "viel zu weit innen, und Leclerc hatte außen einen viel besseren Run. Das war natürlich schade, aber das Tempo im Rennen war wirklich stark", so Antonelli, der seine Pace allerdings nie wirklich ausspielen konnte.

Denn weil das Überholen in Singapur so schwierig ist, steckte er bis zur Schlussphase des Rennens hinter Leclerc fest und verlor dabei viel Zeit. Erst in Runde 53 von 62 kam er endlich am Ferrari vorbei. Zu diesem Zeitpunkt lag er aber bereits mehr als 25 Sekunden hinter seinem Teamkollegen an der Spitze.

Überholmanöver gegen Leclerc als Highlight

"Er hat wirklich gepusht, also habe ich versucht, auf Zeit zu spielen, meine Reifen zu schonen und den richtigen Moment für einen Angriff abzuwarten", erklärt Antonelli und verrät: "Als wir uns dem Verkehr der Hinterbänkler näherten, hatte ich das Gefühl, dass dies der beste Moment war."

"Denn er fuhr in sauberer und ich in schmutziger Luft, und dennoch konnte ich mit ihm mithalten", so der 19-Jährige, der laut Toto Wolff dann in Kurve 16 innen ein "starkes" Manöver gegen Leclerc zeigte, das in der TV-Übertragung erst mit einiger Verzögerung gezeigt wurde.

Dieses Manöver sei vielleicht "nach den anderen Teilen des Rennens ein wenig tröstlich", so Wolff, der erklärt: "Was er sehen wird, ist ein Q3, das nicht nach Plan verlief, das ihn in die erste Reihe hätte bringen können, und ein Start in Kurve 1, der nicht so gut war."

"Für ihn ist es eher eine verlorene Spitzenposition als ein gewonnener fünfter Platz", so der Teamchef im Hinblick auf die selbstkritische Sichtweise des Rookies. Doch auch der selbst betont, dass zumindest die Pace am Singapur-Wochenende "positiv" gewesen sei.

"Und wir werden versuchen, das in die nächsten Rennen mitzunehmen", so Antonelli, der im Ziel am Ende mehr als 30 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen hatte. Mit einem besseren Start und Qualifying wäre dieser Abstand aber wohl deutlich geringer ausgefallen.

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