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Antonelli-Hype wächst, doch Coulthard stellt klar: "Er erinnert mich an ..."

Zwei Siege, WM-Führung und großer Hype - Trotzdem sieht David Coulthard in Kimi Antonelli keinen neuen Senna und nennt stattdessen eine andere Ikone

"Peter Pan" statt Senna: kurioser Antonelli-Vergleich von Coulthard

Kimi Antonelli jubelt in Suzuka

Foto: LAT Images

Der frühere Formel-1-Pilot David Coulthard hat Vergleiche zwischen Ayrton Senna und Kimi Antonelli zurückgewiesen und ist der Meinung, dass der junge Italiener eher mit Landsmann und MotoGP-Legende Valentino Rossi vergleichbar sei.

Antonelli hat sich nach den ersten drei Rennen der laufenden Saison im Titelkampf nicht nur etabliert, sondern direkt an die Spitze gesetzt. Mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen in China und Japan übernahm er die Führung in der Fahrerwertung und ist damit der bislang jüngste WM-Spitzenreiter in der Geschichte der Königsklasse. Seine beeindruckenden Leistungen haben im Fahrerlager für große Aufmerksamkeit gesorgt und Vergleiche mit früheren Formel-1-Größen ausgelöst.

Coulthard zieht Vergleich zu Valentino Rossi

In einer Episode des Podcasts Up to Speed sprach sich Coulthard jedoch gegen den Vergleich von Antonelli und Senna aus. "Für mich wirkt er eher wie ein Valentino Rossi. Für diejenigen, die MotoGP nicht verfolgen: Valentino Rossi war ein Fahrer einer ganzen Generation, aber bis heute fast wie ein Junge im Körper eines Erwachsenen. Er fährt jetzt GT-Rennen. Ich glaube, er fährt auch Le Mans und solche Dinge."

Coulthard hob hervor, dass sich Rossi auch nach seinem Wechsel vom Motorrad- in den Automobilrennsport seine besondere Ausstrahlung bewahrt habe. "Er ist also von zwei auf vier Räder umgestiegen, aber fühlt sich immer noch wie Peter Pan an und es würde mich nicht überraschen, wenn Kimi Antonelli so etwas wie der Peter Pan seiner Generation ist."

Buxton widerspricht deutlich

Widerspruch kam von Will Buxton, dem Co-Moderator und früheren Formel-1-Kommentator. Er bewertet die Persönlichkeiten der beiden Sportler vollkommen unterschiedlich. "Aber Rossi war punkig, Rossi war wie Punkrock. Er kam mit rasiertem Kopf und gepiercten Ohren, Rossi war eine Naturgewalt mit einer riesigen Persönlichkeit, der man nicht entkommen konnte."

Buxton betonte zudem, dass sich Rossi bereits in jungen Jahren durch seine extrovertierte Art ausgezeichnet habe. "Schon bevor er die höchsten Klassen des Motorradsports erreichte, als er noch durch die Nachwuchskategorien ging, war er diese sprühende, regelrecht feurige Persönlichkeit. Und Kimi ist viel schüchterner als Valentino."

Unterschiedliche Charaktere im Umgang mit Druck

Auch im Umgang mit Autoritäten sieht Buxton Unterschiede. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Kimi sich offen gegen die Meisterschaft stellt. Bei Valentino hingegen bestand immer die Möglichkeit, dass er einfach wild und spontan ist und genau deshalb haben die Leute ihn geliebt. Deshalb haben sie sich in ihn verliebt, weil er so einzigartig und nahbar war. Ich sage nicht, dass Kimi nicht nahbar ist, er ist absolut liebenswert. Aber ich denke, er hat eine völlig andere Persönlichkeit."

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