Antonelli: "Würde nicht behaupten, dass ich der beste Fahrer war"
Kimi Antonelli ist auf einem guten Weg, der jüngste Weltmeister in der Formel-1-Geschichte zu werden - Wie er seine Leistung zur Sommerpause selbst beurteilt
Kimi Antonelli feierte in dieser Saison bislang sechs Grand-Prix-Siege
Foto: Sutton Images
Gemessen an den nackten Zahlen war Kimi Antonelli der bislang beste Fahrer in der Formel-1-Saison 2026. Bis zur Sommerpause holte der Mercedes-Pilot sechs Grand-Prix-Siege und damit deutlich mehr als jeder andere Pilot. Zudem führt er die Meisterschaft mit einem Vorsprung von satten 50 Punkten auf Lewis Hamilton an.
Auf die Frage, ob er selbst auch der Meinung sei, dass er der bisher beste Pilot in der Startaufstellung gewesen sei, antwortet der 19-Jährige: "Das lässt sich schwer sagen. Ich glaube, ich gehörte zu den Besten, aber ich würde nicht behaupten, dass ich der beste Fahrer im Grid war."
"Wenn ich zurückblicke, glaube ich, dass wir diejenigen waren, die die wenigsten Fehler gemacht haben", so Antonelli, der darin den Schlüssel für seine WM-Führung sieht. Denn zwar verpasste er nach Defekten in Barcelona und Silverstone bislang zweimal die Punkte.
In den anderen neun Rennen fuhr Antonelli dafür aber immer auf das Podium. "Natürlich hatten wir auch ein wirklich starkes Auto", räumt er zwar ein. "Aber ich finde, was die Umsetzung [der Rennen] angeht, haben wir gemeinsam mit dem Team hervorragende Arbeit geleistet", betont er.
"Dadurch konnten wir uns in eine gute Ausgangsposition bringen. In dieser Hinsicht haben wir es in der ersten Hälfte wirklich gut gemacht", erklärt Antonelli, der 2026 der jüngste Weltmeister in der bisherigen Formel-1-Geschichte werden könnte.
Antonelli: Keine Angst vor der Sommerpause
Noch hält diesen Rekord Sebastian Vettel, der 2010 aber "schon" 23 Jahre alt war. Antonelli wäre bei einem Triumph in diesem Jahr gerade einmal 20. Doch hat der Mercedes-Pilot Angst, dass die Sommerpause ihn nach einer starken ersten Saisonhälfte nun ein wenig aus dem Rhythmus bringen könnte?
"Ich habe das Gefühl, dass diese Pause nötig ist, denn es waren jetzt fast acht Monate lang Vollgas", erklärt Antonelli. Zudem erinnert er daran, dass es in dieser Saison zwischen den Rennen in Japan Ende März und Miami Anfang Mai schon einmal eine einmonatige Zwangspause gab.
Auch damals habe er befürchtet, dass die Aprilpause sein Momentum nach zuvor zwei Siegen in China und Japan stoppen könnte. Doch stattdessen baute er seine Siegesserie anschließend in Miami, Kanada und Monaco sogar auf fünf Triumphe in Folge aus.
Antonellis Verfolger sollten also nicht auf einen Einbruch nach der Sommerpause setzen.
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