Antonio Giovinazzi: "Interesse von Ferrari war riesige Überraschung"

Der neue Ferrari-Testfahrer Antonio Giovinazzi hätte nie erwartet, dass der italienische Hersteller Interesse an ihm haben könnte, trotz Platz 2 in der GP2-Fahrerwertung 2016.

Gehofft habe er zwar schon, dass das eine oder andere Formel-1-Team auf ihn aufmerksam werden würde, das Angebot von Ferrari habe ihn dann aber schon überrascht, sagte der Italiener.

"Nach dem Test im Simulator nach dem Grand Prix von Italien glaubte ich, dass ich eine Chance hätte, einen Funken Hoffnung", sagte Giovinazzi gegenüber Motorsport.com. "Ich hoffte, dass Formel-1-Teams Interesse daran haben würden, was ich in der GP2 gemacht habe, zu wissen, dass Ferrari echtes Interesse an mir hatte, war eine große Überraschung. Beim 2. Telefonat wurde alles unter Dach und Fach gebracht."

Wie die Rolle des 23-Jähigen bei Ferrari 2017 genau aussehen wird, ist noch nicht klar, auf alle Fälle würde er aber bereitstehen, sollte einer der Stammpiloten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen ausfallen.

"Momentan besteht mein Job darin, zu testen und Simulatorarbeit zu leisten und sicherzustellen, dass ich als Ersatz bereitstehe, wenn es sein muss. Ich weiß, dass es nicht angenehm sein wird, den anderen zuzuschauen, wie sie Rennen fahren, während ich in der Box sitze", erklärte er.

"Für mich ist die Formel 1 aber eine neue Welt und ich werde aus dieser Chance das Beste machen und so viel lernen wie möglich, indem ich mit den Ferrari-Technikern in Kontakt bin und mich mit dem gesamten Umfeld vertraut mache. Und dann hoffe ich, 2018 auf der Strecke zu sein."

Den GP2-Titel hat Giovinazzi im letzten Rennen in Abu Dhabi zwar an seinen Prema-Teamkollegen Piere Gasly verloren, trotzdem ist er mit der Saison zufrieden.

"Natürlich will jeder Fahrer gewinnen, wenn ich aber auf 2016 und meine Erwartungen vor der Saison zurückblicke, denke ich, dass es eine sehr positive Saison war. Ich hätte nie gedacht, dass ich im letzten Saisonrennen um den Titel mitfahren würde", erklärte er.

"Es war ein fantastisches Jahr. Am meisten bedauere ich, dass ich in Abu Dhabi als Führender angekommen bin und dann den Titel verloren habe. Aber es war eine außergewöhnliche Saison und ich würde nichts ändern, wenn ich nochmal davor stünde. Die Rennen, die ich vom letzten Platz gewonnen habe [Hauptrennen Monza und Sprintrennen Baku] haben wohl Eindruck gemacht."

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