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Argentinien-Hype: Colapinto lockt 600.000 Fans nach Buenos Aires

Franco Colapinto begeisterte mehr als eine halbe Million Fans mit einer Roadshow durch die Straßen von Buenos Aires am Steuer eines Lotus E20

Argentinien-Hype: Colapinto lockt 600.000 Fans nach Buenos Aires

Franco Colapinto bei einer Roadshow in Argentinien in einem Lotus E20

Foto: Nico Nico

Argentinien fehlt zwar seit fast 30 Jahren im Formel-1-Kalender, doch am Sonntag zog Buenos Aires an einem einzigen Tag mehr Zuschauer an, als man es üblicherweise bei vielen Grands Prix sieht - alle begierig darauf, Franco Colapinto in Aktion zu erleben.

Der 22-Jährige ist zu einer nationalen Sensation geworden, seit er Mitte 2024 sein Formel-1-Debüt bei Williams gab, bevor er für 2025 zu Alpine wechselte. Er eroberte die Straßen in dem Lotus E20 von 2012, der von einem Renault-V8-Motor angetrieben wird - dasselbe Paket, mit dem Kimi Räikkönen in jenem Jahr in Abu Dhabi gewann.

Schauplatz war zur Freude der Hunderttausenden Anwesenden ein eigens angelegter Stadtkurs in Palermo, einem der malerischsten Viertel der Stadt. Colapinto absolvierte zwei Fahrten von jeweils etwa 15 Minuten im Lotus, der die aktuellen Farben von Alpine trug.

Er stellte sicher, dass das Publikum das volle Erlebnis bekam, indem er das Brüllen des V8 entlang der Avenida Libertador entfesselte und in jedem Sektor der Strecke Donuts drehte. Genau wie er es zuvor versprochen hatte, kam das Finale mit einem Auto, das buchstäblich in Rauch aufging stand, nachdem er sich mehr als eine Minute lang bei voller Motordrehzahl ununterbrochen gedreht hatte.

Die Veranstaltung schlug zudem eine Brücke zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit der Formel 1 sowie Argentiniens eigener Geschichte im Sport, als Colapinto eine Replik des Mercedes W196 fuhr - das Auto, mit dem Juan Manuel Fangio 1954 und 1955 die Weltmeisterschaft gewann.

Dabei stieg der Argentinier an verschiedenen Stellen der Strecke aus dem Silberpfeil aus, um die Fans zu grüßen, fest entschlossen, so viele wie möglich persönlich zu würdigen. Colapinto nutzte die Gelegenheit auch, um vor der riesigen Kulisse in Buenos Aires eine Botschaft an die Formel 1 zu senden.

Franco Colapinto bei einer Roadshow in Argentinien

Colapinto zeigte sich den Fans offen und hautnah

Foto: Vicky Dragonetti

"Ich liebe die Argentinier. Wir sind die besten Fans der Welt und es ist großartig, das zu zeigen, denn wir beweisen der Formel 1 damit, dass wir es verdienen, in den Kalender zurückzukehren und dass wir es verdienen, wieder ein Rennen zu haben", sagt er.

"Es war ein großartiger Tag. Ehrlich gesagt habe ich es persönlich so sehr genossen - es ist ein wahr gewordener Traum. Ich bin sehr glücklich über den Tag, den wir heute hatten, und darüber, ihn mit allen zu genießen, mit all meinen Leuten, die mich schon so lange unterstützen."

Colapintos Kommentare über eine mögliche Rückkehr der Formel 1 nach Argentinien waren kein Zufall, da er Anfang der Woche das Autodromo Oscar y Juan Galvez besuchte. Die Anlage wird derzeit modernisiert, um ab Anfang 2027 die MotoGP auszutragen.

Das ultimative Ziel ist jedoch, die Formel 1 zurück ins Land zu holen, das seit 1998 keinen Grand Prix mehr veranstaltet hat. Während sich die Gespräche mit den Verantwortlichen der Meisterschaft noch in einem frühen Stadium befinden, werden die Bilder vom Sonntag - zusammen mit Colapintos Botschaft - sicher ihren Weg zu Formel-1-Boss Stefano Domenicali finden.

Wer weiß, vielleicht wird das nächste Mal, wenn er ein Formel-1-Auto auf heimischem Boden fährt, im Rahmen eines Grand Prix sein.

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