Arvid Lindblad: Formel-1-Aufstieg fühlt sich noch surreal an
Mit nur 18 Jahren fährt Arvid Lindblad bereits in der Formel 1: Nach seinem Blitzaufstieg hat er den Traum noch nicht ganz verarbeitet
Arvid Lindblad beim Grand Prix von Miami
Foto: circuitpics.de circuitpics.de
Für Arvid Lindblad hat sich der Traum von der Formel 1 in rasantem Tempo erfüllt. Der 18-jährige Brite, der in dieser Saison sein Debüt für das Team Racing Bulls gab, gesteht nach vier Rennen ein, dass er seinen Aufstieg in die Königsklasse noch immer nicht vollständig verarbeitet hat.
"Ich glaube nicht, dass es schon ganz eingesunken ist", sagt Lindblad gegenüber BBC Newsbeat. "Das ist etwas, worauf ich mein ganzes Leben lang hingearbeitet habe. Dass es nun wahr geworden ist, ist extrem besonders, extrem cool."
Der 18-Jährige war im Rekordtempo durch die Nachwuchsformeln marschiert. Nachdem er 2023 mit dem Sieg beim Formel-4-Rennen in Macau erstmals international von sich Reden gemacht hatte, gelang ihm nach nur jeweils einer Saison in Formel 3 und Formel 2 der Aufstieg in die Formel 1.
Beim Debüt direkt in die Punkte
Dort setzte Lindblad schnell ein erstes Ausrufezeichen. Bei seinem Debüt in Australien qualifizierte er sich als Neunter und fuhr im Rennen auf den achten Platz vor, was ihm direkt die ersten vier Weltmeisterschaftspunkte einbrachte.
In den darauffolgenden Rennen in China, Japan und Miami blieb er zwar ohne Punkte, belegt jedoch aktuell den zwölften Rang in der Weltmeisterschaft. Damit liegt er nur zwei Positionen hinter seinem erfahreneren Teamkollegen Liam Lawson.
Ein besonderes Augenmerk legt Lindblad auf seine Wurzeln. Vor dem Saisonauftakt besuchte er Delhi, weil seine Mutter britisch-indischer Herkunft ist. Ein potenzielles Rennen in Indien würde für den Rookie eine große Bedeutung haben. "Ich fahre unter britischer Flagge, also ist es schon ziemlich cool, ein Heimrennen zu haben. Wenn es ein zweites gäbe, wäre das ebenfalls sehr speziell", so Lindblad.
Stolz auf seine indischen Wurzeln
Über die Umsetzbarkeit eines solchen Grand Prix macht er sich jedoch keine Illusionen: "Ich kenne die Details nicht oder wie realistisch es ist, aber es würde mir viel bedeuten", sagt er.
Die Formel-1-Saison 2026 war zuletzt von einem ungewöhnlichen Rhythmus geprägt. Nach den Absagen der Rennen in Saudi-Arabien und Bahrain gab es eine fünfwöchige Unterbrechung, bevor der Grand Prix in Miami stattfand. Nun gibt es die nächste Pause, bis der Tross am 24. Mai zum Großen Preis von Kanada nach Montreal reist.
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