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In Suzuka suchte Aston Martin den Schulterschluss mit Honda

Foto: LAT Images

Trotz des schwierigen Starts in die neue Formel-1-Ära 2026 gibt sich die Führungsetage von Aston Martin gelassen. Mike Krack, der sportliche Leiter des Teams aus Silverstone, stellte nach dem Großen Preis von Japan klar, dass das Verhältnis zum neuen Motorenpartner Honda intakt sei. "Es gibt keine Probleme", betonte der Luxemburger angesichts von Spekulationen über teaminterne Spannungen.

Der Wechsel von Mercedes-Kundenmotoren hin zu einer exklusiven Partnerschaft mit Honda galt als der entscheidende Schritt, um Lawrence Strolls Vision eines Weltmeistertitels zu verwirklichen. Bisher blieb der Erfolg jedoch aus.

Der von Adrian Newey entworfene AMR26 kämpft sowohl mit der Performance als auch mit der Zuverlässigkeit. Insbesondere starke Vibrationen der Honda-Antriebseinheit, die Batterien beschädigten und sogar gesundheitliche Bedenken bei den Fahrern auslösten, prägten die ersten Saisonwochen.

Beim Heimrennen von Honda in Suzuka wurde Teambesitzer Lawrence Stroll beim Handschlag mit HRC-Präsident Koji Watanabe beobachtet. Auf die Frage, ob dies ein Zeichen für einen "Friedensschluss im Honda-Land" sei, reagierte Krack mit einem Lachen.

Versöhnliche Signale in der Heimat von Honda

"Es gab keine Notwendigkeit, Frieden zu schließen, da wir eine gute Beziehung haben", erklärte er. "Wir wussten, dass dies das Heimrennen unseres Partners ist. Wir haben großen Respekt vor Honda und haben gesehen, wie viel Arbeit in die Lösung unserer Probleme investiert wurde."

Laut Krack sei es eine Frage des Respekts gewesen, alles zu versuchen, um das Rennen zu beenden. Die Kommunikation zwischen den Standorten Sakura und Silverstone laufe kontinuierlich. "Wir haben das vorher besprochen, so wie wir es die ganze Woche über und auch in der nächsten Woche besprechen werden. Es gibt keinen Grund für eine Versöhnung, weil es schlichtweg keine Konflikte gibt", so Krack weiter.

Erste Zielankunft für Fernando Alonso

Der Grand Prix in Japan markierte einen kleinen Meilenstein für das Projekt: Fernando Alonso sah zum ersten Mal in dieser Saison die Zielflagge. Sportlich blieb das Ergebnis mit Platz 18 jedoch ernüchternd. Der Spanier lag 30 Sekunden hinter Sergio Perez im Cadillac und über eine Minute hinter den Punkterängen.

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Krack mahnt zur Geduld und zum Zusammenhalt innerhalb der Organisation: "Als Team darf man sich nicht selbst zerfleischen. Wir befinden uns in einer schwierigen Situation und müssen das Positive aus den letzten drei Monaten mitnehmen." Seit den ersten Tests in Barcelona Ende Januar habe das Team kaum Runden drehen können. Dass man nun ins Ziel komme, sei in der Formel 1 zwar eigentlich der Standard, in der aktuellen Lage aber ein wichtiger Schritt.

Ein "großer Berg" liegt vor dem Team

Die Prioritäten verschieben sich nun von der Standfestigkeit hin zur Schnelligkeit. "Sobald die Zuverlässigkeitsprobleme gelöst sind, konzentriert sich jeder auf die Leistung", analysiert Krack. "Wir haben gesehen, dass wir große Schritte machen müssen. Es sind keine kleinen Schritte mehr, wie wir sie jetzt bei der Zuverlässigkeit gemacht haben. Wir müssen die Pause nutzen, um den ersten Schritt zu tun, aber es ist ein großer Berg, den wir erklimmen müssen."

Feierstimmung herrsche im Lager von Aston Martin trotz der Zielankunft nicht. Dennoch habe man laut Krack einen Teil der bescheidenen Ziele, die man sich für das Wochenende gesteckt hatte, erreicht. Nun gelte es, die Lücke zur Konkurrenz sukzessive zu schließen.

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