Aston Martin: Honda nennt Zeitplan für das Antriebsupdate
Dank Honda-Chefingenieur Shintaro Orihara wissen wir, wann der neue Motor für Aston Martin erstmals an den Start gehen soll
Aston Martin darf sich im Sommer auf einen neuen Motor freuen
Foto: LAT Images
Laut Honda ist das große Motoren-Upgrade bei Aston Martin für den Grand Prix in Zandvoort geplant. "Wir arbeiten hart daran, unseren Job zu erfüllen und in den Niederlanden neue Power an den Start zu bringen", so Honda-Chefingenieur Shintaro Orihara. "Das ist unser Ziel."
Am Chassis des AMR26 sind dabei, so die Aussagen des Chefingenieurs, keine großen Anpassungen nötig. "Unser Fokus liegt darauf, die Leistung des Motors zu verbessern", erklärt Orihara. "Zudem werden wir die Vorkammer anpassen und die Form der Brennkammer ändern, um die Leistung unseres Verbrennungsmotors zu steigern."
Zwar hätte Honda durch ihre ADUO-Einstufung die Möglichkeit, zwei Upgrades für ihren Motor an den Start zu bringen. Schließlich liegt die Verbrenner-Komponente der Power-Unit laut FIA-Ranking mehr als vier Prozent hinter dem Maßstab von Red Bull. Doch seit dem Rennen in Spielberg wissen wir, dass sich der Konzern in diesem Jahr auf ein großes Upgrade beschränkt.
Für eben dieses arbeitet man laut Orihara unter anderem am B-Level und am Schmiersystem des Motors. Auf eine genaue PS-Zahl möchte sich der Chefingenieur aber nicht festlegen, zumindest nicht öffentlich: "Ich kenne die Zahl auf dem Prüfstand, aber die kann ich nicht preisgeben. Statt eines kleinen Schrittes streben wir einen größeren Sprung an."
"Aber", gesteht Orihara, "in der Formel 1 gibt es keine Magie. Ich glaube also nicht, dass wir zu Mercedes oder Red Bull in einem Schritt aufholen können. Aber wir werden einen durchaus guten Schritt machen."
Das Upgrade für Zandvoort ist dabei nur einer von vielen Schritten. Während derzeit das angekündigte Upgrade vorbereitet wird, arbeitet man laut Informationen von Motorsport-Total.com in Sakura (Japan) separat am Motor für 2027.
Mit den Getriebe-Problemen, die Fernando Alonso und Lance Stroll des Öfteren thematisieren, hängt das kommende Upgrade allerdings nicht direkt zusammen. "Das ist ein anderes Thema", so Orihara. Mit der neuen Power-Unit möchte man sich im nächsten Schritt auf die Fahrbarkeit des Motors konzentrieren und diese verbessern.
Die Schwachstellen der Power-Unit hören jedoch nicht bei der Leistung oder der Fahrbarkeit auf. Auch das Gewicht oder die Zuverlässigkeit haben Aston Martin schon einige Kopfschmerzen bereitet. Vibrationen hatten in den ersten paar Rennen sogar dafür gesorgt, dass Alonso und Stroll keine volle Renndistanz beenden konnten.
2026 gibt es für den in Silverstone beheimateten Rennstall wohl kaum noch große Punkte abzustauben. Ein einziger Zähler steht für das ehemalige Jordan-Team bislang zu Buche, und selbst diesen konnte Alonso nur nach einer Strafe gegen Sergio Perez einfahren. Ansonsten bleibt das Projekt rund um Adrian Newey bislang eine Serie aus Pleiten, Pech und Pannen.
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