Aston-Martin-Klartext: "Bis 2027 wird sich nichts verbessern"
Martin Brundle befürchtet, dass Aston Martin frühestens 2027 echte Fortschritte machen wird - Die laufende Saison werde weiterhin ein "Albtraum" bleiben
Lance Stroll schaffte es 2026 noch bei keinem Grand Prix ins Ziel
Foto: LAT Images
Alle Fans von Aston Martin und Fernando Alonso sollten sich keine großen Hoffnungen machen, dass der Rennstall in der Formel-1-Saison 2026 noch die Wende schafft. Zumindest Experte Martin Brundle erwartet, dass auch der Rest des Jahres "schmerzhaft" werden wird.
"Es ist ein Albtraum, wie man es auch dreht und wendet", sagt der ehemalige Formel-1-Pilot gegenüber Sky und erklärt: "Ihnen fehlt es sowohl an Geschwindigkeit als auch an Zuverlässigkeit." Aston Martin liegt aktuell auf dem elften und letzten WM-Platz.
Selbst Formel-1-Neuling Cadillac ist besser in die Saison gestartet, während Alonso bislang lediglich bei einem Grand Prix die Zielflagge sah. Teamkollege Lance Stroll schaffte es an den ersten drei Rennwochenenden überhaupt noch nicht ins Ziel.
"Und in Zeiten von gnadenlosen Formel-1-Kalendern und Kostenobergrenzen wird es sehr schwierig werden, das in der verbleibenden Zeit noch zu ändern", befürchtet Brundle, der neben Aston Martin selbst vor allem auch Motorenpartner Honda in der Pflicht sieht.
"Bei Honda müssen sie die richtigen Leute holen und den richtigen Kurs einschlagen", fordert Brundle, der jedoch auch knallhart betont: "Bis 2027 wird sich nichts verbessern. Es ist ein Albtraum, und wir werden dieses Elend einfach mit ansehen müssen."
"Natürlich werden sie sich bis zu einem gewissen Grad verbessern", vermutet der ehemalige Teamkollege von Michael Schumacher, "aber manchmal fehlen ihnen pro Runde drei, vier Sekunden. Das ist im Vergleich zu den Topteams fast wie eine andere Kategorie."
Zuletzt beim Qualifying in Suzuka belegten Alonso und Stroll die letzten beiden Plätze. Auf die Pole-Zeit von Mercedes-Pilot Kimi Antonelli fehlten Alonso am Ende knapp 3,9, Stroll sogar gut 4,1 Sekunden. In Q1 waren es rund 2,7 beziehungsweise 3,0 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit.
Laut Brundle kann so ein großer Rückstand in diesem Jahr nicht mehr aufgeholt werden. Grundsätzlich ist es zwar auch möglich, eine solche Lücke schließen, "aber es wird noch eine Weile dauern", warnt Brundle.
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