Aston Martin mit Stop-and-Go: Aber immerhin "ein paar Runden gedreht"
Lance Stroll hatte in Melbourne "keinen guten Tag", Fernando Alonso und Adrian Newey finden bei zweistelligem Rundenrückstand zumindest positive Krümel
In Melbourne des Öfteren gesehen: Lance Stroll wird mit seinem Aston Martin in die Box geschoben
Foto: AFP
"Idealerweise schaffen wir fast das gesamte Rennen", hörte man Fernando Alonso am Samstag noch hoffnungsvoll in die Mikrofone der versammelten Medien in Melbourne sagen. Im Vorlauf des Großen Preises von Australien 2026 war von einer "Vollkatastrophe" oder von maximal 25 Runden die Rede.
Am Sonntag brachte der Spanier dann nicht mal die auf den Asphalt im Albert Park. Am Ende wurden es für den 44-Jährigen, inklusive längerem Boxenstopp, nur 21 Runden. Aber, und das ist hier die "gute Nachricht", an die sich das Team klammert: "Beide Boliden standen am Start", fasst Adrian Newey die missliche Lage zusammen.
Aston Martin habe laut des Teamchefs immerhin unter "Wettbewerbsbedingungen wertvolle Erkenntnisse über den AMR26" sammeln können. "Als uns aber relativ schnell klar wurde, dass wir um die Punkteränge ohnehin nicht mitkämpfen können, haben wir die Autos an die Box geholt, um sie einmal komplett durchzuchecken", so Newey weiter.
Vibrationen "pures Gift" für Material
Alonso hebt dabei die positiven Aspekte des Australien-Wochenendes heraus. "Heute konnten wir mit beiden Autos die Einführungsrunde, den Start und die Boxenstopps durchspielen. Für Außenstehende klingt das nach absoluter Routine, aber in Bahrain waren wir zu den Zeiten in den Tests gar nicht mehr auf der Strecke."
Lance Stroll konnte immerhin noch ein wenig mehr Daten für Aston Martin sammeln. Der Kanadier wuchtete seinen Boliden mit mehreren Stop-and-Go-Phasen immerhin "ganze" 43 von 58 Runden um den Kurs in Melbourne.
Ihm selbst machten die mehrfach angesprochenen Vibrationen des Aston dabei körperlich nicht so viel aus wie dem Material selbst. "Körperlich stecke ich das gut weg, ich kann den Boliden schon am Limit bewegen. Das Problem ist eher, dass diese ständigen Erschütterungen pures Gift für den Motor und die restlichen Komponenten sind.”
Zweckoptimismus oder Flucht nach vorn?
Als positiv wollte Stroll das Wochenende dennoch nicht verbuchen. "Wir haben das Rennen mit 15 Runden Rückstand beendet." Das Team habe "das gesamte Wochenende über mit massiven Problemen gekämpft". "Das war absolut kein guter Tag." (Zum Rennbericht)
Einen kleinen Trost findet der Kanadier dann aber doch noch: Sie hätten immerhin "ein paar Runden drehen können". Teamchef Newey präzisiert die missliche Lage: "Die Daten und Lektionen, die wir an diesem Wochenende gesammelt haben, werden uns beim nächsten Grand Prix extrem weiterhelfen."
Für Honda war es immerhin "ein Schritt in die richtige Richtung". Alonso flüchtet derweil in Zweckoptimismus und prophezeit, dass Aston Martin durch das missliche Wochenende in Australien für China definitiv besser gerüstet sein wird. Schlechter kann es eigentlich auch gar nicht mehr laufen.
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