Aston Martin: Testdebüt von Fernando Alonso "sehr beeindruckend"

Aston-Martin-Teamchef Mike Krack hat der erste Auftritt von Fernando Alonso beim Test in Abu Dhabi sehr gefallen: Gutes Feedback und eine Menge Motivation

Aston Martin: Testdebüt von Fernando Alonso "sehr beeindruckend"
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Fernando Alonso hat sein neues Team Aston Martin bei seinem ersten Testeinsatz in Abu Dhabi begeistert: "Das war sehr beeindruckend", lobt Teamchef Mike Krack das Debüt des 41-Jährigen, der von Alpine die Freigabe erhalten hatte und mit dem AMR22 97 Runden auf dem Yas Marina Circuit drehen konnte zum Ergebnis.

Krack stellt besonders das Feedback des zweimaligen Weltmeisters heraus, von dessen Effizienz er ziemlich beeindruckt war: "Es war jedes Mal auf den Punkt, und in beide Richtungen war es sehr freundlich und offen. Wir sind wirklich zufrieden damit, wie dieser Tag verlaufen ist."

Für Aston Martin beginnt damit eine neue Zeitrechnung, nachdem sich der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel in den Ruhestand verabschiedet hat. Vettel und Alonso seien dabei recht unterschiedlich, wie der Teamchef meint: "Sie haben verschiedene Hintergründe. Einer ist Südländer, der andere Deutscher. Das macht einen großen Unterschied."

"Aber was sie gemeinsam haben, ist der Fokus", so Krack, "der Fokus auf Verbesserung, der Fokus auf Fortschritt, und auch die Isolierung dessen, was uns voranbringt, anstatt vielleicht ins Detail zu gehen."

Alonsos Feuer bringt Aston Martin Motivation

Der Teamchef ist überzeugt davon, dass Alonso noch einmal etwas mitbringen wird, was sein Team motivieren wird. Er erinnert dabei an die Szene aus dem Mexiko-Grand-Prix, als der Spanier nach seinem technisch bedingten Ausfall mächtig sauer war: "Er war frustriert darüber, dass er nicht Siebter geworden ist. Das ist ein Beispiel an Hingabe und Motivation", lobt Krack.

"Wenn man jemanden mit dieser Leidenschaft und diesem Siegeswillen hat, dann denke ich, dass er sich auf das Team auswirkt, und das konnten wir deutlich sehen, denn alle waren wirklich froh, diesen Mann im Auto zu haben", sagt er. "Ich denke, dass er mit seiner eigenen Leidenschaft und seinem Siegeswillen einen weiteren Funken auf das Team überspringen lässt."

Auch Technikchef Dan Fallows schließt sich den Worten seines Teamchefs an und glaubt, dass Alonso das Team voranbringen kann: "Aus technischer Sicht ist es wichtig, dass wir Fahrer haben, die in der Lage sind, gutes Feedback zu geben", sagt er.

"Ich sage nicht positives Feedback, denn das ist nicht immer der Fall. Aber gutes Feedback und die Fähigkeit zu beschreiben, wie sie sich im Auto fühlen, das ist sehr wichtig für uns", so Fallows, der betont, dass Stammpilot Lance Stroll in dieser Hinsicht sehr gut sei. Und: Er glaubt nicht, dass Aston Martin durch den Abgang von Sebastian Vettel diesbezüglich etwas abgehen wird.

Das muss nicht zwingend eine negative Spitze in Richtung des Deutschen sein, sondern bedeutet einfach, dass auch Alonso gutes Feedback abgibt und ihn gut ersetzt.

Geht es mit Alonso und Stroll nach vorne?

Der Rennstall möchte 2023 wieder weiter nach vorne, nachdem es unter dem neuen Namen bislang nur zwei siebte Plätze in der Konstrukteurs-WM gegeben hatte. In der abgelaufenen Saison hatte man Platz sechs gegen Alfa Romeo punktgleich nur aufgrund des schlechteren Einzelergebnisses verpasst.

"Nächstes Jahr wollen wir ein Auto bauen, das deutlich besser ist", betont Fallows. "Wir wollen diesen Fortschritt sehen und müssen sicherstellen, dass wir Fahrer haben, die das Maximum aus ihm herausholen können."

Das sei bei Stroll und Alonso der Fall: "Mit Lance haben wir einen Fahrer, der das Auto fahren kann, und Fernando besitzt eine Menge Erfahrung und hat schon oft bewiesen, dass er das ebenfalls kann. Wir haben ein sehr aufregendes Fahrer-Line-up."

Auch nach Fahrerkarriere bei Aston Martin?

Für Alonso könnten es mit seinen 41 Jahren aber die beiden letzten als aktiver Fahrer in der Formel 1 werden. Alpine hatte ihm auch über die Formel 1 hinaus ein Angebot für die Zeit danach gemacht, doch das hatte er abgelehnt. Gibt es ähnliche Möglichkeiten auch bei Aston Martin?

"Wir hatten schon sehr gute Gespräche mit ihm", sagt Teamchef Krack zu diesem Thema. "Meiner Meinung nach kann das über Fahren hinausgehen. Dass Fernando zu uns gekommen ist, war ein zentraler Punkt und wir müssen schauen, wie es sich entwickeln wird. Ich glaube aber, dass er für die Zukunft des Teams eine wichtige Rolle spielen kann."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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