Audi-Fehlstart in Barcelona: Auto vorsichtshalber frühzeitig geparkt
Audis Einstand als Werksteam verlief holprig - Ein technischer Defekt stoppte Gabriel Bortoleto nach nur 27 Runden - Das Team hat die Ursache gefunden
Gabriel Bortoleto im Formel-1-Test mit Audi
Foto: Formel 1
Der Auftakt zu den Formel-1-Testfahrten in Barcelona verlief für Audi nicht wie erhofft: Ein technisches Problem sorgte dafür, dass der Arbeitstag der Ingolstädter am Dienstag vorzeitig beendet war.
Aktuell findet auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya ein fünftägiger Test unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, bei dem die Teams im Zeitfenster vom 26. bis 30. Januar jeweils drei Tage auf die Strecke dürfen.
Für Audi markiert dieser Test den ersten offiziellen Auftritt als Werksteam in der Königsklasse nach der vollständigen Übernahme des Sauber-Rennstalls. Die deutsche Marke tritt erstmals als Antriebshersteller an, passend zum neuen Reglement, das den Fokus stärker auf elektrische Energie legt.
Zwar hatte der Audi-Erstling, der R26, bereits am 9. Januar in Barcelona seine ersten Kilometer absolviert, doch der erste Tag der kollektiven Testfahrten brachte Probleme mit sich. Gabriel Bortoleto sorgte gegen 11:30 Uhr Ortszeit für eine rote Flagge, nachdem ein technischer Defekt aufgetreten war. Damit war der Tag für Audi nach nur 27 Runden gelaufen.
Bortoleto: "Besser jetzt als beim ersten Rennen"
"Ein etwas kurzer Tag", gibt der Brasilianer unumwunden zu. "Wir haben am Morgen eigentlich einen ganz ordentlichen Job gemacht, einige Runden abgespult und Dinge getestet. Es ging in die richtige Richtung."
Dennoch ist sich der Rookie der Natur dieser frühen Testfahrten bewusst: "Wie wir alle wissen, ist das ein Test. Da kann alles passieren und wir rechnen damit, hier und da auf Probleme am Auto zu stoßen. Leider haben wir ein paar Probleme gefunden, die uns im Grunde schon ab dem Vormittag von der Strecke genommen haben. Ich bin also nicht wirklich viel gefahren heute."
Bortoleto versucht, das Positive zu sehen: "Man erwartet solche Dinge. Wir finden jetzt alles, damit wir es hoffentlich nicht beim nächsten Test oder gar beim ersten Saisonrennen erleben."
"Insgesamt würde ich sagen: Wenn wir gefahren sind, war es positiv. Es war gut, ein paar Runden mit dem neuen Auto, dem neuen Reglement, der Power-Unit und allem drum und dran zu drehen. Hoffentlich kann ich an meinem nächsten Tag ein paar Runden mehr fahren."
Team spricht von Vorsichtsmaßnahme
Zum eigentlichen Stillstand auf der Strecke erklärt der Audi-Pilot: "Wie gesagt, es war auch eine Vorsichtsmaßnahme. Wir haben entschieden, nicht weiterzufahren, bis wir das Problem vollständig verstanden haben, um das Auto dann wieder auf die Strecke zu schicken und einen sauberen Stint zu haben."
Audi ging nicht ins Detail, was genau den Defekt verursacht hat, betonte aber, dass sich das Problem nicht wiederholen werde. Ein Sprecher des Teams gab zu Protokoll: "Wir haben ein Problem entdeckt und entschieden, das Auto als Vorsichtsmaßnahme anzuhalten. Wir haben die Ursache inzwischen identifiziert und werden sie für den Rest der Woche beheben."
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