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"Auf jeden Fall konkurrenzfähiger": McLaren besser als 2019, aber ...

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"Auf jeden Fall konkurrenzfähiger": McLaren besser als 2019, aber ...
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Co-Autor: Christian Nimmervoll

Bei McLaren sieht man sich deutlich besser aufgestellt als 2019 - Weil aber auch Racing Point und Renault Fortschritte gemacht haben, ist der WM-Kampf noch härter

"Wir liegen in der Konstrukteurs-WM wieder auf P3", zeigt sich McLaren-Teamchef Andreas Seidl nach dem Großen Preis von Belgien zufrieden. Dank Platz sieben von Lando Norris in Spa ist man wieder an Racing Point vorbeigezogen und liegt nun zwei Zähler vor dem Mercedes-Kundenteam. Trotzdem ist Seidl nach dem Wochenende nur bedingt glücklich.

Der Teamchef spricht sogar von "Schadensbegrenzung", nachdem Carlos Sainz das Rennen gar nicht aufnehmen konnte und Norris gleich beim Start zwei Plätze verlor. "Wenn man im Verkehr hinter Autos steckt, die eigentlich langsamer sind, dann beeinträchtigt das dein Rennen ziemlich", erinnert Seidl. So wurde man am Ende unter anderem von beiden Renaults geschlagen.

"Ich denke, wir waren nicht so weit davon weg, mit den Renaults kämpfen zu können", ärgert sich Seidl. Denn bei freier Fahrt sei die Pace von Norris sehr gut gewesen, was "ermutigend" sei. Gleichzeitig spricht Seidl von "verpassten Möglichkeiten", weil man durchaus die Chance gehabt hätte beide Autos in die Punkte zu bringen. So waren es am Ende "nur" sechs Zähler.

Seidl erwartet Ferrari-Comeback

Zudem lief es bereits im Qualifying am Samstag bei Norris nicht rund. "Er hatte keinen Windschatten auf seiner Runde in Q3, als es gezählt hat", erklärt Seidl. Deswegen wurde der Brite im letzten Qualifyingabschnitt Zehnter und Letzter. "Positiv" sei allerdings gewesen, dass man am Sonntag dann vor Racing Point und vor Ferrari gelandet sei.

In der WM liegt McLaren aktuell zwei Punkte vor Racing Point, sieben vor Ferrari und neun vor Renault. Schon mit einem schlechten Wochenende könnte man also gleich mehrere Plätze verlieren. Das weiß auch Seidl, der sich deswegen so darüber ärgert, in Spa nicht die Maximalausbeute mitgenommen zu haben. Sorgen macht er sich vor allem wegen Ferrari.

Die Scuderia blieb in Spa ohne Punkte, doch Seidl warnt: "Wir dürfen nicht unterschätzen, dass Ferrari wegen der Erfahrung, der Manpower und der Infrastruktur die Fähigkeit hat, während der Saison zurückzuschlagen. Ich bin mir sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bevor das passiert. Das macht es noch schmerzhafter, dass wir [in Spa] nicht mehr Punkte geholt haben."

Ein gutes Beispiel dafür, wie schnell das Kräfteverhältnis von einem Wochenende zum nächsten kippen kann, lieferte gerade Renault. Blieben die Franzosen in Spanien noch ohne WM-Punkte, holte man in Belgien mit P4 und P5 nun das beste Saisonergebnis. "Wir haben bereits in Silverstone gesehen, dass Renault auf solchen Strecken stark ist", erinnert Seidl.

McLaren sicher: Racing Point hat das schnellere Auto

Daher erwartet er, dass die Franzosen auch beim kommenden Rennen in Monza wieder eine harte Nuss sein werden. "Da waren sie auch im vergangenen Jahr stark", erinnert er. Ziel sei es daher für McLaren zunächst einmal, wieder mit beiden Autos Q3 zu erreichen. "Das wäre für den Sonntagnachmittag eine gute Position, damit wir um Punkte kämpfen können", so Seidl.

Leicht wird das aber nicht. "Ich erwarte, dass es gegen die Racing Points und Renaults wieder eng werden wird", gesteht der Teamchef, der aber auch weiß, dass Ferrari nach der schwachen Vorstellung in Spa vermutlich erneut Probleme haben wird. Doch wer hat im Mittelfeld, zu dem man in diesem Jahr auch Ferrari zählen muss, aktuell das beste Auto?

"Das ist momentan schwierig zu beurteilen", grübelt Seidl, der erklärt, dass noch nicht genug Rennen gefahren wurden, um eine abschließende Antwort zu geben. Der Teamchef erklärt: "Ich denke weiterhin, dass der Racing Point defintiv das drittschnellste Auto im Feld ist. Dann gibt es einen sehr engen Kampf zwischen den Ferraris, uns und den Renaults."

"Wir haben ein gutes und konstantes Paket - unabhängig vom Steckenlayout", weiß Seidl, und auch Lando Norris sagt über den MCL35: "Er ist auf jeden Fall konkurrenzfähiger. Nicht viel, und ich denke, dass Renault noch immer auf unserem Level ist. Im vergangenen Jahr waren wir auf einem Niveau mit Renault, also haben sie auch einen großen Schritt gemacht."

McLaren besser als 2019 - aber die anderen auch!

Racing Point, da stimmt er seinem Teamchef zu, sei dagegen an McLaren vorbeigezogen. Dass man selbst auch Fortschritte gemacht habe, das erkenne man daran, dass die Lücke zur Spitze kleiner geworden sei. Weil aber auch die direkten Gegner im Mittelfeld Fortschritte gemacht haben, ist der WM-Kampf für McLaren nicht weniger hart als im vergangenen Jahr.

"Wir müssen dafür sorgen, dass wir in diesem Jahr so weitermachen und es mit ins nächste Jahr nehmen", fordert Norris und erklärt: "Ich denke, der Bereich, in dem wir das Auto am meisten verbessert haben, sind die Konstanz, die Fahrbarkeit und die schnellen und mittelschnellen Kurven." In langsamen Kurven sei der Schritt dagegen noch nicht groß genug gewesen.

"Da haben wir, zum Beispiel im Vergleich zu Renault, Probleme", hält er fest und erklärt: "Deswegen sind manche Strecken sehr gut für uns. Bei einigen anderen ist das Gegenteil der Fall." Weil jedes Team in einem anderen Bereich Vorteile habe, könne sich das Kräfteverhältnis im engen Mittelfeld dieses Jahr eben von Woche zu Woche ändern.

Laut Seidl wird es daher wichtig sein, das Maximum aus jedem Wochenende mitzunehmen. Dazu seien Dinge wie die Zuverlässigkeit und eine perfekte Runde im Qualifying wichtig. "Ich denke, das wird letztendlich die Meisterschaft entscheiden", so Seidl. In Belgien hatte McLaren genau in diesen Bereichen Probleme. In Monza soll es am Wochenende besser laufen.

Weitere Co-Autoren: Luke Smith. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Teams McLaren F1 Team
Urheber Ruben Zimmermann