Aufatmen bei Bearman: Haas-Pilot nicht mehr von Rennsperre bedroht
Noch steht Oliver Bearman bei zehn Strafpunkten, doch das wird sich bis zum Rennen in Kanada ändern - Erstes großes Update von Haas soll wieder einen Sprung bringen
Oliver Bearman steht noch bei zehn Strafpunkten
Foto: LAT Images
Oliver Bearman kann vor dem anstehenden Formel-1-Rennen in Kanada erst einmal aufatmen, denn der Haas-Pilot wird beim Grand Prix nicht mehr unmittelbar von einer Rennsperre bedroht sein. Der Brite war mit zehn Strafpunkten in die Saison gestartet und damit nur noch zwei Zähler von einer Sperre entfernt, doch am Samstag verfallen zwei seiner Punkte.
Die hatte Bearman vor knapp einem Jahr in Monaco gesehen, weil er unter roter Flagge ein anderes Auto überholt hatte. Weil noch vier Punkte für einen weiteren Rotverstoß in Silverstone, zwei Punkte für eine Kollision in Monza, ein Punkt für gefährliche Fahrweise in Brasilien sowie ein Punkt für mehr als einen Spurwechsel in Abu Dhabi hinzukamen, stand er vor der neuen Saison bei zehn Zählern.
Somit durfte sich Bearman zu Saisonbeginn kein gröberes Vergehen leisten, wenn er nicht ein Rennen Zuschauer sein wollte, doch der Haas-Pilot hielt sich bis jetzt schadlos und wird am Samstag auf "nur" noch acht Punkte fallen (zur aktuellen Übersicht der Strafpunkte).
Allerdings ließ die FIA die Fahrer auch an der langen Leine: 2026 wurde noch kein einziger Strafpunkt vergeben.
Sollte die FIA ihre laxe Einstellung behalten, müsste er sich aber auch mit acht Punkten keine großen Sorgen machen. Und nach vier weiteren Rennen verfallen am 5. Juli die nächsten vier Punkte, sodass Bearman, der 2024 in Baku für den damals gesperrten Kevin Magnussen einspringen durfte, dann endgültig aus der Gefahrenzone wäre.
Wichtiges Update von Haas
Doch Strafpunkte dürften für den Youngster nur eine untergeordnete Rolle im Kopf spielen. Vielmehr strebt er nach zwei enttäuschenden Wochenenden wieder echte Punkte an. Bearman hatte zu den positiven Überraschungen des Saisonstarts gehört und lag zeitweise in der WM sogar auf Rang fünf, bevor der Unfall in Suzuka und ein punkteloses Rennen in Miami kamen.
Haas wusste jedoch, dass Miami schwierig werden könnte, da viele Teams dort ihr erstes großes Updatepaket gebracht hatten. Bei den Amerikanern steht jedoch jetzt in Kanada die Verbesserung des Autos ins Haus, mit der man hofft, wieder einen Sprung in Richtung Spitze des Mittelfeldes machen zu können.
"Die anderen haben in Miami einen großen Schritt gemacht, und hoffentlich können wir diesen Schritt auch gehen, um für das Wochenende in Montreal wieder da anzuknüpfen, wo wir eigentlich waren", sagt Bearman.
Wird Duell mit Alpine neu aufgelegt?
Zuletzt hatte vor allem Alpine einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht und liegt nun fünf Punkte vor Haas. "Sie haben ihre Konkurrenzfähigkeit echt verbessert", muss Bearman eingestehen. "Aber das Ziel wird sein, den Kampf mit den anderen aufzunehmen - und natürlich auch mit Alpine, wenn wir können."
"Ich glaube, sie haben sich Schritt für Schritt gefunden und in Miami eine gute Performance gezeigt", lobt er die Konkurrenz. "Realistisch gesehen sind sie im Moment einen Schritt vor uns, aber wir haben noch einiges in der Pipeline, das uns hoffentlich näher an sie heranbringen sollte."
"Aber der Kampf ist jetzt wirklich eng, auch mit Audi. Sogar die Racing Bulls waren konkurrenzfähig. Und Williams hat in Miami doppelt gepunktet. Das Mittelfeld rückt extrem eng zusammen. Es ist wirklich sehr, sehr eng, wie es im Mittelfeld eben immer ist."
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