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Aufregung nach TV-Bericht: Alles klar für Sergio Perez und Red Bull?

Der englische TV-Sender 'Sky' hat am Sonntagabend berichtet, dass alles auf eine Einigung zwischen Sergio Perez und Red Bull für die Formel-1-Saison 2021 hindeutet

Aufregung nach TV-Bericht: Alles klar für Sergio Perez und Red Bull?

Sogar der sonst so kritische Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko war nach dem Grand Prix von Abu Dhabi mit der Leistung von Alexander Albon zufrieden: "Es war eines seiner besten Rennen", sagt er im Interview mit 'motorsport.com'. Doch die Entscheidung, ob der 24-jährige Thailänder auch 2021 Formel-1-Rennen fahren darf, ist zumindest offiziell nach wie vor nicht getroffen.

Am Sonntagabend versetzte 'Sky'-Reporter Ted Kravitz in seinem 'Notebook' die mexikanischen "Checo"-Fans in Aufregung, als er berichtete, dass es Marko und Christian Horner seines Wissens nach gelungen sei, Dietrich Mateschitz davon zu überzeugen, Sergio Perez für 2021 unter Vertrag zu nehmen. Albon könnte dann Test- und Ersatzfahrer werden.

Die Entscheidung, so Kravitz, könnte bereits am Montag bekannt gegeben werden, oder sonst an einem anderen Tag in der Woche nach dem Saisonfinale. Gegenüber 'Motorsport-Total.com' möchte sich Marko nur darauf festlegen, dass man sich noch "vor Weihnachten" entscheiden und es wahrscheinlich noch "mindestens" eine Woche dauern werde.

"Wir werden darüber nachdenken und dann unsere Entscheidung treffen", sagt der Österreicher. Jetzt, wo die Saison beendet ist, müsse man noch einmal gründlich "durch alle Daten gehen. Es gibt viele Dinge, die wir uns anschauen müssen." Und vor dem zweiten Red-Bull-Fahrer wird man, voraussichtlich am Mittwoch, Yuki Tsunoda als AlphaTauri-Fahrer vorstellen.

Hülkenberg nur Zuschauer an der Seitenlinie

Sollte die Wahl tatsächlich auf Perez fallen, könnten dessen Leistungen in Bahrain letztendlich den Ausschlag für ihn und gegen Nico Hülkenberg gegeben haben. Perez konnte Red Bull genau studieren, und mit dem Ausfall an dritter Stelle liegend im ersten und dem Sieg im zweiten Bahrain-Rennen hat er bewiesen, dass er einer ist, der seine Chancen nutzt.

Das ist eine Reputation, die Hülkenberg nicht unbedingt genießt. Und #Hulkenback hatte darüber hinaus den entscheidenden Nachteil, dass er, anders als Perez, nicht auf der Rennstrecke beweisen konnte, wie gut er in Form ist. Während er bei den Kollegen von RTL im Studio saß und zum Zuschauen verdammt war, konnte Perez auf der Strecke Eigenwerbung betreiben.

Die ersten Kontakte wurden lange vor Perez' Galavorstellungen in Bahrain geknüpft. Im Sachir-Paddock wurde er einmal bei einem Gespräch mit Marko fotografiert, das im Nachhinein als Smalltalk abgetan wurde: "Ich habe nur mit ein paar Bekannten geredet." Nach seinem Sieg im zweiten Rennen lud er Horner auf einen Tequila in die Hotelbar ein.

"Die besten Jahre liegen noch vor mir"

Aber selbst wenn es nicht klappen sollte, ist Perez nach seinem ersten Grand-Prix-Sieg "im Reinen" mit sich: "Ich bin entschlossener denn je, in der Startaufstellung zu stehen. Wenn nicht nächstes Jahr, dann das Jahr darauf. Es gibt ein paar gute Optionen für 2022, falls 2021 nicht klappt. Ich bin 30 Jahre alt. Die besten Jahre meiner Karriere liegen noch vor mir."

"Wir wissen, dass die Leute in der Formel 1 ein sehr kurzes Gedächtnis haben. Wenn das der Fall ist, ist das gut für mich", lächelt der Mexikaner, der trotz zweier verpasster Rennen (wegen COVID-19-Erkrankung) mit 125 Punkten Vierter in der Fahrer-WM wurde. Zum Vergleich: Albon schaffte im mutmaßlich besseren Auto 105 Punkte und landete auf Rang sieben. Ohne Rennpausen.

Bereits in Bahrain hatte Perez gegrinst: "Ich suche immer noch nach einem Job!" Nachdenklich fügte er an: "Es waren auch schon Fahrer wie Ocon einmal ein Jahr ohne Cockpit. So ist die Formel 1 leider. Kann schon hart sein, weil nicht immer die besten Fahrer am Start sind."

 

Job als Ersatzfahrer für 2021 nur Plan B

Immerhin hat Perez auch einen Plan B, und der lautet: 2021 Ersatzfahrer bei einem Topteam, wie er selbst sagt (Mercedes?), und 2022 wieder Rennen fahren. "Ich kann nicht zu sehr ins Detail gehen, aber das ist eine Möglichkeit. Andererseits will ich nicht zu 23 Rennen fliegen, wenn ich dann eh nicht fahren kann."

Welches der Topteams ihm ein Angebot als Ersatzfahrer gemacht hat, das verrät Perez nicht. Klar ist, dass die Perspektive für einen dritten Fahrer attraktiver ist als in normalen Zeiten, denn wie schnell es geht, dass ein Stammfahrer mitten in einer Pandemie ausfällt, das weiß Perez a) selbst ganz genau und hat b) das Beispiel Lewis Hamilton gezeigt.

Trotzdem: "Ich bin in einer Phase meiner Karriere, in der ich Rennen fahren will. Und wenn ich nicht fahren kann, dann ist es sehr hart, zu allen Rennen zu fliegen. Daher mache ich mir keinen Stress, sondern ich warte ab, was die nächsten Wochen bringen. Ich bin jedenfalls fest entschlossen zurückzukehren. Wenn nicht 2021, dann 2022."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Fahrer Sergio Perez
Teams Red Bull
Urheber Christian Nimmervoll