Aufregung um Hamiltons Nasenpiercing: Was wirklich dahinter steckt

Lewis Hamilton musste wegen seines Nasensteckers in Singapur bei den Stewards vorstellig werden - Warum er den Schmuck jetzt wieder dauerhaft trägt

Aufregung um Hamiltons Nasenpiercing: Was wirklich dahinter steckt
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Das Schmuckverbot im Cockpit sorgte in dieser Formel-1-Saison schon für so manche Diskussion. Gerade schien Ruhe eingekehrt zu sein, da wurde es erneut zum Thema - weil Lewis Hamilton beim Qualifying zum Grand Prix von Singapur sein Nasenpiercing trug. Was folgte, war eine Vorladung zu den Stewards.

Am Ende wurde Hamilton freigesprochen. Auf die Frage, warum er den Nasenstecker behielt, obwohl er ihn zuletzt vor dem Wettkampf immer entfernt hatte, sagt der Mercedes-Pilot: "Ich habe nicht versucht, damit irgendeine Aussage zu treffen."

"Offensichtlich habe ich meinen Schmuck und meinen Nasenstecker schon seit Jahren. Und natürlich hatten wir diese ganze Aufregung am Anfang des Jahres. Sie haben mir damals für viele Rennen eine Ausnahmegenehmigung erteilt, nicht für therapeutische Zwecke, sondern bis ich eine Lösung gefunden hatte."

Hamilton mit "ziemlicher Wunde an der Nase"

"Dann habe ich es herausnehmen lassen und versucht, eine Lösung zu finden, habe es eingesetzt und wieder herausgenommen. Dadurch hat es sich infiziert. Und diese Infektion entwickelte sich immer weiter", erklärt Hamilton. "Ich hatte eine Blutblase. Ich hatte also eine ziemliche Wunde an der Nase."

Der Brite ließ diese behandeln und bekam ein neues Piercing eingesetzt. "Damit hat es in den vergangenen zwei Wochen angefangen zu heilen, und sie haben mich gebeten, es drin zu lassen. Es ist also verrückt, dass wir über so etwas Kleines reden müssen."

Schließlich hatten auch die Rennkommissare in dieser Sache ein Einsehen. Nachdem Hamilton einen Brief seines Arztes vorlegte und sich der stellvertretende Medizinische Delegierte der FIA, Dr. Ian Roberts, dessen Meinung anschloss, ließen sie den Briten gewähren und sahen von einer Strafe für ihn ab.

Schmuckverbot löst kein Sicherheitsproblem

Hamilton nutzte die Gelegenheit dennoch, um noch einmal gegen das außer seiner Sicht kleinkarierte Schmuckverbot zu schießen. "Ich nehme alles andere raus", beteuert er mit Blick auf andere Schmuckstücke, die er vor dem Fahren ablegt.

"Eine der Ausreden, die man mir vor langer Zeit gab, bezog sich auf Hitze. Also wenn man in einem Feuer ist und das Metall (des Schmucks; Anm. d. R.) die Hitze. Aber unser Anzug ist auch bedeckt damit. Unsere Gürtel, unser Reißverschluss ist aus Metall, unsere Schnalle, unser Helm enthält Metall", so Hamilton."

"Ich weiß also nicht so recht. Es ist ein bisschen albern aus meiner Sicht. Die Stewards sollten vor allem für unsere Sicherheit sorgen, aber das ist kein Sicherheitsproblem."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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