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Aus Angst vor Mercedes: Red Bull wollte bei Verstappen-Vertrag "nicht pokern"

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Aus Angst vor Mercedes: Red Bull wollte bei Verstappen-Vertrag "nicht pokern"
Autor:
Co-Autor: Roberto Chinchero
09.01.2020, 08:43

Mit seinem neuen Red-Bull-Vertrag steigt Max Verstappen in die absolute Riege der Bestverdiener der Formel 1 auf: Aus Angst vor Mercedes wollte Red Bull nicht pokern

Dass sich Max Verstappen zu einem so frühen Zeitpunkt langfristig an Red Bull bindet, war für viele eine große Überraschung. Der Niederländer hatte am Dienstag seine Vertragsverlängerung bis 2023 bekannt gegeben und damit Vertrauen in seinen Rennstall bewiesen - obwohl man ihn bislang nicht mit WM-fähigem Material ausstatten konnte.

Doch die Vertragsverlängerung hat sich Verstappen königlich bezahlen lassen. 'Auto Bild motorsport' spricht von mindestens 60 Millionen Euro, die der 22-Jährige bis Ende 2023 kassiert, Informationen von 'Motorsport.com' zufolge soll Verstappen knapp 40 Millionen Euro pro Jahr verdienen, womit er natürlich einer der absoluten Topverdiener der Formel 1 wäre.

"Billig war der neue Vertrag nicht", gibt Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko gegenüber 'Auto Bild motorsport' zu, "aber ich hatte keine Lust zu pokern." Genaue Zahlen gibt der Österreicher aber nicht heraus.

Im Grunde kann das aber als erster Vorläufer der neuen Budgetgrenze gesehen werden: Weil Red Bull ab 2021 sparen muss, hat man Ressourcen übrig, die man in andere Bereiche investieren kann - wie die Fahrer. Denn deren Gehalt fällt nicht mit unter die neue Obergrenze. So kann man sich den Luxus Max Verstappen in den nächsten vier Jahren leisten.

Red Bull musste tief in die Tasche greifen, ansonsten hätte die Gefahr bestanden, sein Juwel an die Konkurrenz zu verlieren. Bei Ferrari ist für 2021 neben Charles Leclerc noch ein Platz frei, bei Mercedes laufen sogar die Verträge von beiden Fahrern aus. "Ich hatte große Sorgen, Max an Mercedes zu verlieren", sagt Marko.

Jetzt ist der Niederländer aber vier Jahre an den Rennstall gebunden - wie es heißt ohne besondere Ausstiegsklausel. Nur eines hätte man Verstappen zusichern müssen: einen konkurrenzfähigen Motor. Den besitzt man aktuell mit Honda, die sich auch zu einem gewissen Teil an Verstappens Gehalt beteiligen, wie es heißt - sogar von 50 Prozent ist die Rede.

Noch hat sich der Hersteller jedoch nicht über 2021 hinaus an die Formel 1 gebunden. Doch darüber macht sich Marko keine Sorgen: "Ich bin optimistisch, dass sie weitermachen werden", sagt er.

Mit Bildmaterial von LAT.

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