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Ayao Komatsu zufrieden: Haas im Mittelfeld konkurrenzfähig dabei

Haas-Teamchef Ayao Komatsu sieht sein Team nach Bahrain im Mittelfeld - und lobt die Fortschritte beim komplexen Power-Unit-Management

Ayao Komatsu zufrieden: Haas im Mittelfeld konkurrenzfähig dabei

Esteban Ocon in seinem Haas VF-26 beim Bahrain-Test

Foto: LAT Images

Haas-Teamchef Ayao Komatsu zeigt sich nach der ersten Testwoche in Bahrain zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. In einem extrem komplexen neuen Reglement sieht er sein Team solide im engen Mittelfeld positioniert.

"Vier Teams sind klar vorne, dahinter gibt es eine größere Gruppe im Mittelfeld - und wir sind irgendwo in dieser Gruppe", erklärt Komatsu. Für eines der kleinsten Teams im Feld sei das angesichts der gewaltigen technischen Umstellung ein starkes Signal.

Eine genaue Standortbestimmung sei allerdings kaum möglich. Unterschiedliche Motormodi, variierende Benzinmengen und vor allem die komplexe Energierückgewinnung erschwerten jeden Vergleich. Schon eine nicht optimale Outlap könne bei einer Quali-Simulation schnell drei Zehntel kosten.

Enge Zusammenarbeit mit Ferrari

Haas setzt weiterhin auf eine Power-Unit der Scuderia Ferrari, doch das Zusammenspiel sei deutlich anspruchsvoller geworden. Früher sei der Motor eher "Plug-and-Play" gewesen, so Komatsu - heute sei das nicht mehr der Fall.

"Man muss sehr eng zusammenarbeiten - mit Ferrari, mit den Fahrern, mit den Chassis- und Renningenieuren. Es ist ein viel größerer Teamaufwand als früher." Die bisher gezeigte robuste Laufleistung des Ferrari-Motors ist damit auch für Haas ein gutes Zeichen.

Die Trennung zwischen Grip-limitierter und Power-limitierter Performance sei zwar grundsätzlich möglich, doch der Analyseaufwand sei enorm gestiegen. Trotzdem betont Komatsu: Die zusätzliche Komplexität habe die Entwicklung nicht verlangsamt.

Keine verpassten Meilensteine

Besonders stolz ist der Teamchef auf den strukturierten Testablauf. Der Shakedown in Fiorano sei "monumental" gewesen, ebenso der schnelle Turnaround nach Barcelona. Dort absolvierte Haas bereits am ersten Tag 154 Runden - eine ungewöhnlich hohe Laufleistung für das Team.

Ein technisches Problem am zweiten Testtag in Barcelona sei nur deshalb frühzeitig entdeckt worden, weil man zuvor so viele Kilometer gesammelt habe. "Wenn wir am Montag nicht so viel gefahren wären, hätten wir das Problem vielleicht erst hier in Bahrain entdeckt", erklärt Komatsu.

Aus seiner Sicht habe das Team bislang keinen wichtigen Schritt ausgelassen: erst Zuverlässigkeit und Kilometer sammeln, dann das Power-Unit-Management stabilisieren und schließlich größere Set-up- und Aero-Scans durchführen. In der kommenden Testphase soll nun Feintuning im Fokus stehen.

Prozesse entscheidend für 24 Rennen

Dass Melbourne ganz andere Anforderungen stellen wird als Bahrain, ist Komatsu bewusst. Doch entscheidend sei weniger die reine Streckencharakteristik als die Verfeinerung der Abläufe.

"Diese Prozesse müssen wir für 24 Rennen in deutlich kürzerer Zeit perfektionieren", betont er. Überraschungen werde es immer geben - entscheidend sei, wie schnell ein Team darauf reagieren könne.

Für Haas ist die erste Standortbestimmung jedenfalls positiv: Keine verpassten Testtage, solide Kilometerleistung und ein Platz im dicht gedrängten Mittelfeld. Für ein kleines Team in einem Jahr des großen Reglement-Umbruchs ist das bereits ein Erfolg.

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