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Haas-Teamchef Ayao Komatsu glaubt, dass das Energiemanagement zu Beginn der Saison für Differenzen sorgen wird - Er fürchtet "beängstigende" Zeitunterschiede

"Beängstigend": Haas-Teamchef fürchtet Unterschiede durch Energiemanagement

Haas-Teamchef Ayao Komatsu fürchtet die großen Zeitunterschiede

Foto: Haas/Audi Haas/Audi

Die Formel 1 wird sich durch das neue Reglement in dieser Saison grundlegend verändern: Aufgrund des erweiterten Energiemanagements, mit dem die Fahrer künftig konfrontiert sein werden, kann es im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutliche Unterschiede geben - nicht nur im Rennen, sondern auch im Qualifying.

Haas-Teamchef Ayao Komatsu erwartet vor allem zu Saisonbeginn, wenn sich die Teams und Fahrer noch an die veränderten Bedingungen gewöhnen müssen, große Differenzen. "Ich denke, in den ersten Rennen werden, zumindest am Anfang, einige Probleme sichtbar werden", meint der Japaner.

Dabei handelt es sich jedoch nicht um "Probleme, dass das Auto ausfällt, sondern Probleme, den Energieeinsatz für das Qualifying oder während des Rennens nicht optimal zu gestalten", mahnt der Ingenieur. Das sei etwas, worauf man sich aktuell wirklich konzentrieren müsse, um die Verfahren durchzugehen und die Konsistenz sicherzustellen.

Zwar können die Teams bei den bevorstehenden Testfahrten in Bahrain noch einmal wichtige Erfahrungen sammeln und "ein hohes Maß an Konsistenz" erreichen, doch in Melbourne gehe es unter völlig anderen Bedingungen weiter, betont Komatsu. "Das wird eine riesige Herausforderung sein."

Teamchef: Ingenieur und Fahrer müssen zusammenarbeiten

"Ich denke, es wird für die meisten von uns eine steile Lernkurve werden", sagt der Japaner, wobei die Zusammenarbeit zwischen Fahrer und Team künftig noch wichtiger wird. "Ich denke nicht, dass man Fahrer und Ingenieure in diesem Fall trennen kann. Das ist die gute und die schlechte Seite dieser neuen Regelung."

"Fahrer und Ingenieure müssen wirklich viel enger zusammenarbeiten als zuvor, wenn es um das Energiemanagement geht - wie viel wir den Fahrern auf jeder Runde im Rennen abverlangen können. Es ist also wirklich Teamarbeit, Fahrer eingeschlossen. Es ist wirklich ein gemeinsames Unterfangen."

"Ich denke, die Fans werden sofort sehen, wenn jemand nicht richtig vorgeht, beispielsweise beim Start der Qualifikationsrunde auf der Start-Ziel-Geraden vor Kurve 1, wenn jemand nicht schnell genug ist. Man merkt sofort, dass etwas nicht stimmt. Ich denke, das wird besonders zu Beginn sehr deutlich sichtbar sein."

Mögliche Zeitunterschiede sind "beängstigend"

Der Haas-Teamchef betont jedoch, dass das nicht für alle Teams gelten muss. "Ich hatte noch keine Zeit, die GPS-Daten der anderen Fahrer genauer auszuwerten", gibt Komatsu zu. "Vielleicht hat Mercedes diese Inkonsistenz nicht. Aber die Datenerfassung hängt stark von den Bedingungen und dem Fahrer ab, und die Software muss absolut zuverlässig funktionieren."

"Daher besteht zu Saisonbeginn eine größere Anfälligkeit", glaubt der Japaner. Und genau diese Anfälligkeit könnte in den ersten Runden zu großen Zeitunterschieden im Qualifying und auch im Rennen führen, noch bevor die reine Performance der Autos und Motoren im gesamten Feld berücksichtigt wird.

"Ich denke, wenn etwas schiefgeht, wird es ziemlich offensichtlich sein, denn wir sprechen hier nicht von einer Zehntelsekunde", betont Haas-Teamchef Komatsu. "Man kann sehr leicht eine halbe Sekunde, oder sechs bis sieben Zehntel verlieren. Das ist das Beängstigende."

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