"Beängstigend": Renault warnt vor Motoren-Tabula-Rasa 2021

Renault-Boss Cyril Abiteboul warnt davor, das Motorenreglement für 2021 völlig umzukrempeln, weil ein ausgeglichenes Feld Zeit und Geld kostet

2021 soll ein neues Motorenreglement Einzug in die Formel 1 halten. Bereits im vergangenen Jahr wurde beschlossen, das aktuelle 1,6-Liter-Turbokonzept beizubehalten, dafür aber einige Veränderungen vorzunehmen: etwa eine Abschaffung der MGU-H oder ein höheres Drehzahllimit. Details sollen erst später folgen, doch bei Renault findet man es wichtig, dass es keinen kompletten Neuanfang gibt.

"Von ganz vorne anzufangen, wäre ziemlich beängstigend", sagt Renault-Teamchef Cyril Abiteboul gegenüber 'Motorsport.com'. Er würde diese Situation gerne vermeiden, weil es schon seit Beginn der Turboära viel Zeit und Geld gekostet habe, bis schwächere Motoren kein unüberwindbares Handicap mehr waren.

Mercedes hat in den vier Jahren seit Beginn des neuen Reglements alle acht Titel geholt und war das absolut dominante Team. Erst in der vergangenen Saison konnten Ferrari und zum Teil auch Red Bull (mit Renault-Motoren) zu den Silberpfeilen aufschließen. "Das ist das, was man möchte: einen Unterschied, bei dem ein Team aber nicht von seinem Motorenpartner von Siegen oder einer ordentlichen Arbeit abgehalten wird", so Abiteboul.

Wie es ab 2021 aussehen wird, wird sich erst noch in den kommenden Monaten entscheiden, doch bei Renault ist man zuversichtlich, dass man sich auf ein gutes Reglement einigen wird: "Ich denke, dass jeder gewillt ist, konstruktive Gespräche zu führen und schnell zu einer Lösung zu kommen", so der Franzose, der gleichzeitig aber warnt: "Wir werden uns zu keinem neuen Motor verpflichten, ohne dass wir wissen, wie die Formel 1 2021 aussehen wird."

Mit Informationen von Matt Beer

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