Beide Cadillac im Ziel, aber: Sergio Perez kollidiert mit Teamkollege Valtteri Bottas
Cadillac bringt in China beide Autos ins Ziel, aber nicht ohne Schreckmoment: Sergio Perez kollidiert mit Teamkollege Valtteri Bottas, nimmt die Schuld allerdings auf sich
Sergio Perez und Valtteri Bottas sind nach dem Start kollidiert
Foto: LAT Images
Cadillac sah beim Großen Preis von China zwar mit beiden Autos die Zielflagge, doch eine teaminterne Kollision zwischen Sergio Perez und Valtteri Bottas ließ den Puls bei allen Beteiligten höherschlagen. Zum Glück blieb der Kontakt kurz nach dem Start für beide Piloten ohne größere Folgen. (Das Rennergebnis im Überblick)
"Ja, das war alles meine Schuld", räumt Perez im Anschluss an das Rennen ein. Der Mexikaner wollte sich in Kurve 3 auf der Innenseite an seinem Teamkollegen vorbeischieben, übersah dabei allerdings, dass auf der Außenseite auch noch Fernando Alonso (Aston Martin) unterwegs war.
"Ich habe die Lücke gesehen und wollte sie nutzen", ergänzt der Cadillac-Pilot. "Aber Valtteri hatte offensichtlich keine Ausweichmöglichkeit. Leider hat mich das letztendlich das Rennen gekostet, weil ich mich gedreht und viel Zeit verloren habe."
"Das ist das schlimmste Gefühl, das man haben kann, für mich selbst und für das Team", gibt Perez zu. "Glücklicherweise ist nichts Schlimmes passiert. Der Vorfall war meiner Meinung nach einfach eine Fehleinschätzung von mir. Zum Glück ist nichts passiert."
Kein Cadillac-Ärger zwischen Bottas und Perez
Auch nach dem Rennen herrschte zwischen den beiden Cadillac-Piloten kein Groll. "Ich denke, so sollte es sein, wenn keine bösen Absichten zwischen Teamkollegen bestehen und man sich den Vorfall ansieht", betont Perez, der sich im Anschluss direkt mit dem Finnen ausgetauscht habe.
"Es ist wichtig, sich sofort zu entschuldigen und zu erkennen, dass man einen Fehler gemacht hat. So ist es nun mal, manchmal macht man Fehler", sagt der 36-Jährige, der allerdings "froh" ist, dass sein Teamkollege das Rennen trotz eines kleinen Schadens an seinem Cadillac beenden konnte.
"Ein großes Stück des Unterbodens auf der linken Seite fehlte, das hat nicht geholfen", verrät Bottas. "Ich habe den Kontakt gespürt, wusste aber nicht wirklich, dass er da war. Aber am Ende ist alles gut, und ich bin sehr glücklich über Platz 13 in unserem zweiten Rennen für das Team, bereits nah an den Punkten."
"Natürlich gab es viele Ausfälle, aber es ist ein gutes Ergebnis für uns", ergänzt der Finne, der seinen ersten Cadillac-Punkt allerdings um 44 Sekunden verpasste. "Natürlich fehlt uns noch Tempo; wir sehen, dass wir im Moment fast nur mit Aston Martin kämpfen können, aber immerhin können wir mit ihnen kämpfen. Wenn wir andere Teams schlagen wollen, brauchen wir mehr Leistung."
Sergio Perez kämpft mit technischen Problemen
Und Perez? Der Cadillac-Pilot startete nach seinem Dreher eine Aufholjagd und schaffte es sogar, den Anschluss an das Feld wiederherzustellen. "Im zweiten Stint wollte ich Valtteri mit dem Überholmodus überholen, als mir der Motor aussetzte", berichtet Perez. "Die Batterie war leer, wodurch ich etwa fünf Sekunden verloren habe."
Später seien dann noch einmal "15 oder 20 Sekunden" hinzugekommen, ergänzt der 36-Jährige, der trotz der technischen Probleme ein zufriedenstellendes Fazit zieht: "Insgesamt ist es positiv, dass wir mit beiden Autos ins Ziel gekommen sind."
Während Perez schlussendlich den 15. Platz belegte, wurde Teamkollege Valtteri Bottas auf dem 13. Platz gewertet. "Negativ ist, dass wir in vielen Bereichen noch einiges verbessern müssen, um sicherzustellen, dass wir keine Positionen auf der Strecke verlieren und viel besser vorbereitet in die Rennen gehen", sagt Perez.
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