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Beinahe-Unfall im Fiat Punto: Nordschleife fordert selbst F1-Stars

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Beinahe-Unfall im Fiat Punto: Nordschleife fordert selbst F1-Stars
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Fahrten im Leihwagen, Beinahe-Unfall im Fiat Punto, heimliche Runde am Rennwochenende: Die Nürburgring-Nordschleife lockt die Stars der Formel 1

Die Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring finden zwar seit 1984 auf der Grand-Prix-Strecke statt, doch der Reiz der Nordschleife packt auch die heutigen Formel-1-Stars. Die über 20 Kilometer lange, seit 1927 im Verlauf nahezu unveränderte Strecke lockt die Fahrer selbst am Rennwochenende, wenn sie sich eigentlich auf ihr Rennen konzentrieren sollten.

McLaren-Pilot Carlos Sainz beispielsweise gibt zu, sich am Mittwoch im Vorfeld des Großen Preises der Eifel in einem Leihwagen in der "Grünen Hölle" vergnügt zu haben: "Jedes Mal, wenn ich hierherkomme, gehe ich auf die Nordschleife. Das ist ein Muss! Es waren drei Runden in einem geliehenen Audi A6. Eigentlich sollte ich das nicht sagen, denn das könnte mich in Schwierigkeiten bringen!"

"Ich mache das immer. Mein Vater hat hier am 24-Stunden-Rennen teilgenommen. Er kennt die Strecke also sehr gut. Als ich hier 2014 in der World Series by Renault gefahren bin, hat er mir die Strecke beigebracht." Er war damals keine 20 Jahre alt.

Auch Lokalmatador Sebastian Vettel hat die Strecke früh kennengelernt: "Beim ersten Mal war ich 17 Jahre alt und bin mit meinem Privat-PKW auf der Nordschleife gefahren. Da hatte ich einen furchtbaren Moment. Nach dem Schwedenkreuz hätte ich fast einen Unfall gebaut, weil ich Bremsenfading hatte."

Sein Fehler: "Ich bin das Auto wie einen Sportwagen gefahren, was es auch war, aber der war absolut nicht für die Nürburgring-Nordschleife ausgelegt."

Ricciardo mit Anfängerfehler

Ähnlich erging es Daniel Ricciardo bei seinem ersten Versuch: "2008 bin ich sie mit meinem privaten Fiat Punto gefahren. Und ob ihr es glaubt oder nicht: Ich habe es selbst damit geschafft, von der Strecke zu rutschen!"

Offenbar hat er den typischen Anfängerfehler im Adenauer Forst begangen, der aus zahlreichen Touristenfahrten-Compilations auf Youtube sehr bekannt ist: "Es ging blind links herum bergauf und plötzlich machte die Kurve richtig zu. Darauf war ich nicht vorbereitet. Deshalb bin ich über den Randstein hinaus rausuntersteuert und bin quer über das Gras gefahren."

Jackie Stewart, Nürburgring-Nordschleife, 1973

Die Formel 1 fuhr noch bis in die 70er-Jahre auf der Nordschleife Rennen (hier 1973)

Foto: LAT

Wie die meisten an dieser Stelle konnte er einen Einschlag verhindern, da es sich um eine der wenigen Stellen mit einer großzügigen Auslaufzone handelt. "Das war mein vorerst letztes Mal. Aber ich werde [an diesem Wochenende] zurückkommen. Diesmal werde ich langsamer fahren." Auch Ferrari-Ass Charles Leclerc will an diesem Rennwochenende die Nordschleife noch erkunden.

Youngster Lando Norris hingegen verkörpert die neue Generation: Persönlich ist er die Nordschleife noch nie gefahren, hat aber unzählige Runden auf ihr im Sim-Racing absolviert: "Ich habe keine einzige Runde [in echt] gedreht, aber vom Online-Racing kenne ich sie auswendig. Ich möchte sie unbedingt fahren."

Allerdings will er sich zunächst auf seinen Job konzentrieren: "Ich bin für das Rennwochenende hier. Da möchte ich vorher nichts Dummes machen. Vielleicht kann ich am Sonntagabend oder Montag vor dem Flug eine Runde oder so abspulen. Ich denke, jeder im Motorsport möchte irgendwann mal auf der Nordschleife fahren. Das steht definitiv auf meiner To-Do-Liste und ist hoffentlich nicht mehr lange hin."

Vettel: F1 auf Nordschleife nicht ausgeschlossen

Natürlich gibt es auch immer wieder das Thema, ob die Formel 1 wieder auf der Nordschleife fahren soll. 1976 fand das letzte Rennen dort statt - mit unrühmliche Ausgang. Die Strecke ist fantastisch, da sind sich alle Fahrer einig. "Sie ist schmal, sie ist Old-School", sagt Ricciardo. Sainz und Vettel finden, dass sie "richtig Spaß" macht.

Man höre und staune: Vettel hält eine Rückkehr der Formel 1 nicht für ausgeschlossen. "Ich habe das 24-Stunden-Rennen verfolgt und bin großer Fan der Nordschleife. Es wäre fantastisch, wenn wir das machen würden. Die Strecke müsste neu asphaltiert und glatter werden. Es wäre die ultimative Herausforderung."

Ricciardo gibt sich hingegen keinen Illusionen hin: "Jetzt mit der Formel 1 dort [Rennen] zu fahren, ist ein bisschen unrealistisch."

Mit Bildmaterial von Gruppe C GmbH.

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