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Bernie Ecclestone: Hamilton-Erfolge nicht mit Schumacher vergleichbar

Ex-Zampano Bernie Ecclestone kritisiert die "Fahrhilfen" der aktuellen Generation und sieht Ähnlichkeiten zwischen Hamilton und Ayrton Senna

Bernie Ecclestone: Hamilton-Erfolge nicht mit Schumacher vergleichbar

Der Grand Prix der Eifel könnte in die Formel-1-Geschichtsbücher als jenes Rennen eingehen, in dem Lewis Hamilton den Siegrekord von Michael Schumacher einstellen konnte. Dem Mercedes-Piloten fehlt nur noch ein Triumph auf die magische Zahl 91. Die vielen Vergleiche, die im Vorfeld angestellt werden, findet Ex-Zampano Bernie Ecclestone allerdings unpassend.

Der Brite ist der Ansicht, dass die Ära Schumacher nicht mit der aktuellen Dominanz von Hamilton vergleichbar ist. Im Interview mit der französischen Presseagentur 'AFP' erklärt er: "Schumi ist das Auto mehr oder weniger allein gefahren. Hamilton hat Gott weiß wen, der ihm hilft und sagt, wie der Reifendruck aussieht oder sein Kurvenspeed."

Der bald 90-Jährige spricht an, was bereits viele Experten in der Vergangenheit kritisiert haben: Der Einfluss des Piloten scheint in den vergangenen Jahrzehnten immer geringer geworden zu sein. "In der Vergangenheit habe ich immer Alain Prost bewundert, er war auf sich allein gestellt, sobald die Flagge geschwenkt wurde. So läuft das heutzutage aber nicht mehr."

 

Ecclestone betont allerdings auch, dass Hamilton für diese Entwicklung selbst nicht verantwortlich ist und man ihm deshalb auch sein Talent nicht absprechen dürfe. "Man kann nichts Schlechtes über Lewis sagen. Man kann nicht sagen, er ist nicht gut. Das ist nicht der Punkt", unterstreicht der Brite.

Hamilton sei "super talentiert" und wohl einer der Top-5-Piloten der vergangenen 30 Jahre. Auch der Weltmeister des Jahres 1979, Jody Scheckter, äußerte sich auf Twitter zum WM-Führenden und dessen Platz in der Geschichte des Sports. Er widersprach seinem Kollegen Jackie Stewart, der Hamilton nicht zu den Top 3 zählte.

Für Stewart ist Hamilton nicht in einer Kategorie mit den ganz Großen zu finden, sein Vorteil durch die Mercedes-Dominanz sei "fast unfair" gegenüber der Konkurrenz. Deshalb könne man seine Triumphe nicht mit jenen von Schumacher oder Fangio vergleichen, findet der Schotte.

 

Ecclestone ist ähnlicher Meinung, auch wenn er sich fragt: "War er besser als Michael? Wäre Michael besser in seinem Auto? Das lässt sich nicht sagen." Für den ehemaligen Formel-1-Chef ist allerdings klar: Hamilton unterscheidet sich in seinem ganzen Lebensstil eindeutig von vergangenen Fahrergenerationen.

Als Beispiel führt er den Kleidungsstil des Briten ins Treffen. "Würde man nicht wissen, dass Lewis ein Rennfahrer ist, würde man es nicht erkennen, wohingegen man bei Nelson [Piquet] und Schumi sofort erkannt hat, dass sie Rennfahrer sind."

Für jene Legenden habe es im Leben nur Racing gegeben, bei Hamilton sei das hingegen anders, will Ecclestone beobachtet haben. "Er pflegt einen anderen Lebensstil. Von der alten Generation ähnelt Ayrton Senna Lewis am meisten, aufgrund seines religiösen Glaubens denke ich. Bei den anderen Jungs gab es wohl nichts anderes, für das sie gestorben wären."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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