Bernie Ecclestone: Neue Regeln könnten Formel-1-Fans vergraulen
Bernie Ecclestone bezweifelt, dass die neuen Formel-1-Regeln bei den Fans gut ankommen - Er fürchtet, dass sich die Königsklasse zu sehr vom Racing entfernt
Bernie Ecclestone fürchtet, dass die Formel 1 Fans verlieren könnte
Foto: Getty Getty
Die Meinungen zum 2026er-Reglement in der Formel 1 gehen stark auseinander. Während Max Verstappen die neuen Regeln beispielsweise bereits öffentlich stark kritisiert hat, betont Formel-1-Boss Stefano Domenicali, dass man sich keine Sorgen um den Zustand der Königsklasse machen müsse.
Bernie Ecclestone, der die Formel 1 selbst über viele Jahre geleitet hat, sieht es nicht ganz so entspannt wie sein Nachfolger. "Die Formel 1 konkurriert nun mehr mit der Formel E. Vielleicht mögen das die Fans ja, aber ich glaube das nicht", so der inzwischen 95-Jährige gegenüber sport.de.
"Die Gefahr ist, dass wir die Fans verlieren", warnt er und betont, dass die Formel 1 eine Weltmeisterschaft der Fahrer sein müsse, "und nicht eine der Ingenieure". Doch genau dahin könnte sich die Königsklasse unter dem neuen Reglement seiner Meinung nach bewegen.
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"Es geht weniger um Racing. Aber so ist die Entwicklung: noch mehr Regularien, noch mehr Regeln für die Fahrer, tu dies nicht, tu das nicht." Daher werde es unter den Fans "zu Saisonbeginn Verwirrung geben, weil jeder die Formel 1 neu lernen muss", warnt er.
"Ich hoffe sehr, dass ich falsch liege", so Ecclestone über seine Vermutung, dass die Königsklasse durch die neue Komplexität Fans verlieren könnte. Zuvor hatte bereits der viermalige Weltmeister Verstappen erklärt, dass das Energiemanagement unter dem neuen Reglement viel zu wichtig geworden sei.
"Für mich ist das einfach nicht Formel 1", sagte der Niederländer im Rahmen der Wintertestfahrten in Bahrain. Und auch Ecclestone erklärt im Hinblick auf Verstappen, das neue Reglement sei sicherlich nicht "seine Art, Formel 1 zu fahren".
Formel-1-Boss Domenicali sagte dagegen kürzlich über die Kritik an den neuen Regeln, er sei sich "ziemlich sicher, dass all diese Dinge, [...] verschwinden und in Vergessenheit geraten werden", sobald im März die neue Saison in Melbourne beginnt.
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