Formel 1
Bernie Ecclestone: Warum Hamilton bei Ferrari scheitert
Lewis Hamilton kämpft bei Ferrari mit Problemen - und Bernie Ecclestone spart nicht mit Kritik: Auch Teamchef Vasseur bekommt sein Fett weg

Stefan Ehlen
Bearbeitet: 06.11.2025, 12:15
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Fotomontage: Ein nachdenklicher Lewis Hamilton neben einem Ferrari-Logo
Foto: Getty Images
Der frühere Formel-1-Boss Bernie Ecclestone traut es dem siebenmaligen Weltmeister Lewis Hamilton nicht zu, mit Ferrari noch einmal um den Titel zu kämpfen. Ecclestone sagte im Gespräch mit sport.de: "Dort entgleitet ihm alles. Er wollte mit Ferrari Weltmeister werden und ist nun überrascht, dass er es nicht schafft."
Hamilton steht in seinem ersten Jahr bei Ferrari bisher klar im Schatten des langjährigen Ferrari-Fahrers Charles Leclerc. Der Direktvergleich der Teamkollegen fällt deutlich aus: Leclerc war in 15 der bisherigen 20 Qualifyings besser klassiert als Hamilton - und in 15 der bisherigen 20 Grands Prix. Dazu kommen sieben Podestplätze für Leclerc. Hamiltons größtes Highlight bisher war der Sprint-Sieg in Shanghai.
Der aktuelle Zwischenstand in der Formel-1-Fahrerwertung spricht ebenfalls Bände: Leclerc belegt mit 210 Punkten den fünften Platz vor Hamilton, der 146 Punkte gesammelt hat. Zuletzt stieg Hamiltons Formkurve aber deutlich an.
Dennoch glaubt Ecclestone: Hamilton bei Ferrari ist nur noch "ein finanzielles Marketing-Projekt", so beschreibt es der 95-Jährige. Ecclestone sieht Hamilton künftig "mehr etwas mit Mode machen" als in der Formel 1 um den Titel zu fahren, denn Hamilton sei zwar "einer der Besten der zurückliegenden zehn Jahre, aber nicht der Beste".
Kritik auch an Teamchef Vasseur
Kritik übt der frühere Formel-1-Geschäftsführer jedoch auch an Hamiltons Ferrari-Team - konkret an dessen Struktur rund um Teamchef Frederik Vasseur. Der Franzose sei "zu schwach" und "kein Diktator" und deshalb nicht geeignet, um das Traditionsteam aus Maranello wieder an die Spitze zu führen, meint Ecclestone.
Er sagte: "Das Problem ist: Ferrari braucht einen Diktator, um Erfolg zu haben. Denn jeder in Italien redet dort mit und mischt sich ein, wenn es darum geht, was richtig und was falsch ist."
Und die Erwartungen an Ferrari sind hoch: Das dienstälteste Formel-1-Team wartet bereits seit 2007 auf einen weiteren Fahrer-Weltmeister und seit 2008 auf den nächsten Konstrukteurstitel. (Mehr dazu in der Formel-1-Datenbank!)
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