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Formel 1 Las Vegas

Bestes Qualifying der F1-Karriere: Las Vegas der Durchbruch für Sargeant?

Logan Sargeant hat mit Platz sieben sein bestes Qualifying der Formel-1-Karriere absolviert - Williams jubelt über eine reine dritte Startreihe in Blau

Bestes Qualifying der F1-Karriere: Las Vegas der Durchbruch für Sargeant?

Pünktlich zum prestigeträchtigen US-Rennen in Las Vegas (hier live im Ticker verfolgen) hat Logan Sargeant sein bestes Qualifying in der Formel 1 abgeliefert und Platz sieben eingefahren. Durch die Strafversetzung von Ferrari-Pilot Carlos Sainz starten beide Williams damit im Rennen aus der dritten Startreihe.

"Ich denke nicht, dass wir heute viel mehr hätten herausholen können", freut sich der Amerikaner. "Ich denke, wir haben alles gut umgesetzt - und noch wichtiger: Wir haben zwei Autos weit vorne und können versuchen, mit ihnen dort zu bleiben."

Für Sargeant, der sein Cockpit für 2024 als einziger Fahrer noch nicht sicher hat, war das Ergebnis von immenser Bedeutung: "Wir haben so viel reingesteckt, und es ist sehr ärgerlich, wenn man das Potenzial sieht, es in den letzten Rennen aber nicht umsetzt", so der Williams-Pilot.

 

"Und heute wollte ich einfach auf niemanden schauen, außer auf mich selbst, und wollte einfach so gut fahren, wie ich kann."

Dass für Sargeant ein gutes Ergebnis drin ist, hatte sich schon im Training gezeigt, wo er sensationell Platz drei belegt hatte. Und über Platz zwölf in Q1 und Platz neun in Q2 ging es dann in die Top 10, wo er knapp hinter Teamkollege Alexander Albon den siebten Platz holen konnte.

Der Amerikaner weiß aber auch, dass Las Vegas seinem Auto entgegenkam. "Aber trotzdem musste ich noch die Performance umsetzen", betont er und hält es bislang "absolut" für sein bestes Wochenende in der Formel 1.

 

"Das Qualifying war in der Vergangenheit immer eines meiner Stärken", sagt er. "Natürlich war es in diesem Jahr nicht einfach, aber ich habe einfach daran gearbeitet und wollte so sauber wie möglich bleiben. Und dadurch, dass wir an diesem Wochenende einen kleinen Puffer haben, musste ich es nicht erzwingen."

Williams-Teamchef James Vowles hofft, dass Sargeant mit diesem Ergebnis Rückenwind bekommt: "Ich hoffe es. Ich denke, wenn du deinen ersten Punkt holst, ist das ein Wendepunkt für dich", sagt er gegenüber Sky. Das ist aber schon in Austin der Fall gewesen.

"Wenn du anfängst, gegen deinen Teamkollegen zu fahren, der einer der besten der Welt ist, und innerhalb von ein paar Zehnteln liegst, und gegen jeden anderen in der Startaufstellung, dann findest du einen weiteren Wendepunkt", so Vowles weiter. "Das gibt einem das Selbstvertrauen, zu wissen, dass man das nötige Können hat."

Warum es für Sargeant besser läuft

Vowles hatte Sargeant speziell damit beauftragt, ein besseres Gleichgewicht zwischen Risiko und Belohnung zu finden, anstatt zu versuchen, zu viel zu machen - und das ist dem 22-Jährigen in Las Vegas gelungen.

"Eines der wichtigsten Dinge ist es, das Vertrauen zu haben, dass man seinen Platz in den Top 20 der besten Fahrer der Welt verdient hat und Runde um Runde abliefert. Und das hat er heute getan", erklärt Vowles.

"Dafür gibt es ein paar Gründe", sagt er. Der erste ist, dass Sargeant in Las Vegas keinen Erfahrungsnachteil hat, weil kein Pilot bislang eine Runde auf der Strecke gedreht hat.

"Das zweite ist, dass er in den letzten Rennen wirklich gereift ist. Man kann sehen, dass er keine Fehler macht, sondern das ganze Wochenende über eine saubere Ausführung und einen sauberen Aufbau zeigt", so Vowles. "Auch dieses Wochenende ist ein genaues Beispiel dafür. Er hat sich einfach gesteigert und den Risikofaktor mehr und mehr erhöht."

Vowles weiter: "Er macht einen unglaublichen Job und es ist wahrscheinlich schwer, der Welt zu erklären, wie gut er seine Arbeit macht. Es hat ein Jahr gedauert, um dorthin zu gelangen, aber jetzt sieht man das Ergebnis, und die Dividende zahlt sich aus."

Albon: Kommt Las Vegas früher, wird es Top 3

Positiv für Williams ist, dass mit Alexander Albon auch der zweite Fahrer weit vorne ist. Williams hatte Las Vegas schon lange als gute Gelegenheit auf dem Schirm, was laut Albon aber auch mit ein bisschen Druck kommt, weil man dann im Gegensatz zu den letzten Rennen auch liefern muss.

"Und wir haben geliefert", freut er sich.

 

Dabei sagt er, dass er das ganze Wochenende über schon Probleme mit seinen Bremsen hatte. Hinzu kam der Mauerkuss im dritten Training, bei dem sein Rad wegflog. "Das nimmt dir natürlich etwas Selbstvertrauen", sagt er. "Ich musste das im Qualifying erst wieder aufbauen, aber in Q3 war es wieder mehr oder weniger da."

Am Ende steht neben Zandvoort Williams' bestes Qualifying der Saison zu Buche, obwohl der Rennstall seine Entwicklung schon seit längerem auf 2024 verlagert hat. Daher ist Albon überzeugt: "Wäre Vegas das achte Rennen der Saison gewesen, dann wären wir in den Top 3 gewesen."

Sargeant: Williams hat für andere ein "nerviges Auto"

Teamchef Vowles sagt, dass er von einem solchen Ergebnis vor dem Wochenende geträumt habe, auch wenn er wusste, dass das Auto in Las Vegas schnell sein würde. "Es gibt einige Elemente auf der Strecke, die unserem Auto definitiv liegen. Eines davon ist die Temperatur", sagt er. "Ich trage hier so gut wie jede Schicht, die ich habe."

"Aber beide Autos in den Top 10 zu haben, schön in den Top 10, innerhalb von sechs Zehnteln von der Poleposition, das ist eine großartige Leistung."

Gerne würde das Team die Positionen auch im Rennen behalten, und theoretisch besitzt Williams ja auch ein Auto, das schwer zu überholen ist: "Ich denke, wir haben auf den Geraden ein sehr nerviges Auto für die anderen", sagt Sargeant. "Das werden wir versuchen, zu unserem Vorteil zu nutzen."

Vowles glaubt allerdings, dass sein Team nach dem guten Qualifying ein paar Probleme haben könnte. "Es gibt einige Teams, die schneller sein werden", sagt er.

Dass Williams aber als einziges Team neben Ferrari beide Autos in die Top 10 gebracht hat, könnte ein Vorteil für sie sein.

Für Albon dürfte im Rennen viel darauf ankommen, was das Thema Graining macht, das bei den kühleren Temperaturen zu erwarten ist: "Wenn es Graining gibt, dann kann jeder überholt werden", sagt er. "Dann bist du eine oder eineinhalb Sekunden langsamer und anfällig gegen jeden. Der Trick ist, kein Graining zu bekommen. Und das ist nicht einfach."

Williams selbst hatte am Freitag stark mit Graining zu kämpfen, "aber wir haben heute ein paar Set-up-Änderungen durchgeführt. Das lief zwar vielleicht gegen das Qualifying-Auto, aber ist ein stärkerer Fokus auf das Auto im Rennen. Hoffentlich wird uns das helfen."

Weitere Co-Autoren: Amanda Curi. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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