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Binotto gibt zu: Ferrari hat sich nach erstem Test sicher gefühlt

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Binotto gibt zu: Ferrari hat sich nach erstem Test sicher gefühlt
Autor:
Co-Autor: Scott Mitchell
24.12.2019, 13:04

Ferrari ging als Winterkönig in die Formel-1-Saison 2019, um beim Saisonauftakt in Melbourne bitter enttäuscht zu werden - Die High- und Lowlights der Italiener

Als am 18. Februar die ersten Formel-1-Autos der Generation 2019 aus den Garagen in Barcelona rollten, strotzte Ferrari vor Selbstvertrauen. Sebastian Vettel setzte die erste Testbestzeit des neuen Jahres, Charles Leclerc wiederholte die Bestzeit tags darauf. Die Scuderia manövrierte sich selbst in die Favoritenrolle - ein Irrtum.

"Wir waren definitiv sehr schnell in der ersten Testwoche. Wir dachten zumindest, dass wir sehr stark wären", gibt Mattia Binotto in der Nachbetrachtung zu. "Ehrlich gesagt dachten wir, dass wir einen klaren Performance-Vorteil gegenüber allen Konkurrenten hätten."

Eine halbe Sekunde Vorsprung rechnete sich Ferrari auf die Konkurrenz nach der ersten Testwoche aus. "Wir hatten viel Selbstbewusstsein, dass wir eine positive Saison erleben würden." Das war auch dem ersten Feedback der Fahrer geschuldet. Vettel und Leclerc berichteten von "viel Grip, besonders im Heck und guter Stabilität beim Bremsen".

Australien-Pace war "kalte Dusche" für Ferrari

Im Gesamtklassement der ersten Testwoche belegten Leclerc und Vettel die Ränge acht und neun. In der zweiten Testwoche fuhr der Deutsche die absolute Bestzeit (1:16.221 Minuten). "Wir wussten, dass wir es mit einer komplett neuen Reifensituation zu tun haben, da die Reifen neu waren. Es war sehr kalt, aber das Feedback beider Fahrer war sehr positiv."

Vettel und Leclerc seien beide sehr glücklich mit der Balance des Fahrzeugs gewesen. Allerdings reagierte die Konkurrenz schnell: Mercedes brachte bereits in der zweiten Testwoche die ersten Updates. "Wenn man sich die besten Zeiten der zweiten Woche ansieht, sind wir genau die gleiche Zeit gefahren wie Hamilton", weiß Binotto. 0,003 Sekunden lag der Brite am letzten Tag hinter Ferrari.

"Er konnte unsere Pace also mitgehen, was bedeutet hat, dass er schneller war." Besonders in der zweiten Woche experimentierten die Teams mit wenig Sprit und verschiedenen Motorenmodi. Die Silberpfeile holten auf Ferrari in dieser Phase auf. Trotzdem waren die Italiener unbesorgt.

"Wir sind mit großem Selbstvertrauen nach Australien gereist. Wir dachten, wir würden um den Sieg kämpfen." Dem war jedoch nicht so. Gab Binottos Truppe bei kühlen Temperaturen in Spanien noch den Ton an, so fehlten Ferrari in Melbourne sieben Zehntelsekunden auf die silberne Pole-Position. Im Rennen verloren Vettel und Leclerc auf den Rängen vier und fünf rund eine Sekunde pro Runde auf die Silberpfeile.

"Das war eine kalte Dusche für das ganze Team. Wir haben erst da realisiert, dass unsere Performance nicht gut genug sein würde." Es habe gute Gründe für das enttäuschende Ergebnis beim Saisonauftakt gegeben, unter anderem habe die Scuderia Fehler bei der Kühlung und dem Motorenmanagement gemacht.

"Das waren nur wenige Dinge, die zu jener Zeit falsch liefen, aber generell waren wir zu langsam gegenüber unseren Erwartungen." Zunächst habe das Team erst realisieren müssen, dass ein Rückstand auf Mercedes vorhanden ist, erst dann konnte man reagieren.

Lowlights Spanien & Ungarn: Eine Minute Rückstand

Das erste Highlight des Jahres folgte sogleich in Bahrain. Neuling Leclerc konnte sich in seinem zweiten Qualifying für die Roten durchsetzen und auf Pole fahren. Der damals 21-Jährige führte das Rennen über weite Strecken an, wurde jedoch Opfer eines Zuverlässigkeitsproblems am Antrieb und fiel daraufhin auf Platz drei zurück.

"Dieses Rennen hätten wir gewinnen können", weiß auch Teamchef Binotto. Dennoch war seine Truppe nach der Bahrain-Performance erleichtert. "Wir dachten, vielleicht war Australien ja nur ein einmaliger Albtraum." Doch schon in den darauf folgenden Rennen zeigte sich: Ferrari ist nicht schnell genug.

"Es hat eine Weile gedauert, bis wir realisiert haben, dass unser Auto nicht das schnellste ist", gibt der Italiener, der 2019 neu in der Teamchef-Rolle war, zu. Er spricht von sicherlich vier oder fünf Rennen, besonders sind ihm Spanien und Ungarn als negative Highlights in Erinnerung geblieben.

Auf den kurvenreichen Strecken in Barcelona und Budapest zeigte sich die Kurvenschwäche des SF90 deutlich. Erschreckend: Vettel konnte im Spanien-Qualifying seine Zeit aus der zweiten Testwoche nicht unterbieten 1:16.272 Minuten. Auf dem Hungaroring hatte er als Dritter über eine Minute Rückstand auf Sieger Hamilton aufgerissen.

Als größte Schwäche macht der Teamchef die fehlende Reaktion auf die Leistungen aus. "Es hat zu lange gedauert", stellt er fest. Denn erst zu Beginn der zweiten Saisonhälfte konnte seine Mannschaft an der Spitze den Ton angeben. Nach einem ermutigenden Rennen von Leclerc in Österreich (Kampf gegen Verstappen am Ende verloren), griff der Monegasse in Belgien und Italien an.

Auch in Singapur schaffte die Scuderia überraschend den Sieg, der erste und einzige für Vettel in diesem Jahr. Dank eines Updates, das sich mehr auf Abtrieb in den Kurven konzentrierte, konnte der Power-starke Ferrari auch in den kurvigen Passagen besser abschneiden.

Irrglaube in der ersten Saisonhälfte

Jedoch fehlte dem Team die Konstanz, um in jedem Rennen um den Sieg zu kämpfen. "Wir waren zuversichtlich, was die Stabilität, den Grip und die Balance des Autos angeht, doch wir haben realisiert, dass das auf Strecken wie Australien, China oder Spanien nicht der Fall war. Nur wenige Strecken kamen uns entgegen, wie Bahrain oder Aserbaidschan."

Ferrari saß einem Irrglauben auf: "Wir dachten, wir könnten die Rivalen bereits in der ersten Saisonhälfte herausfordern, das war jedoch bis auf wenige Ausnahmen nicht der Fall." Das Problem habe man erst zu spät erkannt. Erst in der Sommerpause habe man reagiert, die Updates danach haben gut funktioniert.

"Wir standen unter sehr viel Druck, da die Erwartungen sehr hoch sind, schließlich sind wir Ferrari." Durch die gute Leistung in den Wintertests baute sich noch mehr Druck auf. Zumindest sei das Team in dieser Phase geeint gewesen. "Wir haben den richtigen Spirit und konnten die Probleme adressieren."

Allerdings ging Ferrari mit einem Rückstand auf Mercedes aus der Saison. "Speziell in den Kurven, zumindest haben wir diese Schwäche in der zweiten Saisonhälfte adressiert und gezeigt, dass das Team in der Lage ist, in die richtige Richtung zu entwickeln. Das ist die positive Nachricht aus diesem Jahr."

Mit Bildmaterial von LAT.

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