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Binotto: Topteams bleiben Topteams, auch nach 2021

Trotz der umfangreichen Regeländerungen glaubt Ferrari-Teamchef Mattia Binotto nicht, dass sich das Kräfteverhältnis in der Formel 1 ab 2021 merklich ändern wird

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Binotto: Topteams bleiben Topteams, auch nach 2021

Auch wenn die neuen Formel-1-Regeln ab 2021 darauf abzielen, das Feld wieder enger zusammenrücken zu lassen, rechnet Ferrari-Teamchef Mattia Binotto nicht damit, dass sich die Konkurrenzverhältnisse radikal ändern werden.

"Ich glaube, dass die Spitzenteams aufgrund der Menge an Ressourcen, die wir für die Entwicklung eines neuen Autos haben, zunächst einen Leistungsvorteil haben werden", sagt er. "Auf lange Sicht können die kleineren Teams hoffentlich einen Sprung machen, aber im Moment ist es schwer zu verstehen, wie es sich entwickeln wird."

Trotz einer umfassenden Überarbeitung der Regeln, einschließlich neuer Finanzregeln und Autos, die für den Rennsport besser sein sollen, prognostiziert Binotto: "Die besten Teams werden die besten bleiben. Wir haben immer noch die besten Leute. Wir haben immer noch das beste Know-how. Wir haben die Ressourcen und die Budgets."

Horner: Teams mit mehr Ressourcen weiter im Vorteil

Red-Bull-Teamchef Christian Horner teilt Binottos Ansicht, denn bei jeder größeren Regeländerung seien es meist die größeren Teams, die sich besser und schneller darauf einstellen könnten: "Es braucht immer Zeit, bis die Dinge in Einklang kommen."

"Wir fangen gerade erst damit an, und das nach einem Zeitraum von so ziemlich vier bis fünf Jahren", spricht Horner den Beginn der Hybrid-Ära an. "Man kann also sagen, dass diejenigen Teams mit mehr Ressourcen davon profitieren werden, wenn sie in das Jahr 2021 gehen. Unvermeidlich werden einige die Veränderung meistern und andere nicht."

Keine unwichtige Rolle wird dabei die auf 175 Millionen US-Dollar festgelegte Budgetobergrenze spielen. Zahlreiche Ausgaben wie Marketing-Budgets und Fahrergehälter sind von ihr nicht abgedeckt. Hersteller wie Renault gehen davon, dass sie sogar mehr ausgeben müssen, was der Absicht eines faireren Wettbewerbs widerspricht.

Kleinere Formel-1-Teams nicht entlastet - im Gegenteil

Daher glaubt auch Renault-Formel-1-Chef Cyril Abiteboul, dass noch mehr hätte getan werden müssen: "Wenn wir über die Budgetobergrenze sprechen, wird es Jahre dauern, bis wir davon irgendeine Auswirkung auf der Strecke sehen."

"Für mich war es wichtig, die Budgetobergrenze zu vereinbaren, aber auch einige Einschränkungen bei der Entwicklung zu haben: strengere Vorschriften, Aero, Standardteile, verbotene Teile und Design. Alle diese Maßnahmen dienen als Sicherheitsvorkehrungen, um die Wirkung der Budgetobergrenze zu beschleunigen", sagt er.

In dieser Hinsicht sei nicht alles erreicht worden, weshalb Abiteboul der Meinung ist, dass die Finanzkluft zwischen den Top-3-Teams und dem Rest nur um etwa die Hälfte des derzeitigen Niveaus verringert wird. "Ich habe keine Zahlen, um Beweise dafür zu liefern, aber es ist mein Bauchgefühl", erklärt Abiteboul seine Einschätzung.

Er hofft auf künftige Anpassungen: "Ich glaube, wir werden 2021 einen Schritt machen, und dann wird die Budgetobergrenze für 2022 und 2023 einen weiteren Schritt tun. Wir müssen akzeptieren, dass die Veränderung in der Formel 1 Zeit braucht."

Mit Bildmaterial von LAT.

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