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Binotto verrät: Unangenehmes Gespräch mit Vettel dreimal durchgegangen

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Binotto verrät: Unangenehmes Gespräch mit Vettel dreimal durchgegangen
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Ferrari-Teamchef Mattia Binotto schildert, wie er das Gespräch mit Sebastian Vettel vorbereitet hat, in dem er dem Deutschen die Hiobsbotschaft übermitteln musste

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat nun verraten, wie er sich auf das klärende Gespräch mit Sebastian Vettel vorbereitet hat, in dem er dem viermaligen Weltmeister klarmachte, dass für ihn der Weg mit Ferrari 2020 enden werde. Der Italiener musste sich erst mental darauf einstellen.

Dreimal sei er das Gespräch vor dem Anruf im Geiste durchgegangen, um Vettel die Hiobsbotschaft richtig zu vermitteln. "Ich war zu Hause und bevor ich ihn angerufen habe, habe ich dreimal vorher im Kopf wiederholt, was und wie ich es ihm sagen sollte", verrät Binotto in einem Interview mit 'Sky'.

Vettels aktueller Vertrag läuft Ende des Jahres aus. Im Frühjahr wurde überraschend bekannt, dass der Deutsche von Ferrari nicht verlängert werde. Das hat den Heppenheimer selbst überrascht. Die Scuderia setzt ab 2021 lieber auf den Spanier Carlos Sainz an der Seite von Charles Leclerc.

"Die Entscheidung war nicht einfach, weil wir ihn dafür lieben, wie er ist und wie er sich verhält und was er dem Team über die Jahre gegeben hat", so der Teamchef. Aber es sei an der Zeit gewesen, eine Entscheidung über die langfristige Zukunft zu treffen. "Wir stehen vor einem neuen technischen Zyklus ab 2022."

Das Team werde in allen Bereichen daraufhin ausgelegt, schildert er. "Wir haben die Verpflichtung und die Ambition auf die mittel- und langfristige Zukunft zu schauen." Vettel habe übrigens nicht aufgelegt, als Binotto angerufen hat. "Er ist eine sehr intelligente, wunderbare Person."

Der Heppenheimer sei sich in dieser Saison treu geblieben, obwohl er mit vielen Problemen zu kämpfen habe. "Er war niemals negativ. Ganz im Gegenteil immer proaktiv", betont Binotto. Vettel mache eine "sehr schwierig Saison" durch, das ist auch Ferrari-Geschäftsführer Louis Camilleri aufgefallen.

Im Interview mit der 'Gazzetta dello Sport' analysiert er: "Ich bin nicht sicher, ob es nur an fehlender Motivation liegt, aber ich denke, ihm fehlt vor allem Vertrauen in das Verhalten des Autos. Er kann nicht das volle Potenzial ausschöpfen, wie Charles das macht."

Ferrari verdanke Vettel "sehr viel", daher sei es nur richtig gewesen, ihn alsbald von der Entscheidung zu informieren, findet Camilleri. "Um ihm Zeit zu geben, seine anderen Optionen für die Zukunft in Betracht zu ziehen. Er ist ein erfahrener, talentierter Profi."

Der Ferrari-Boss hofft, dass Vettel in den letzten Rennen mit dem roten Renner sein Talent noch einmal zeigen werde. "Ganz abgesehen davon wird er immer Teil der Ferrari-Familie bleiben." 2021 wird Carlos Sainz einen "frischen Schwung" in das Team bringen, hofft Binotto.

"Ich persönlich sehe ihn als Anführer an. Er ist ein toller Arbeiter, er setzt sich mit Ingenieuren zusammen und fragt immer mehr. Obwohl er jung ist, hat er mehrere Jahre Formel 1 hinter sich." Klar ist aber auch, dass ab dem kommenden Jahr Charles Leclerc die Nummer 1 im Team sein wird.

Leclerc sorge für "Enthusiasmus bei Fans und im Team", betont Binotto, indem er Qualifying-Runden in den Asphalt zaubere und Überholmanöver zeige. "Enzo Ferrari hätte es geliebt", ist der Teamchef sicher. Leclerc reife und wachse heran. In schwierigen Zeiten sei er außerdem nie kritisch gewesen. "Er will helfen und dazu beitragen, dass das Team wächst."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Fahrer Sebastian Vettel
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Urheber Maria Reyer