Bodenwellen in Austin: "Die Strecke muss etwas tun für 2022"

Warum Formel-1-Fahrer Esteban Ocon für die Saison 2022 Änderungen von Austin einfordert und welche Rolle die Bodenwellen 2021 gespielt haben

Bodenwellen in Austin: "Die Strecke muss etwas tun für 2022"

Red Bull entdeckt einen Riss im Heckflügel von Max Verstappen und Alpine verliert im Rennen beide Autos durch technische Probleme im Heckbereich. All das könnte durch die großen Bodenwellen auf dem Circuit of The Americas in Austin verursacht worden sein. Deshalb gibt es nach dem Formel-1-Wochenende viel Kritik an der US-Rennstrecke.

Die Bodenwellen seien "am Limit" angekommen, meint etwa Esteban Ocon. Das Material werde in Austin über Gebühr beansprucht. "Und wenn es bei unserem nächsten Besuch 2022 noch schlimmer wird, dann kriegen wir richtig Probleme mit den Autos."

Ocon erklärt: "Bei langsamer Fahrt ist es kein großes Thema, aber sobald du schnell fährst, kriegst du harte Stöße auf den Unterboden und die Aufhängung. Dann schlagen [alle Sensoren] Alarm und [das Material] wird strapaziert. Und das sollte so nicht sein." Deshalb stehe für ihn fest: "Die Strecke muss etwas tun für 2022."

Austin unter Druck: MotoGP fordert Änderungen

Und Austin wird auch etwas tun, vor allem aber auf Druck der Motorrad-WM MotoGP, die schon Wochen vor der Formel 1 in Austin gastiert und ebenfalls nicht mit Kritik gespart hat. Dabei hat man den Streckenbesitzern das Versprechen abgerungen, den Abschnitt von Kurve 2 bis Kurve 10 alsbald mit neuem Asphalt zu belegen.

Denn vielleicht hatten die vielen Bodenwellen auf dem Circuit of The Americas sogar eine Auswirkung auf das WM-Duell zwischen Mercedes und Red Bull, wenngleich Mercedes' leitender Ingenieur Andrew Shovlin es "schwer zu sagen" findet, "wer mehr darunter zu leiden hatte".

Er meint: "Red Bull hatte in Austin das bessere Heck. Wenn die Reifen überhitzen und man so herumspringt [auf den Bodenwellen], dann ist Grip an der Hinterachse dein Freund. Da scheint ihr Auto sehr gut zu funktionieren."

Mercedes: Bodenwellen weniger schlimm als gedacht

Aus Mercedes-Sicht hätten die Bodenwellen aber weniger dramatisch Einfluss genommen als befürchtet. "Wir hatten uns wahrscheinlich auf größere Probleme beim Set-up und mögliche Schäden über den Bodenwellen eingestellt", sagt Shovlin. "Das Auto scheint einigermaßen gut damit zurechtgekommen zu sein."

Vor dem Formel-1-Rennen 2021 hatte Austin auch reagiert und versucht, durch stellenweises Abfräsen der Strecke einige Passagen zu entschärfen. Behoben wurde das Grundproblem damit aber nicht.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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