Bortoleto: Audi würde "ganz locker um die Top 3 kämpfen", wenn ...
Audi verpasst die Top 10 im Spielberg-Qualifying deutlich, doch Gabriel Bortoleto ist überzeugt: Mit besserem Antrieb könnte er "ganz locker um die Top 3 mitkämpfen"
Bortoleto macht die Antriebseinheit für das Quali-Ergebnis verantwortlich
Foto: LAT Images
Der Blick auf die Qualifying-Ergebnisse beim Großen Preis von Österreich 2026 dürfte bei Audi nicht gerade für Freudensprünge sorgen: Während Nico Hülkenberg am Sonntag nur von Platz 14 ins Rennen startet, kam Teamkollege Gabriel Bortoleto nicht über den zwölften Rang hinaus.
Ein Rückstand, den der Brasilianer vor allem auf die schwache Antriebseinheit zurückführt. "Absolut", meint Bortoleto. "Ich glaube, wenn wir die gleiche Höchstgeschwindigkeit wie Mercedes oder Red Bull hätten, würden wir ganz locker um die Top 3 mitkämpfen."
"Ihr habt ja sicher Zugriff auf die GPS-Daten und könnt die Kurven in Q2 vergleichen: Wir sind in praktisch allen Kurven sehr schnell", ergänzt der Audi-Pilot, der im Vergleich zur Konkurrenz vor allem beim Anbremsen Zeit gutmacht. "Wir verlieren viel auf den Geraden."
"Versteh' mich nicht falsch, wir müssen unser Auto trotzdem weiter verbessern, aber ich glaube, das tun wir auch, und ich denke, wir könnten da problemlos vorne mitmischen. Wir verlieren auf den Geraden leider massiv an Zeit, aber so sieht die Realität im Moment aus."
Red-Bull-Ring kommt Audi nicht entgegen
Was das Chassis des Audi R26 angeht, sieht sich Bortoleto jedenfalls schon auf Augenhöhe mit den Top-Teams. "So sieht es aus", ist der 21-Jährige überzeugt. "Natürlich gibt es Strecken, die uns mehr oder weniger liegen, und ich glaube, an diesem Wochenende kann man sagen, dass wir eher auf der Seite lagen, die uns weniger entgegenkommt."
"Es ist eine Strecke, die stark von der Antriebseinheit abhängt", erinnert der Brasilianer mit Blick auf die langen Geraden. Gleichzeitig wollte er sich allerdings nicht darauf festlegen, dass die Turbolader-Konfiguration bei Audi der Hauptgrund für den Rückstand gegenüber der Konkurrenz ist.
"Ich glaube, das könnte für uns ein Faktor sein", sagt Bortoleto. "Aber ich möchte hier keine Aussage zu etwas treffen, bei dem ich mir nicht sicher bin. Außerdem gibt es viele, hunderte von Ingenieuren, die sich hinter uns Fahrern damit befassen."
"Ich überlasse die Schlussfolgerungen daher ihnen. Sie wissen, was zu tun ist und wo Verbesserungen nötig sind. Ich kann lediglich das Feedback dazu geben, wie es sich für mich anfühlt." Mit seinem zwölften Startplatz ist der Audi-Pilot insgesamt nicht unzufrieden.
Bortoleto "hätte nicht viel mehr erreichen können"
"Ich glaube, wir haben das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt." Dem 21-Jährigen fehlte im zweiten Teil der Qualifikation etwas mehr als eine halbe Sekunde auf die Bestzeit von Kimi Antonelli sowie gut eine Zehntelsekunde auf den Einzug in Q3.
"Ich glaube nicht, dass ich da viel mehr hätte erreichen können. Ich muss dem Team danken, sowohl in Hinwil als auch in Neuburg und sogar den Leuten im Werk, die versucht haben, das Beste aus dem Motor herauszuholen und das Energiemanagement über die gesamte Runde zu optimieren."
"Wir wussten, dass wir zu kämpfen hatten, und das ganze Wochenende war ein Kampf", gibt der Audi-Pilot zu. "Aber das Positive, das mich optimistisch stimmt, ist, dass das Auto in einem guten Arbeitsfenster liegt. Wir haben ein Upgrade gebracht, das sehr gut funktioniert hat."
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