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Formel 1 Monaco

Bottas: Haben Samstag verkackt und Sonntag den Preis bezahlt!

Valtteri Bottas weiß, dass nach dem schwarzen Samstag für Sauber in Monaco nichts mehr zu holen war: Beide Piloten im Alonso-Zug gelangweilt

Bottas: Haben Samstag verkackt und Sonntag den Preis bezahlt!

Weil Alexander Albon am Sonntag die ersten Saisonpunkte für Williams holen konnte, ist Sauber mittlerweile das einzige Team im Formel-1-Starterfeld, das in der Saison 2024 noch ohne einzigen Zähler dasteht. Der Rennstall ist Letzter in der WM und war auch in Monaco das klare Schlusslicht.

Im Qualifying fehlte Valtteri Bottas eine halbe Sekunde auf den langsamsten Konkurrenten, Teamkollege Guanyu Zhou war sogar noch einmal eine weitere halbe Sekunde langsamer. Und damit war auch das Rennen für die Schweizer Truppe schon gelaufen.

Denn von den schlechten Startplätzen war für Sauber am Sonntag nichts mehr drin. Bottas und Zhou hingen im Zug fest, den Fernando Alonso anführte, und mehr muss man über das Rennen der beiden eigentlich nicht wissen.

 

"Es war ein superlangweiliges Rennen", fasst Zhou seinen Arbeitstag zusammen. Wenig geholfen hat dabei auch die frühe rote Flagge, weil alle Fahrer dadurch ihre Reifen wechseln durften und nicht mehr an die Box kommen mussten - und die meisten taten das auch nicht. Lediglich sieben Boxenstopps hatte es während des gesamten Grand Prix gegeben.

"Es wäre interessant gewesen, wenn die rote Flagge am Anfang nicht gewesen wäre", sagt Zhou. "Wir hatten eine aggressive Strategie geplant, aber danach war das Rennen im Grunde gelaufen. Fernando hat alle für seinen Teamkollegen aufgehalten, und wir sind in den ersten 20, 30 Runden einfach gecruist, und in Runde 40 wurden wir überrundet."

"Es war einfach langweilig, und es ist nicht viel passiert", sagt der Chinese.

 

Der hatte übrigens in der ersten Runde einen Logenplatz beim Unfall zwischen Sergio Perez und den beiden Haas. Zhou lag genau hinter den drei Piloten, als der Crash passierte. "Das war mir schon klar", sagt der Sauber-Pilot über die Momente vor dem Crash.

"Als ich drei nebeneinander gesehen habe, wusste ich, dass einer von denen fliegen gehen wird. Ich bin auf die Bremse gestiegen, um sicherzustellen, dass ich keinen Schaden bekomme."

Bottas: Haben gestern verkackt und den Preis bezahlt

Ebenfalls gelangweilt hat sich Bottas, für den der Alonso-Zug "keinen Spaß gemacht" hat. Wie viel schneller man eigentlich hätte fahren können, hatte Bottas gezeigt, als er in die Box gekommen war und anschließend pro Runde mehrere Sekunden gutmachen und sich schnell wieder hinten anstellen konnte.

Kurz darauf kam er zumindest an seinem Teamkollegen und an Logan Sargeant vorbei. "Das war das Highlight", sagt der Finne, der im Ziel als 13. gewertet wurde und damit drei Plätze vor Zhou lag.

 

"Ich muss mich bei Zhou bedanken, dass ich die Möglichkeit bekommen habe. Ich war auf etwas frischeren Reifen und habe sofort attackiert", schildert er. "Er (Sargeant; Anm. d. Red.) ist in Kurve 4 etwas zu weit rausgekommen, von daher habe ich gesehen, dass es eine Möglichkeit gab. Aber als ich dann zu Daniel [Ricciardo] und Fernando aufgeschlossen hatte, gab es keinen Weg vorbei."

Doch Bottas weiß, was das Problem für Sauber war: "Wir haben gestern verkackt, darum haben wir den Preis bezahlt, in den Zügen zu sein", sagt er klar. "So ist das Spiel hier."

Sauber rätselt über abfallende Leistung

Warum aber Sauber am Samstag so chancenlos war, das gilt es für das Team herauszufinden. "Wir versuchen immer noch den Samstag zu verstehen", sagt Chefingenieur Xevi Pujolar. "Denn als wir am Freitag mit dem neuen Heckflügel angefangen haben, war alles okay und ziemlich ermutigend. Dann hatten wir einige Probleme und mussten für das zweite Training zurückbauen."

Im dritten Training kam dann der frühe Crash von Bottas hinzu, wodurch Sauber nur ein Auto zur Verfügung stand. Und in dem saß Zhou, der an diesem Wochenende starke Schwierigkeiten hatte. "Er hatte von Beginn an Probleme mit der Strecke", sagt Pujolar.

"Wir haben verschiedene Konfigurationen mit ihm probiert, aber wir hatten Probleme, die Einstellungen zu finden, die ihm genügend Selbstvertrauen geben. Und ohne Vertrauen ist es schwierig, die Rundenzeit zu fahren", meint er.

Aber generell gelte es herauszufinden, warum der Sauber in Monaco nicht konkurrenzfähig war, denn eigentlich würden langsame Kurven dem C44 liegen. "Aber diese Strecke hier ist speziell", meint Pujolar. "Es sind nicht nur langsame Kurven, sondern kombiniert mit vielen anderen Faktoren."

Auf jeden Fall war das Rennen von Sauber mit dem Qualifying gelaufen, und mit der roten Flagge dann erst recht.

Wie löst man das Monaco-Problem?

Das Rennen danach, wenn man das überhaupt so nennen kann, war nicht nur für die Zuschauer langweilig, sondern auch für die Fahrer selbst. Sie finden, dass sich an den Regeln etwas ändern muss.

"Ich habe noch nie verstanden, warum man unter rote Flagge seine Reifen wechseln darf", kritisiert Bottas. Das geschieht zwar unter dem Sicherheitsaspekt, aber theoretisch wäre es ja auch denkbar, dass man zumindest den Reifenwechsel unter Rot nicht als Pflichtboxenstopp wertet.

Doch Zhou glaubt nicht, dass ein Pflichtstopp viel an der Monaco-Prozession ändern würde - vor allem nicht unter trockenen Bedingungen. "Position ist wichtig, und wenn du nicht mehr als eine Sekunde schneller bist, hast du keine Chance vorbeizukommen", sagt der Chinese.

Was er sich hingegen vorstellen könnte, wäre eine neue Reifenregel, bei der man in Monaco nur mit dem C5-Reifen fahren darf. Der würde vermutlich nicht 78 Runden lang halten und würde die Fahrer in die Box zwingen. "Auf dem C3 oder C4 fährt jeder bis zum Ende", sagt er.

Doch er gibt zu bedenken: "Es ist immer schwierig, das nur für eine Strecke zu machen. Ich glaube nicht, dass es möglich ist."

Hilft das Upgrade in Montreal?

Bei Sauber dürfte man nun froh sein, dass das Monaco-Wochenende vorbei ist. Beim anstehenden Rennen in Montreal rechnet man sich wieder ein bisschen mehr aus, weil dann auch ein neues Upgrade-Paket kommen soll, mit dem man den Abstand zum Feld wieder verringern möchte.

"Es wird ein weiterer kleiner Schritt sein, aber jeder kleine Schritt zählt", sagt Pujolar. "Hoffen wir, dass wir die Lücke schließen können, jetzt wo Williams Punkte hat. Wir sind in Montreal an der Reihe", kündigt er an.

Zhou sagt, dass er dem Update schon entgegensehnt: "Wir brauchen das", stellt er klar. "Ich bin noch nicht sicher, wie groß es sein wird, aber es kommt auf jedes Bisschen an. An diesem Wochenende waren wir einfach weit hinten. Ich bin aber sicher, dass wir in Montreal selbst mit dem gleichen Auto deutlich näher dran sein werden."

Mit Bildmaterial von circuitpics.de.

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