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Bottas in Silverstone nur Dritter: "Als Team haben wir heute geschlafen"

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Bottas in Silverstone nur Dritter: "Als Team haben wir heute geschlafen"
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Mercedes-Pilot Valtteri Bottas ist mit Rang drei im zweiten Silverstone-Rennen mehr als unzufrieden - Er kritisiert die Strategie des Teams - WM-Rang zwei verloren

"Als Team haben wir heute geschlafen." So lautet das eindeutige Resümee von Valtteri Bottas nach dem Grand Prix zum 70-jährigen Formel-1-Jubiläum in Silverstone. Der Finne startete von der Pole-Position, wurde aber in einem Reifenkrimi auf den dritten Platz verdrängt.

"Das ist natürlich sehr frustrierend. Ich bin von der Pole gestartet und als Dritter ins Ziel gekommen", wirkt der Finne nach dem fünften Saisonrennen frustriert. Max Verstappen hat ihn mit seiner alternativen Strategie überrumpelt, Mercedes hatte keine Antwort.

"Als Team haben wir heute ein wenig geschlafen, als Max an uns vorbeigehen konnte. Meine Strategie war ganz und gar nicht optimal." Bottas ist wie auch Hamilton auf dem gebrauchten Medium-Reifen (C3) gestartet, der in der Vorwoche noch als Soft eingesetzt wurde.

Bottas: "Der Reifen ist gegen Ende auseinandergefallen"

Verstappen konnte sich als einziger Fahrer in Q2 am Samstag auf dem harten Reifen (C2) qualifizieren, dieser Reifen war am vergangenen Sonntag noch als Medium verwendet worden. Der Niederländer erwischte einen guten ersten Stint und konnte die Mercedes schnell unter Druck setzen.

Bottas bog in Runde 13 als erster Fahrer der Topgruppe an die Box ab und steckte von Medium auf Hard um. Hamilton folgte nur eine Runde später. Der Red Bull konnte auf dem härteren Reifen hingegen deutlich länger auf der Strecke bleiben, sein Stint dauerte 13 Runden länger als jener des Finnen.

Außerdem konnte Verstappen seine Pace gegen Ende des ersten Stints immer weiter verbessern, dadurch öffnete sich ein Boxenstoppfenster nach hinten zu Bottas. Der Finne hatte in Runde 26, als Verstappen zum Stopp abbog, bereits 20 Sekunden Rückstand auf den Red Bull.

Am Boxengassen-Ausgang wurde es sehr eng zwischen den beiden - Red Bull stoppte den Niederländer in langsamen 3,2 Sekunden. Dadurch war Bottas zunächst wieder in Führung, doch nur wenige Kurven später überholte Verstappen und ergriff erneut die Spitze.

 

Im Nachhinein ärgert er sich: "Der Sieg hätte heute möglich sein sollen, denn die Pace war gut. Zunächst hatte ich keine Information, dass ich härter pushen soll, als Max vor mir lag. Daher waren wir Seite an Seite, als er aus der Box kam."

Hätte er gewusst, dass er so viel Zeit auf Verstappen verliert, hätte er reagiert, meint Bottas nach dem Rennen. "Ich hatte noch ein wenig Luft. Dann habe ich aber die Position auf der Strecke verloren. Der letzte Stint war außerdem zu lang für mich. Lewis ist im mittleren Stint länger gefahren, das hat besser funktioniert. Für mich war die Strategie suboptimal."

In Runde 32 kamen schließlich Bottas und Verstappen zugleich erneut an die Box: Verstappen steckte nach einem kurzen Medium-Stint wieder auf Hard um, Bottas wechselte erneut auf den harten Reifen für den Schlussspurt. Doch beide Boxencrews arbeiteten ohne Fehler, sodass der Red Bull wieder vor dem Mercedes auf die Strecke ging.

Sobald sich Blasen gebildet haben, verliert man Grip in den Kurven, so Bottas. "Dadurch wirst du einfach langsamer und immer langsamer." Bottas beendete das Rennen - auch noch vom eigenen Teamkollegen überholt - auf dem dritten Rang mit 19,231 Sekunden Rückstand auf Verstappen. In der Fahrer-WM überholte ihn der Red-Bull-Überflieger (77:73).

"Was zur Hölle ist heute passiert?", funkte Bottas verärgert noch vor der Zieldurchfahrt. "Am Ende des Rennens meinte ich, dass ich nicht genau verstehe, was passiert ist", umschreibt er den Funkspruch später. "Wir werden jetzt in die Debriefs gehen und sicherlich eine gute Diskussion haben."

 

Denn: "Es ist einfach enttäuschend." Während der Finne glaubt, dass das Blistering den Unterschied ausgemacht hat, widerspricht Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Er glaubt nicht, dass sein Team aufgrund der Strategie verloren hat.

"Wir haben einfach ein Auto gehabt, das zu langsam war. Das muss man hinnehmen und akzeptieren. Wir haben schon Indizien in den vorherigen Rennen gehabt, dass wenn es heiß ist, wir unseren Vorsprung verlieren - nicht nur zu den Topteams, sondern auch zum Mittelfeld."

Der Sieg sei einfach nicht drin gewesen heute, glaubt der Österreicher. "Wir waren nicht das schnellste Auto, und dann kann man die Strategie nicht optimieren. Haben wir alles richtig gemacht oder nicht? Das ist noch nicht klar."

Rosberg: "Mercedes hat das heute versemmelt"

Hätte Mercedes womöglich ebenso in Q2 auf den harten Reifen setzen sollen? "Es war ein Gedanke", gibt Wolff zu. Er hat aber schon am Samstag nicht an jene Strategievariante geglaubt. "Unsere Annahme war, dass wir nicht so schlecht sein würden."

Am Ende sei Mercedes bei den heißen Temperaturen aber einfach nicht schnell genug gewesen. Der Red Bull ging mit den Reifen außerdem besser um: "Man konnte sehen, dass unser harter Reifen schon nach zehn Runden mit der Blasenbildung angefangen hat."

Verstappen hingegen ist 26 Runden auf dem Hard zu Rennbeginn gefahren. "Wir hatten heute nicht die Pace, um zu gewinnen. Glückwunsch Max und Red Bull - sie haben heute den besseren Job gemacht", erkennt Wolff an.

"Ich glaube, dass Mercedes das heute schon ein wenig versemmelt hat", analysiert Nico Rosberg bei 'RTL'. Er stimmt Bottas zu: "Nach dem ersten Stint ist der Max bei denen beim Boxenstoppfenster vorbeigefahren, das haben sie erlaubt. Da haben die geschlafen, das hat der Bottas auch gesagt."

Der Weltmeister des Jahres 2016 glaubt, dass Mercedes am zweiten Silverstone-Wochenende "strategiemäßig" nicht die beste Leistung abgeliefert hat. Denn: Verstappen habe durch seinen schnellen ersten Stint Mercedes dazu gezwungen, ebenso schneller zu fahren. "Das hat der Max als Fahrer selbst toll gemacht in der Phase."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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