Boxengassen-Vorfall um Sebastian Vettel: Strafe für Aston-Martin-Team!

Aston Martin bekommt für den Vorfall in der Boxengasse eine Strafe aufgebrummt - Sebastian Vettel hadert derweil mit dem knappen Q2-Aus und Kurve 6

Boxengassen-Vorfall um Sebastian Vettel: Strafe für Aston-Martin-Team!

Sebastian Vettel ist noch einmal um eine sportliche Strafe für den Vorfall in der Boxengasse herumgekommen. Zwar sahen es die Rennkommissare in Monza als erwiesen an, dass der Deutsche in Q2 Lewis Hamilton vor das Auto gefahren war, allerdings sprachen sie lediglich eine Strafe gegen sein Aston-Martin-Team aus: 5.000 Euro muss das Team zahlen, genau wie Alpine.

Die Kommissare merken in ihrer Begründung an, dass Aston Martin beide Fahrzeuge zeitgleich losließ, wodurch Vettel in die Spur von Hamilton geriet, der auf der Fast-Lane angefahren kam. Bei Alpine monierten sie hingegen, dass der Mechaniker, der Esteban Ocon aus der Garage winkte, zu nah an der Fast-Lane stand, was als "unsicher" angesehen wurde.

"Wir müssen uns das ansehen und sicherstellen, dass wir das eindämmen, bevor etwas passiert", sagt Teamchef Otmar Szafnauer auf die turbulenten Szenen in der Boxengasse angesprochen. "Eine Menge Leute waren daran beteiligt. Weil der Wert des Windschattens hier so hoch ist, versuchen die Leute solche Dinge. Wir müssen darüber nachdenken, wie wir das besser machen können."

Zwar muss Vettel keine Strafversetzung befürchten, dennoch reichte es für ihn anschließend nicht für den Einzug in Q3. Um 31 Tausendstelsekunden scheiterte der viermalige Weltmeister, was Teamchef Szafnauer eben an dem fehlenden Windschatten ausmacht: "Im ersten Sektor war er fast Letzter, und im zweiten Sektor der Drittschnellster", sagt er.

Vettel: Kurve 6 wird zum Knackpunkt

"Das zeigt, dass du im ersten Sektor einfach einen guten Windschatten brauchst - und das haben wir nicht geschafft." Kurios: Sebastian Vettel selbst hat eine ganz andere Erklärung, die seinem Teamchef eigentlich komplett widerspricht. Seiner Aussage nach war er zu nah an seinem Vordermann dran.

 

"Ich war ein bisschen enger an dem Auto davor dran, weil ich den Windschatten gesucht habe, und in den Lesmos verliert man dann am meisten", erklärt er. "Ich wollte nicht über das Ziel hinausschießen und war vielleicht etwas zu konservativ im Nachhinein." Das habe vielleicht nur ein paar Hundertstelsekunden ausgemacht, "aber die hätten vielleicht gereicht", hadert er.

Generell war Vettel mit seiner Leistung aber im Reinen: "Ich war schon sehr zufrieden. Die Runde war gut und es hat eigentlich alles gut gepasst", sagt er. "Schade, dass es dann so knapp nicht reicht, aber für morgen bringt es uns in eine ganz vernünftige Position."

Lance Stroll knapp hinter Vettel

Das gilt auch für Teamkollege Lance Stroll, der direkt hinter Vettel auf Platz zwölf in die Sprintqualifikation gehen wird. "Es ist schade, dass wir Q3 so knapp verpasst haben", sagt der Kanadier, dem eine Zehntelsekunde auf Vettel gefehlt hat. "Das Team hat solide Arbeit geleistet, und wir konnten gute Runden drehen - trotz der Schwierigkeiten, die Monza im Qualifying mit sich bringt."

"Der Verkehr war für alle ein Problem, und es war schwierig, einen guten Windschatten zu finden", meint er. Und auch wenn er enttäuscht ist, es nicht in Q3 geschafft zu haben, sieht der Aston-Martin-Pilot im Sprint durchaus Möglichkeiten, Plätze zu gewinnen und das Rennen am Sonntag von den Top 10 aus anzugehen.

"Schauen wir mal, auf welchem Reifen wir dann losfahren", ergänzt Vettel. "Wir haben ja noch eine Trainingssession, um ein bisschen mehr auf das Rennen zu zielen, und dann lassen wir uns überraschen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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