Boxenmalheur in Barcelona: Mick Schumacher im Nachhinein beruhigt

Haas-Rookie Mick Schumacher ist froh, dass bei seinem Boxenstopp-Fehler im Grand Prix von Spanien nichts passiert ist - Was er sich für Monaco vorgenommen hat

Boxenmalheur in Barcelona: Mick Schumacher im Nachhinein beruhigt

Eine kleine Unachtsamkeit beim Boxenstopp hat Mick Schumacher im Grand Prix von Spanien einen "Schreck eingejagt". Der Deutsche traf seinen Standplatz nicht optimal und fürchtete, einen Haas-Mechaniker verletzt zu haben. Im Nachhinein ist er beruhigt, dass der Fehler ohne Folgen blieb.

"Ich hab's mir öfters mal angeguckt", erklärt der Rookie vor dem Rennwochenende in Monaco auf die Panne angesprochen. (ANZEIGE: Wenn Du Mick Schumacher unbedingt live sehen willst, geht das auch ohne Sky-Abo. Mit dem Schnupper-Tagesticket kannst Du den Grand Prix ohne vertragliche Bindung um 14,99 Euro sehen!)

Sein linkes Rad sei stehengeblieben, daher konnte er nicht mehr präzise lenken. "Als ich schon in der Box war, dachte ich, dass ich die ganze linke Crew touchiert hätte", gibt Schumacher zu.

Herangehensweise in Monaco ein wenig "vorsichtiger"

Deshalb war er nach seinem vierten Formel-1-Rennen ein wenig schockiert und frustriert. "Natürlich hatte ich, als ich die Interviews gegeben habe, noch keine Footage gesehen und konnte mit den Jungs nicht sprechen", gibt er zu bedenken.

Tatsächlich hat er nur den Mechaniker am Wagenheben getroffen, doch dieser war schnell wieder auf seiner vorgesehenen Position und konnte unverletzt weiterarbeiten. "Nachdem ich gesehen habe, dass es allen gut ging, war es für mich dann auch wieder gut."

"Es war ein Fehler, natürlich, aber dennoch habe ich aus der Situation gelernt. Und glücklicherweise ist keinem was passiert", ist der Neuling froh. Der 22-Jährige kann die Erkenntnisse aus Barcelona am bevorstehenden Wochenende in Monaco in die Tat umsetzen.

 

Er wird zum ersten Mal in einem Formel-1-Boliden die engen Gassen des Fürstentums befahren. Von Haas-Teamchef Günther Steiner gab es daher im Vorfeld eine klare Anweisung: "Wegbleiben von den Mauern und Barrieren!"

Schumacher scheint diese Vorgabe bereits verinnerlicht zu haben: "Es hilft uns nichts, es hilft mir nichts zu versuchen, die beste Zeit zu fahren und dann zwei Runden später in der Wand zu sein. Von daher ist die Herangehensweise ein bisschen anders, ein bisschen vorsichtiger."

Seine ersten Erfahrungen auf Straßenkursen konnte der Hoffnungsträger in Macau sammeln. Das sei zunächst ein "Schock" gewesen, doch nach einer Eingewöhnungsphase habe er sich recht schnell wohlgefühlt. In Monaco war Schumacher bislang erst einmal überhaupt unterwegs, 2019 in der Formel 2.

Monaco 2019 war kein "Riesenschock"

Im Hauptrennen war er in eine Kollision in Rascasse verwickelt, die einen Stau auslöste. Schumacher weiß daher aus eigener Erfahrung, wie schnell ein Fehler in den Häuserschluchten passieren kann. Er erinnert sich: "Als ich nach Monaco gekommen bin, 2019, war es nicht so ein Riesenschock."

Denn: "Es war recht großzügig, von der Fläche her." Trotzdem habe er großen Respekt vor der Strecke. Der Kurs sei schließlich einzigartig, allein schon aufgrund des Tunnels. Er freut sich darauf, die Gassen in einem Formel-1-Boliden kennenzulernen.

 

Schumacher weiß außerdem, dass der Fahrer in Monaco den Unterschied ausmachen kann. Daher hat er sich ein klares Programm für den Trainingsdonnerstag vorgenommen: "Wir wollen Daten sammeln, die uns weiterbringen an diesem Wochenende."

Sein Fokus sei "völlig" auf das Rennfahren und die Arbeit gelegt, für den Zauber des Glitzer-und-Glamour-Rennens hat er keine Augen, auch nicht für die Zuschauer. "Ich konzentriere mich eigentlich auf das, was ich zu tun habe, und ob das jetzt mit Fans ist oder ohne, da fällt mir jetzt kein großer Unterschied auf", gesteht er.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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