Boxenstopps: Das ändert sich 2022 durch die Radkappen

Die Regelrevolution für die Formel-1-Autos für 2022 beinhaltet auch die Räder - Was ändert sich durch die Radkappen beim Boxenstopp?

Boxenstopps: Das ändert sich 2022 durch die Radkappen

Mit dem neuen technischen Reglement in der Formel 1 ab 2022 ändern sich nahezu alle Bereiche an den Autos. Auch bei den Rädern bleibt kaum etwas so, wie es bisher war. Die Felgengröße wird von 13 auf 18 Zoll angehoben, zudem werden Radkappen als Verkleidung aufgesetzt. Einzig die Radmutter ist noch zu sehen, damit diese beim Boxenstopp rasch entfernt werden kann.

Dennoch werden sich auch die Boxencrews auf einige Änderungen einstellen müssen, die neuen Räder verlangen eine ganz andere Herangehensweise. "Ich denke, dass es bei den Boxenstopps Anpassungen geben wird. Es wird eine Auswirkung haben, denn natürlich sind die Räder anders geformt und schwerer, sodass man sich daran gewöhnen muss", sagt McLarens Technikchef James Key.

An den Vorderrädern wartet auf die Crews dann eine weitere Neuerung, denn oberhalb des Rades sieht das Reglement neue Luftleitbleche vor, die auch als "Kotflügel" bezeichnet werden.

Key: Müssen alle die gleichen Lektionen lernen

"Das sind natürlich keine Kotflügel, sondern aerodynamische Vorrichtungen, aber sie sehen aus wie Kotflügel über den Vorderrädern. Sie sind nicht im Weg, es sei denn, man platziert sie falsch. Aber sie stellen auf jeden Fall ein Hindernis für einen der Jungs dar, der das Vorderrad austauscht oder ausbaut", erklärt Key.

Formel 1 Auto 2022 Rad Reifen

Der "Kotflügel" über den Vorderrad

Foto: Motorsport Images

Weiterhin spielen auch die Bremstrommeln eine Rolle, die für die Teams nun freigestellt sind. "Ich denke, die Geometrien der Bremstrommeln sind für jedes Team einzigartig und sie spielen eine Rolle dabei, wie effizient das Rad im Zustand ist", sagt Key.

Grundsätzlich stünden aber alle Teams vor ähnlichen Herausforderungen. "Wir haben also alle genau die gleichen Lektionen zu lernen, aber ein Teil davon wird menschlich sein und mit diesen schwereren Felgen zu tun haben, und ein anderer Teil wird die Technik sein, die Choreographie zwischen den Mitspielern und wie wir uns an die verschiedenen Oberflächen und die Räder anpassen und wie das eine Rolle spielt", sagt er.

Darüber hinaus gebe es jedoch noch weitere Herausforderungen, auf die sich die Teams bei den Boxenstopps einstellen müssten. "Die Autos sind schwerer, die Frontflügel werden ganz anders sein, denn sie ragen jetzt vor der Nase heraus", erklärt Key. Die Vorbereitungen auch bei diesem Thema liefen aber bereits auf Hochtouren, "damit wir mit der bestmöglichen Chance in die Saison gehen, es richtig zu machen", so Key.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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