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Brawns Formel-1-Pläne: Geisterrennen, Oktober-Deadline, bis zu 19 Events

Laut Sportchef Ross Brawn visiert die Formel 1 einen Saisonstart in Europa an, der mutmaßlich als Geisterrennen ausgetragen wird - Noch bis zu 19 Rennen möglich

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Brawns Formel-1-Pläne: Geisterrennen, Oktober-Deadline, bis zu 19 Events

Die Formel 1 schließt Geisterrennen nicht aus, um die Saison 2020 früher starten zu können, und könnte laut Sportchef Ross Brawn noch bis zu 19 Rennen abhalten. Weitere Möglichkeiten sind eine Verlängerung der Saison bis in das kommende Jahr und eine Verkürzung mancher Events auf zwei Tage.

Derzeit lotet die Königsklasse alle Möglichkeiten aus, um ihren Betrieb wieder aufnehmen zu können. Aktuell ist der Große Preis von Frankreich Ende Juni der offizielle Saisonauftakt, Ross Brawn rechnet jedoch eher mit einem Beginn im Juli: "Dann könnten wir sogar noch 19 Rennen haben. Drei Rennen, dann ein Wochenende Pause, drei Rennen, ein Wochenende Pause", sagt er gegenüber 'Sky Sports F1'.

Dafür muss die Formel 1 aber erst einmal loslegen. Aktuell weiß niemand, wie lange die Coronakrise noch anhält und das öffentliche Leben stillsteht. Dass die Meisterschaft von Land zu Land reisen muss, ist dabei ebenfalls ein großes Problem, doch Brawn geht davon aus, dass es einfacher wird, wenn man erst einmal losgelegt hat.

"Wir könnten ein geschlossenes Umfeld haben", sagt er. Das heißt, dass die Teams vom Flughafen zur Strecke geschleust werden, auf das Coronavirus getestet werden und dann Events ohne Zuschauer austragen. "Das ist eine Möglichkeit", bestätigt auch FIA-Präsident Jean Todt gegenüber 'Motorsport.com', dass es Geisterrennen geben könnte.

"Das ist nicht toll, aber immer noch besser als überhaupt kein Rennen", sagt Brawn. Man dürfe zwar niemand einem Risiko aussetzen, doch sollte man den Millionen Menschen in Isolation Unterhaltung bieten, "wäre das ein enormer Bonus", so der Brite.

Je mehr Rennen, desto mehr Geld

Natürlich geht es dabei aber wie immer ums Geld. Je mehr Rennen die Formel 1 austragen kann, desto mehr Geld verdient sie. In den TV-Verträgen ist beispielsweise festgelegt, dass man mindestens 15 Rennen anbieten muss, um die vollen Beträge zu erhalten - jedes Rennen weniger würde dementsprechend einen Verlust bringen.

Um überhaupt eine Weltmeisterschaft austragen zu können, braucht es laut Reglement mindestens acht Rennen. Auch diesen Fall hat Brawn bedacht: "Acht Rennen könnten wir noch haben, wenn wir im Oktober beginnen würden." Das ist für ihn also der absolut letzte mögliche Punkt, an dem die Saison starten kann.

Esteban Ocon mit Gesichtsmaske

Esteban Ocon mit Gesichtsmaske
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Foto: Steven Tee / Motorsport Images

Die Angst geht um im Formel-1-Fahrerlager von Melbourne: Erste Coronavirus-Verdachtsfälle sind gemeldet, einige Teammitglieder bereits in Quarantäne. Auf den folgenden Bildern zeigen wir, wie die Formel 1 vor Ort mit der COVID-19-Situation umgeht.

Mehr Abstand als sonst

Mehr Abstand als sonst
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Foto: Sam Bloxham / Motorsport Images

Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas etwa hielt bei seiner Ankunft im Fahrerlager am Donnerstag teilweise bewusst Abstand zu den Fans.

McLaren-Boss schreibt

McLaren-Boss schreibt
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Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

McLaren-Boss Zak Brown wiederum ging "auf Tuchfühlung" und schrieb sogar Autogramme - mit den Stiften der Fans.

Menschenansammlungen meiden?

Menschenansammlungen meiden?
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Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

Menschenansammlungen meiden? Das wird schwierig am Rennwochenende in Melbourne - wie hier beim Pitwalk in der Boxengasse.

Gesichtsmasken im Publikum

Gesichtsmasken im Publikum
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Foto: Glenn Dunbar / Motorsport Images

Immer wieder sind einzelne Personen mit Gesichtsmaske im Fahrerlager zu sehen, hier auch im Publikum.

Fotograf mit Maske

Fotograf mit Maske
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Foto: Sam Bloxham / Motorsport Images

Auch Renault-Fahrer Esteban Ocon kam mit Maske zur Arbeit am Medientag vor dem Formel-1-Auftakt, genau wie dieser Pressevertreter.

Neue Verhaltensregeln?

Neue Verhaltensregeln?
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Foto: Glenn Dunbar / Motorsport Images

McLaren-Fahrer Carlos Sainz muss sich offenbar erst noch an die empfohlenen Schutzmaßnahmen gewöhnen: "Hände aus dem Gesicht!"

Desinfizieren, bitte!

Desinfizieren, bitte!
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Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

Williams-Pressedame Ann Bradshaw und ihr Kollege nutzen eine der neuen Desinifizierstationen im Fahrerlager in Melbourne.

Mehr Distanz!

Mehr Distanz!
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Foto: Erwin Jaeggi

Red Bull wiederum hat für seine Fahrerinterviews eine regelrechte Schutzzone errichtet, die weitaus größer ist als sonst. Einige Medientermine der Formel-1-Teams wurden auch schon komplett gestrichen.

Theoretisch besteht auch die Möglichkeit, die Saison bis in den Januar zu verlängern. "Das wurde diskutiert und liegt in den Händen der kommerziellen Rechteinhaber", sagt FIA-Präsident Jean Todt, hält das aktuell aber für nicht wahrscheinlich. "Das bringt viele Komplikationen mit sich", ist es auch für Brawn nur der letzte Ausweg.

Noch geht man in der Führungsebene aber von einer ordentlichen Anzahl Rennen aus. "Wenn wir einmal wissen, dass wir anfangen können, dann könnten wir durchaus zwei bis drei Grands Prix pro Monat sehen", sagt Todt. "Wenn wir im Juli oder August anfangen und dann bis Dezember machen, dann haben wir fünf oder sechs Monate, multipliziert mit drei."

Das komplette Exklusiv-Interview mit FIA-Präsident Jean Todt wird am Montag auf Motorsport.com veröffentlicht.

Alle Eventualitäten im Kopf

Noch gibt es aber viele Unbekannte. Niemand weiß, wann wieder gestartet werden kann und Ersatztermine gibt es für die ausgefallenen Rennen auch nicht. Das liegt laut Brawn aber an der Komplexität der Formel 1. Man müsse immer wieder alles umwerfen, wenn ein Rennen wie Kanada zuletzt wegbricht und man es noch einfügen möchte.

"Daher dachten wir, dass es besser sei, wenn wir abwarten, bis sich die Situation stabilisiert hat, bevor wir den Kalender präsentieren", so der Sportchef, der bereits darauf einstimmt, dass manche Rennen zu ungewöhnlichen Zeiten stattfinden könnten. China wäre im November wettertechnisch etwa schwierig, aber noch machbar.

Schanghai sei dabei auch ein Rennen, das man auf zwei Tage verkürzen könnte. Normalerweise ist das Rennen kalendertechnisch von den anderen getrennt, weil es im Land aufgrund seiner Zollbestimmungen zu Schwierigkeiten kommen kann.

"Unsere Jungs haben zusammen mit der FIA und den Teams jede Kombination abgedeckt", versichert Brawn. "Im Moment schauen wir uns die Logistik von Geisterrennen an, wie wir die Leute hinschaffen, wie wir die Leute schützen, wie wir es sicher machen können und wem wir Zugang zum Paddock gewähren würden. Alles wird diskutiert."

Am wahrscheinlichsten ist für ihn ein Saisonbeginn mit Geisterrennen in Europa.

Eines steht für Brawn aber fest: Einen voreiligen Start der Saison soll es nicht geben. "Es hat keinen Sinn, die Saison zu starten und dann wieder für eine Weile aufzuhören und später nochmal zu starten."

Weitere Co-Autoren: James Allen. Mit Bildmaterial von circuitpics.de.

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Urheber Norman Fischer