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Briatore an Alonso: "Wenn du nicht aufhörst, sperre ich dich in die Garage"

Nach dem Radunfall von Fernando Alonso verrät sein Ex-Teamchef und guter Freund Flavio Briatore, dass er den Formel-1-Rückkehrer schon lange davor gewarnt hatte

Briatore an Alonso: "Wenn du nicht aufhörst, sperre ich dich in die Garage"

Als Fernando Alonso vor knapp zwei Wochen beim Radfahren verunglückte, waren die Sorgen um den Spanier groß. Doch das Alpine-Team, für das der 39-Jährige in der Formel-1-Saison 2021 an den Start gehen wird, gab kurz darauf Entwarnung: Abgesehen von einem Kieferbruch hatte er sich nicht ernsthaft verletzt.

Wie es Alonso nach dem Unfall geht und was überhaupt passiert ist, weiß sein langjähriger Förderer Flavio Briatore. "Fernando ist mit einem Auto zusammengestoßen", verrät er im Videogespräch mit Formel-1-Journalist Peter Windsor.

"Er hatte so viel Glück. Ich erinnere mich an Nicky Hayden, den Motorradfahrer, Mark Webber oder auch Alex Zanardi. Es hätte so viel schlimmer ausgehen können." Hayden zog sich 2017 bei einem Radunfall so schwere Verletzungen zu, dass er wenig später verstarb. Zanardi verunglückte 2020 mit seinem Handbike schwer.

Briatore drohte Alonso: "Ich sperre dich ein!"

Deshalb redete Briatore in der Vergangenheit immer wieder auf Alonso ein, besser die Finger vom Rennrad zu lassen. "Ich habe ihm gesagt, er soll aufhören, mit diesem Rennrad zu fahren, denn es ist sehr gefährlich. Wenn man unbedingt Rad fahren will, dann mit dem Mountainbike, aber nicht auf der Straße", erzählt der Italiener.

"Ich sagte ihm: Wenn du nicht damit aufhörst, sperre ich dich in die Garage - dich und nicht das Fahrrad!" Nun hofft er, dass Alonso seine Lektion gelernt hat. Den Unfall habe der 39-Jährige aber halbwegs schadlos überstanden.

"Das Sprechen funktioniert wieder normal. Zwei seiner Vorderzähne sind zu Bruch gegangen, aber er hatte noch Glück. Diese Fahrräder sind sehr gefährlich. Gott hat seine schützende Hand über ihn gehalten. Er kann schon wieder ohne Probleme sprechen. Nur den einen Tag, als er einen Eisverband hatte, konnte er nicht sprechen."

Letzte Formel-1-Jahre für Alonso "frustrierend"

Auch sonst sei Alonso körperlich absolut fit und bereit für den ersten offiziellen Test in Bahrain (12. bis 14. März), urteilt Briatore. "Ich glaube, die zwei Jahre fernab der Formel 1 haben ihm gut getan. Denn es bringt neue Motivation", sagt er.

Diese habe gerade in Alonsos letzten Formel-1-Jahren mit McLaren, als er mit unterlegenem Material gnadenlos hinterherfuhr, gelitten: "Wenn man in einem Auto fährt und nicht die Möglichkeit hat zu gewinnen, ist das für so einen Fahrer eine totale Frustration." In dem Zusammenhang zieht Briatore den Vergleich zu Mercedes.

"Ich glaube, wenn man sechs oder sieben Fahrer in den Mercedes setzt, könnten sechs oder sieben Fahrer die Meisterschaft gewinnen. Heutzutage ist das Auto so vorherrschend im Vergleich zu den Fähigkeiten des Fahrers", analysiert er.

Briatore sieht Renault auf dem richtigen Weg

Bei Renault, das ab dieser Saison unter dem Namen Alpine firmiert, sieht Briatore Alonso jedoch gut aufgehoben. "Luca de Meo, der neue Vorsitzende von Renault, ist sehr daran interessiert, in die Formel 1 zu investieren, und das auf lange Sicht." Und genau damit steht und fällt der Erfolg eines Teams, weiß Briatore aus Erfahrung.

"Mit mir war Renault sehr gut, denn wann immer ich Geld brauchte, bekam ich es. Wir steckten alles in die Performance des Autos. Gleichzeitig hatten wir das schäbigste Motorhome der Formel 1. Du kannst noch so ein tolles Motorhome haben, das macht dein Auto längst nicht schnell. Ich habe lieber das ganze Geld ins Auto gesteckt."

Dass Alonso 2021 gewissermaßen zu seinen Wurzeln zurückkehrt und sein Comeback bei Renault gibt, jenem Hersteller, mit dem er an der Seite von Briatore seine größten Formel-1-Erfolge feierte, freut den einstigen Teamchef besonders.

Alonso ist bereit: Beim Test "auf Anhieb schnell"

"Renault ist wie eine große Familie. Alle freuen sich auf Alonso und sind sehr motiviert. Ich bin vor allem gespannt, was 2022 passieren wird, wenn die Autos sich verändern. 2021 ist ja mehr ein Übergangsjahr. Aber Fernando ist bereit. Man konnte sehen, dass er bei dem Test in Abu Dhabi auf Anhieb schnell war", hält Briatore fest.

Den Young-Driver-Test Mitte Dezember beendete Alonso mit der Tagesbestzeit und ließ die anderen Nachwuchsfahrer hinter sich. Seine Teilnahme an dem Test, bei dem er den R.S.20 pilotierte, galt in der Szene als umstritten.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Fahrer Fernando Alonso
Teams Alpine
Urheber Juliane Ziegengeist