Brundle: Das neue Reglement wäre für Michael Schumacher perfekt gewesen
Das neue Formel-1-Reglement stellt das Energiemanagement in den Fokus: Martin Brundle glaubt, dass das ideale Bedingungen für Michael Schumacher gewesen wären
Brundle glaubt, dass Schumacher auch in der "neuen" Ära Erfolg gehabt hätte
Foto: LAT Images
In der Formel 1 greift in dieser Saison ein neues Reglement, das das Energiemanagement stärker in den Fokus rückt. Die Fahrer müssen abwägen, wann sie Energie zurückgewinnen oder einsetzen. Sky-Sports-Experte Martin Brundle glaubt, dass das ideale Voraussetzungen für Michael Schumacher und Ayrton Senna gewesen wären.
"Ich glaube tatsächlich, dass Ayrton und Michael diese Autos lieben würden, weil sie die Fähigkeit haben, alle Werkzeuge zu nutzen", sagte der Brite während einer McLaren-Medienveranstaltung. "Und diejenigen, die wissen, wie man die Werkzeuge am besten einsetzt und das Beste aus den Autos herausholt, würden Erfolg haben."
Als 158-facher GP-Teilnehmer weiß Brundle, wovon er spricht: Der Brite fuhr 1992 bei Benetton an der Seite von Schumacher und erlebte, dass es in der Formel 1 schon damals um weit mehr ging als um reines Tempo: "Wenn man lange Vollgas fahren will, muss man Dinge schonen." Dieses Prinzip sei zeitlos, betont Brundle.
"Das war schon immer so, egal ob es damals Stirling [Moss] und [Juan Manuel] Fangio waren oder Jackie [Stewart], Graham [Hill] und Jim [Clark]", erinnert er. "Damals ging es um Zahnkränze, Antriebswellen, Kreuzgelenke, Getriebe im Allgemeinen, Motoren, Fahrwerke, Kugelgelenke, Kupplungen - wir mussten immer irgendetwas schonen."
Martin Brundle: "Man musste immer irgendetwas schonen"
Auch die legendären Turbo-Jahre der 1980er, als die Autos 220 Liter Benzin an Bord hatten, machten dabei keine Ausnahme. "Wir mussten also das ganze Rennen über brutal vom Gas gehen und rollen lassen", erinnert der Brite, "denn nur so konnten wir mit einiger Leistung und ausreichend Sprit im Gepäck ins Ziel kommen."
Brundle selbst zahlte Lehrgeld. "Mir ist einmal kurz vor der Ziellinie der Sprit ausgegangen, und ich habe in Adelaide den dritten Platz verloren, weil ich nicht vorsichtig genug war", erinnert sich der heute 66-Jährige. "Man musste also immer irgendetwas schonen. Reifen sind da ein gutes Beispiel, besonders heutzutage."
Ein Aspekt, der bis heute unverändert gilt, wenn auch mit neuem Schwerpunkt, denn in der neuen Formel-1-Ära gehört nun auch die Batterie zu den sensiblen Ressourcen: "Ich denke also, dass sich die konkrete Herausforderung verändert hat, die übergeordnete Herausforderung jedoch nicht", so Brundle.
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.