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Brundles Interview mit Sebastian Vettel: Wie es wirklich dazu kam

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Brundles Interview mit Sebastian Vettel: Wie es wirklich dazu kam
Autor:
Co-Autor: Oleg Karpow
30.07.2020, 06:21

Das Interview zwischen Martin Brundle und Sebastian Vettel beim Grand Prix von Ungarn machte bevor es geführt wurde mehr Schlagzeilen als danach ...

Das Interview von Martin Brundle mit Sebastian Vettel beim Grand Prix von Ungarn sorgte für die meisten Schlagzeilen, bevor es überhaupt geführt wurde. Denn Brundle war in einer Live-Übertragung bei 'Sky' rausgerutscht, dass ihn Vettel um das Interview gebeten hatte - was die Fantasie vieler Formel-1-Fans anregte und Spekulationen, Vettel könnte in dem Interview seinen Rücktritt bekanntgeben, auslöste.

Letztendlich war dann aber alles ganz harmlos. Der scheidende Ferrari-Star nutzte die Plattform zwar, um seinen Flirt mit Red Bull fortzusetzen und sich bei Dietrich Mateschitz dafür zu entschuldigen, wie er das Team Ende 2014 in Richtung Ferrari verlassen hat. Doch ansonsten gab Vettel in dem Interview nichts bahnbrechend Neues preis.

Zwei Wochen nachdem es geführt wurde verrät Brundle erstmals detailliert, wie es wirklich zu dem Interview kam. Er antwortet auf eine Frage von 'Motorsport-Total.com': "Ich traf ihn an der Ecke beim TV-Compound [in Spielberg], und er war gerade irgendwohin unterwegs. Mit Masken und Abstand natürlich. Und er sagte: 'Lass uns ein Interview machen, lass uns ein Interview machen.'"

"Da sagte ich: 'Okay, dann machen wir das. Worüber möchtest du reden?' Und er antwortete: 'Das kannst du dir überlegen!'", erzählt Brundle. Dass er über die zufällige Begegnung mit Vettel nachher live auf Sendung sprach, war nicht geplant und im Nachhinein betrachtet ein Fehler. Weil Brundles unbedachte Aussage plötzlich im Internet die Runde machte.

Vettel erzählt eine andere Version als Brundle

Vettels Darstellung geht übrigens anders als die von Brundle. Er hat gegenüber 'F1-Insider.com' erzählt: "Eigentlich war ein Interview mit Sky in Österreich geplant. Das mussten wir zugunsten des ORF auf Ungarn verschieben. Darum ging es in dem Gespräch mit Brundle und um nichts anderes. Das ist etwas übertrieben dargestellt worden."

Zumindest im letzten Punkt sind sich Vettel und Brundle einig: "Das alles wurde ja gemacht zu: 'Sebastian Vettel wird zurücktreten, weil er Brundle um ein Interview gebeten hat.' Gerissen. Und das alles nur wegen meiner eigenen Dummheit, weil ich live on air war und das nicht auf dem Schirm hatte. Mehr war da nicht. Wie das so oft bei diesen Storys der Fall ist."

Im Nachhinein hatte der Experte Gelegenheit, sich mit dem Vettel-Interview auseinanderzusetzen: "Ich glaube, es waren 19 Minuten", sagt er. "Ich habe daraus mitgenommen, dass ich glaube, er will weitermachen. Solange er ein Cockpit findet, mit dem er gewinnen kann. Er hat glaube ich keine Lust drauf, im Mittelfeld zu fahren, nur um irgendwie in der Formel 1 zu bleiben."

 

Vettel: Der Erwachsene unter den Jungen?

"Ich habe ihn zum Beispiel gefragt, wie es ist, sein Schicksal nicht mehr selbst kontrollieren zu können. Er hatte immer alles unter Kontrolle in seiner Karriere, und jetzt plötzlich nicht mehr. Seine Antwort hat mich überrascht, denn er meinte, er findet das aufregend", erzählt Brundle. "Ich halte ihn für einen sehr bodenständigen und pragmatischen Kerl."

"Wir wissen nicht viel über ihn, weil er kein Social-Media-Zeug macht. Umso mehr habe ich meine Interviews mit ihm immer genossen. Ich glaube, ich habe ihn in einem Posting mal als Erwachsenen beschrieben. So sehe ich ihn manchmal: als den Erwachsenen unter lauter Jungs. Er ist jetzt an dem Punkt, an dem er für sich rausfinden muss, was ihn noch motiviert und was nicht."

Was das ist und wohin es Vettel letztendlich ziehen wird, weiß Brundle auch nicht. In der Gerüchteküche ist von zwei Möglichkeiten die Rede: Racing Point oder eine Rückkehr in die Red-Bull-Familie. "Ich glaube", sagt Brundle, "dass er die Option Racing Point, Aston Martin, Mercedes-B-Team ... Ich glaube, dass er die ernsthaft in Betracht zieht."

Martin Brundle ist ehemaliger Formel-1-Fahrer. In 158 Grands Prix für Teams wie (unter anderem) Williams, Benetton und McLaren stand er neunmal auf dem Podium. Heute ist er TV-Experte für den britischen Pay-TV-Sender Sky. Der überträgt alle Rennen der Formel 1 2020 live und UK-exklusiv auf Sky Sports F1 und NOW TV.

Mit Bildmaterial von LAT.

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