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Budgetgrenze: Ausnahmeregel für die drei großen Teams

Ferrari hat um Aufschub bei der Reduzierung der Mitarbeiter gebeten, weil man nicht einfach Angestellte entlassen möchte - Große Teams bekommen sechs Monate Zeit

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Budgetgrenze: Ausnahmeregel für die drei großen Teams

Die neue Budgetgrenze in der Formel 1 trifft vor allem die drei großen Teams Ferrari, Mercedes und Red Bull hart. Um unter der anvisieren Grenze von 145 Millionen Dollar zu bleiben, müssen sie vor allem beim Personal große Abstriche machen. Doch um die Mitarbeiter richtig auf andere Bereiche verteilen zu können, haben die Topteams noch einmal einen Aufschub bekommen.

Bis Juni 2021 müssen die Teams ihre Mitarbeiter reduziert haben - und damit sechs Monate später als ursprünglich geplant. Der Vorschlag ging von Ferrari aus, die in Zeiten der Coronakrise nicht einfach zahlreiche Mitarbeiter vor die Tür setzen wollten. "Wir wollten Zeit bekommen, um Leute in andere Positionen innerhalb unseres Unternehmens zu verschieben", sagt Teamchef Mattia Binotto.

"Sie haben uns sechs Monate Zeit gegeben. Wir hatten eigentlich ein bisschen mehr verlangt, aber das war der Kompromiss", sagt der Teamchef, der rund 1.000 Mitarbeiter unter sich weiß - plus 500 in der Motorenabteilung.

"Der Mechanismus wurde vor allem für Ferrari und ihre Anstellungsgesetze eingeführt", bestätigt auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Auch sein Rennstall muss Mitarbeiter auf andere Projekte verteilen, das scheint aber kein Problem zu sein. Möglichkeiten bei Projekten mit externen Partnern gibt es zur Genüge.

Somit besitzen die Topteams im Grunde genommen zu Beginn der Budgetgrenze noch einen Vorteil gegenüber den anderen Teams. "Das ist schon ein kleiner Vorteil", muss AlphaTauri-Teamchef Franz Tost eingestehen, findet das aber auch in Ordnung. "Wir dürfen nicht vergessen, dass die drei Topteams eine fantastische Infrastruktur aufgebaut haben und jetzt viele Prozesse ändern müssen."

"Daher ist es ein sehr fairer Kompromiss", sagt Tost. So sieht es auch Alfa-Romeo-Teamchef Frederic Vasseur, der die Topteams ohnehin am größten betroffen sieht. "Wir dürfen uns nicht nur auf die ersten sechs Monate fokussieren, denn die Regeln werden mindestens fünf Jahre da sein", sagt er. "Es wäre ein Fehler, nur darauf zu schauen, was im Januar oder Februar passieren wird."

Und auch McLaren-Geschäftsführer Zak Brown sieht kein Problem: "Wir sind mit dem Finanziellen Reglement und auch dieser weichen Landung zufrieden", sagt er und glaubt, dass es nicht nur Ferrari, Mercedes und Red Bull betrifft. "Auch wir fahren über der Budgetgrenze, und ich schätze, dass es auch Renault so geht."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Urheber Norman Fischer