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Buemi hat F1-Testchance mit Red Bull in Abu Dhabi "nicht erwartet"

Sebastien Buemi gibt zu, dass er nicht damit gerechnet hat, am Dienstag in Abu Dhabi den rennfertigen Red Bull RB16 beim Young-Driver-Test fahren zu dürfen

Buemi hat F1-Testchance mit Red Bull in Abu Dhabi "nicht erwartet"

Mit der Ausnahmeregelung der FIA für den Young-Driver-Test in Abu Dhabi an diesem Dienstag wurde nicht nur Formel-1-Rückkehrer Fernando Alonso eine Teilnahme mit Renault ermöglicht. Auch andere Teams entschieden sich dafür, erfahrenere Piloten zu nominieren - so etwa Red Bull, die mit Sebastian Buemi testen.

Es ist der erste Einsatz des Schweizers für das Team seit einem schweren Unfall bei einem Pirelli-Reifentest in Silverstone im Juli vergangenen Jahres. Buemis Chance ergab sich in den letzten Wochen, als die FIA das, was ursprünglich ein Rookie-Test war, für jeden öffnete, der 2020 noch kein Rennen gefahren ist.

"Ich freue mich darauf. Ich habe es nicht erwartet, um ehrlich zu sein", gesteht Buemi gegenüber 'Motorsport.com'. "Aber ich bin natürlich glücklich, dass ich fahren darf. Ich bin schon seit 15 Tagen (im Fahrerlager von Bahrain und Abu Dhabi) unterwegs!"

Endlich wieder "ein normaler Test" für Buemi

In diesem Jahr teilte sich Buemi, der zuletzt 2011 mit Toro Rosso in der Formel 1 fuhr, die Rolle des Reservefahrers für die beiden Red-Bull-Teams mit Jüri Vips. Der 32-Jährige ist normalerweise auch ein Stammgast im Red Bull-Simulator, wobei die COVID-Reisebeschränkungen seine Einsätze in Milton Keynes 2020 einschränkten.

Angesprochen auf seinen letzten Test in Silverstone und den damit verbundenen Crash, räumt Buemi ein: "Es ist nicht so, dass es mir egal wäre. Es war mir nur wichtig, dass es nicht meine Schuld war. Jetzt kann ich wenigstens auch einen anderen Test machen, denn bei einem Pirelli-Test tust du im Grunde das, was Pirelli verlangt."

Einen "normalen Test" wie jetzt in Abu Dhabi könne er besser nutzen, um "einen gewissen Zusammenhang mit dem Simulator" herzustellen. "Man fährt das Auto und geht dann direkt zurück in den Simulator in England. So bekomme ich die Unterschiede genau zu sehen", erklärt Buemi, der in diesem Jahr nur wenige Sim-Fahrten absolvierte.

Quaratäneregeln verhinderten Simulatorfahrten

"Ich habe nicht viel gemacht", erzählt der 32-Jährige, "aber ich habe auch erst vor einem Monat damit angefangen, denn vorher mit der langen Quarantänezeit von 15 Tagen hin und 15 Tagen zurück, war es natürlich unmöglich. Jetzt, seit ein paar Wochen, gibt es keine Quarantäne mehr für die Schweiz in England."

Der Test in Abu Dhbai wird Buemi auch einen frischen Eindruck auf der Strecke geben, für den Fall, dass er in der nächsten Saison als Ersatz gebraucht wird. Im Gegensatz zu anderen Fahrern, die eine Zeit lang nicht auf Topniveau gefahren sind, hat er nach dem Gewinn des WEC-Titels das Recht auf eine FIA-Superlizenz behalten.

"Ich denke, ich hatte sie immer, um ehrlich zu sein", sagt Buemi. "Sie haben sie mir zwar immer wieder weggenommen, weil ich glaube, dass man immer noch bezahlen muss! Aber ich hatte sie immer." Und auch bei Vips sei das sichergestellt worden.

"Ich denke, Red Bull hat auch etwas dafür getan, dass Jüri sie bekommt, denn wenn es eine Terminkollision mit Formel E gibt, gehe ich natürlich in die Formel E, was bedeutet, dass niemand hier ist. Also hatten sie Juri. Er ist 300 Kilometer in Silverstone gefahren, ich glaube vor der Türkei, nur damit er die Lizenz bekommt."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Fahrer Sébastien Buemi
Teams Red Bull
Urheber Juliane Ziegengeist