Carlos Sainz: Bin "nicht weit weg" vom ersten Sieg in der Formel 1

Während seine Ex-Teams und Mittelfeld-Konkurrenten zuletzt unerwartet siegen konnten, wartet Carlos Sainz noch - Er betont: Nicht mehr weit weg!

Carlos Sainz: Bin "nicht weit weg" vom ersten Sieg in der Formel 1

Carlos Sainz führt derzeit eine unrühmliche Statistik an: Er ist vom aktuellen Formel-1-Fahrerfeld der Pilot mit den meisten Rennen ohne einen Grand-Prix-Sieg. Während Pierre Gasly, Sergio Perez und Esteban Ocon in den vergangenen zwölf Monaten etwas unerwartet zu ihrem ersten Grand-Prix-Sieg kamen, wartet der Ferrari-Pilot weiter auf den ersten Erfolg.

Mit AlphaTauri, Renault und McLaren haben in diesem Zeitraum zudem ausgerechnet die drei Teams Rennen gewonnen, bei denen Sainz vor Ferrari gefahren war. Der Scuderia selbst ist das nicht gelungen, doch Sainz betont, dass ihn das gar nicht weniger kümmern könnte. Denn er weiß um die chaotischen Umstände und sagt, dass er nah an seinem ersten Sieg dran ist.

"Es ist nicht so, dass sie um Meisterschaften oder konstant um Rennsiege gekämpft haben", kann er die Erfolge seiner Ex-Teams einordnen. Bei Ferrari habe er sich hingegen für ein Projekt entschieden, mit dem er in Zukunft Rennen gewinnen kann. "Ich glaube, das ist der bestmögliche Ort, um es baldmöglich zu schaffen", sagt er.

"Natürlich ist es schön, dass Renault und McLaren Rennen gewonnen haben, aber wir hätten in Monaco gewinnen können und waren auch in Silverstone ganz nah dran", betont er. In beiden Rennen war Ferrari am Ende Zweiter geworden.

"Und ich hätte auch vergangenes Jahr in Monza gewinnen können", betont er. Damals hatte Sainz ebenfalls als Zweiter sein bestes Ergebnis geholt. "Ich fühle nicht, dass ich weit davon entfernt bin."

Monza als schlechteste Strecke

In Monza vor zwei Wochen hatte jedoch Hauptkonkurrent McLaren das perfekte Wochenende erwischt und sich den Doppelsieg geholt. Ferrari verpasste mit den Plätzen vier und sechs hingegen das Podest beim Heimspiel. "Wir wussten, dass das eine schwierige Strecke für uns sein würde", sagt Sainz. Simulationen hätten ergeben, dass man drei bis vier Zehntelsekunden langsamer als McLaren sein würde.

 

"Wir wussten, dass Monza für unser Auto wohl einer der schlechtesten Strecken sein würde, aber eigentlich war das Wochenende für uns ganz passabel. Wir haben eine ordentliche Anzahl an Punkten geholt", betont der Spanier. "Aber man kann nichts gegen die Natur des eigenen Autos machen."

Für Sotschi sagen die Simulationen jedoch ein besseres Wochenende voraus. "In Sektor eins sollte es für uns noch schwierig werden gegen McLaren, aber im letzten Sektor sollten wir stärker sein. Es sollte also etwas ausbalancierter sein", so der Ferrari-Pilot. "Hoffentlich haben wir ein starkes Wochenende und können wieder Punkte auf sie aufholen."

Wann kommt Motorenwechsel bei Sainz?

Teamkollege Charles Leclerc wird den Grand Prix nach einem Motorenwechsel allerdings von ganz hinten in Angriff nehmen müssen. Dafür profitiert er aber von einer neuen Motorenausbaustufe, die zehn PS mehr Leistung bringen soll.

Bei Sainz wartet man hingegen noch: Einerseits war die Situation bei Leclerc nach dem Unfall in Ungarn deutlich kritischer, zudem will man nicht beide Fahrzeuge beim gleichen Rennen nach hinten versetzen lassen.

"Das Team hat sich enorm bemüht, die Teile zu bringen. Ich freue mich, dass er einen ersten Eindruck bekommen wird", sagt Sainz und sieht das auch als "gutes Experiment" für das kommende Jahr, weil die Entwicklung auch für 2022 mitgenommen werden soll.

"Ich werde es einbauen, sobald der Kompromiss aus dem letzten Startplatz, der Meisterschaft, der Strecke und den verfügbaren Teilen es erlaubt."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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