Carlos Sainz: "Fühle mich nicht zu Hause im Auto"

Carlos Sainz erlebte am Freitag einen der schwierigsten Tage der zweiten Saisonhälfte, weil er unüblicherweise noch nicht eins mit dem Auto ist

Carlos Sainz: "Fühle mich nicht zu Hause im Auto"

Mit den Plätzen acht und neun hat Ferrari im Freien Training von Abu Dhabi (Formel 1 2021 live im Ticker) eine ordentliche Ausgangslage erreicht, sonderlich zufrieden war vor allem aber Carlos Sainz nicht. Im Gegenteil: "Das war einer meiner schwierigsten Tage in der zweiten Saisonhälfte", hadert der Spanier, der den Tag mit 1,153 Sekunden Rückstand als Neunter abschloss.

Denn: "Ich habe mich von Beginn des ersten Trainings an nicht zuhause im Auto gefühlt", wie er sagt. Das findet Sainz insofern seltsam, als dass er sich in den vergangenen sechs Rennen immer sofort wohlgefühlt habe und das Auto auch nie sonderlich groß anpassen musste.

"Aber heute hat das Set-up aus irgendeinem Grund nicht gepasst und ich war nicht wirklich da. Vielleicht lag es an den Veränderungen an der Strecke und dem Asphalt", rätselt er.

Zu Beginn des zweiten Trainings sei es auf Medium-Reifen etwas besser gewesen, "aber im Verlauf ging es eigentlich in Richtung erstem Training zurück, und am Ende war ich nicht gerade positiv gestimmt", sagt Sainz. "Ich hatte das Gefühl, dass wir nicht viele Schritte nach vorne gemacht haben. Wir haben also noch Hausaufgaben vor uns."

Doch der Spanier gibt sich zuversichtlich, dass Ferrari über Nacht die richtigen Schlüsse zieht und das Auto wieder in eine gute Balance bringt. Das sei mittlerweile auch einfacher, jetzt wo er das Team besser kennt. "Ich weiß jetzt, welche Dinge bei der Balance zu helfen scheinen und welche nicht. Zumindest weiß ich also, welche Dinge man ausprobieren könnte", sagt er.

Für Charles Leclerc, der drei Zehntelsekunden schneller als sein Teamkollege war, lief es am Freitag besser. Sein Tag sei "okay" gewesen, wie er sagt. "Wir haben noch Arbeit vor uns, um vor allem die Qualifying-Pace zu finden, aber ich habe das Gefühl, dass es passen wird. Auch die Rennpace war heute sehr stark, von daher gibt es keinen Grund, warum nicht auch die Qualifying-Pace stark sein wird."

Auf die Spitze schaut Ferrari dabei aber nicht, weil man weiß, dass man mit Mercedes und Red Bull nicht mithalten kann. "Wir fokussieren uns nur auf uns, aber es war ein positiver Tag", sagt der Monegasse. "Vor allem die Rennpace war sehr stark, und jetzt müssen wir darauf aufbauen, um morgen einen großartigen Tag zu haben."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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